Samstag, 11. August 2012

Gorean Transgender


Ein heikles Thema steht heute auf dem Plan. „Transgenders“ auf Gor. Gibt es so was? Wie kann man damit umgehen?

Was ist dieses Transgender-Ding überhaupt? Die Bezeichnung beschreibt Menschen die sich mit ihrer Geschlechterrolle, die ihnen meist durch die Natur in Form ihrer äußerlichen Geschlechtsmerkmale (Penis oder Vagina) vorgegeben wird, nicht identifizieren können. Je nachdem was der Kinderazt sieht wenn wir aus unseren Mamas raus kommen bestimmt eigentlich schon mal unser ganzes späteres Leben. Wenn man ne Scheide hat, bekommt man einen Strampelanzug in rosa alle erwarten das man mit Puppen spielt sich später schminkt und mit der besten Freundin gemeinsam auf dem Schulklo raucht und über Jungs lästert. Wenn man einen Penis hat bekommt man einen blauen Strampelanzug, alle erwarten dass man mit Autos spielt, sich später rasiert und den besten Freund beim Pinkeln vor die Tür schickt um sich ungestört Schmuddelhefte angucken zu können.
Wie genau die Rolle aussieht die uns über unser Geschlecht zugewiesen wird ist von der Kultur in der wir leben, unserer Gesellschaft und unseren Sozialen Normen abhängig. 

Ich weiss zum Beispiel dass, als ich ein Kind war, es bei meinen Eltern noch für mistrauische Blicke sorgte wenn ein junger Mann, lange Haare bis auf den Rücken hatte. „Sieht aus als stünde da ein Mädchen“, sagte mein Vater immer. Doch sind lange Haare bei einem Mann schon „tansgender“ oder Kurzehaarschnitte bei Frauen?

„Transgender“ ist ein Oberbegriff für alle diejenigen die zeitweise oder dauerhaft teilweise oder völlig aus ihrer ursprünglichen Geschlechterrolle ausbrechen. Die sogenannten „Transgenderaktivisten“ teilen sich ein in die Cross-Dresser, Menschen die sich entgegen ihrer Geschlechterrolle kleiden, bewusst Androgyne, die männliche und weibliche Rollenmerkmale präsentieren, und die sogenannten Bi-Gender also Menschen die auch körperlich die Merkmale beider Geschlechter aufweisen. Weibliche Brust und Penis zum Beispiel.
Entscheidend ist, dass sich ein Transgender nicht aus Spaß entscheidet sich eben mal aus Frau oder als Mann zu verkleiden, sondern dass sie sich einfach nicht vollständig oder auch gar nicht auf die ihnen zugewiesene Rolle einlassen können oder sich mit ihr abfinden. Doch das ist kein bewusster Prozess, es ist ein Urteilsspruch an dessen Vollstreckung die Betroffenen ihr Leben lang zu kauen haben. 

Stellt Euch vor ihr seid von der Natur mit allen Merkmalen einer Frau ausgestattet, doch euer ganzes Empfinden und denken, euer ganzes Seelenleben funktioniert wie ein Mann. Ich kann mir vorstellen das diese Vorraussetzungen eine ewige Qual für die Betroffenen sind. Denn so etwas ist in unserer Gesellschaft eigentlich nicht vorgesehen, in kaum einer Gesellschaft.

Als Frau in einem Männerkörper wird man von den Männern die man dann ja auch begehrt nur als „schwule Sau“ abgelehnt, an den Frauen hat man kein Interesse und wahrscheinlich weiß man auch gar nicht was man mit dem Ding zwischen seinen Beinen anfangen soll. Wenn man versucht in die andere Rolle zu schlüpfen, sich weiblich zu kleiden, und als Frau zu leben wird man aller Orten als Freak verschrien. 

Wer nun denkt, dass es sich um eine neumodische Sache handelt ist schief gewickelt, so haben zum Beispiel viele Indianerstämme sogar eigenen Rollen und Namen für die Menschen die wie das eine aussehen und wie das andere fühlen. 

In Deutschland ist seit 1981 das Transsexuellengesetz (TSG) bzw das „Gesetz über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit in besonderen Fällen“ in Kraft. In den USA jedoch wird Transsexualität angefangen vom Cross-Dressing jedoch häufig verfolgt und bestraft. In einigen islamischen Ländern sogar mit dem Tode.

Die Ursachen der Transsexualität sind nicht geklärt. Einige Theorien vermuten psychische Ursachen Anderen körperlich-organische Gründe.
Doch wie passen diese Menschen die schon in der realen Welt so wenig ihren Platz finden, in einer Welt wie Gor, in einer Welt wie Gor, die vor Sexismus und sexueller Diskriminierung nur so strozt?
Wie immer kann man die Mutter aller Zitate von John Norman bemühen: „...Gor ist im Großen und Ganzen eine "ehrlich" von Männern dominierte REALISTISCHE Welt. In der Tat, diese Ehrlichkeit ist eines der Dinge die für ROMANTISCHE, HETEROSEXUELLE UND HORMONELL NORMALE Frauen sprechen....“
 Und genau da liegt die Crux. In einer realistischen Welt gibt es Hermaphroditen, Transgender, Zwitter und Homosexualität. Es ist normal, dass es eben Unnormales gegenüber der Norm gibt. Genaugenommen wird die Norm erst durch das Unnormale überhaupt zur Norm. Denn der Gor-Autor nimmt in diesem Zitat an, dass die Rollenverteilung von führendem starken Mann und zarter, schöner und folgsamer Frau die Grundlage dafür ist, dass eben idealisierte Frauen und auch Männertypus überhaupt so allgegenwärtig auf Gor ist. Die maximale Abweichung die Norman sich offenbar vorstellen kann, sind Frauen die durch ihr Aufbegehren gegen diese männliche Dominanz nur noch mehr Schaden genommen haben und nun versteckt im Wald ein Leben fristen müssen ohne jede Aussicht darauf jemals wieder in die Norm, nämlich eben dieses männlich dominierte Gesellschaftssystem zurück zu kehren.

Mit anderen Worten Männer sind bei Norman Männer und Frauen sind Frauen aber keine der beiden Rollen wünscht sich bei Norman ernsthaft was anderes zu sein.
Vielleicht kann diese Welt die wir Gor nennen es noch verkraften wenn eine Frau sich wünscht die Stärke eines Mannes zu haben, sich die Haare kurz schneidet, die Brust weg bindet und versucht als jugendlicher Mann durch zu gehen, doch was passiert mit einem Mann der auf Gor wo jeder mit deiner Stärke und seiner Macht protzt eine schwache Frau zu sein?

Natürlich würde so jemand wahrscheinlich aus der Kastengesellschaft der Städte ausgeschlossen und fort gejagt denn dieses Gesellschaftssystem unterteilt zwischen Mann und Frau und im Bezug auf diesen Menschen könnte die Gesellschaft nicht entscheiden. Denn natürlich kann man Äpfeln zu den Äpfeln legen und Birnen zu den Birnen, doch was passiert wenn man nun eine Apfelsine in den Händen hält? Kann man sie zu den Äpfeln legen und hoffen dass es nicht auffällt?

Würde zum Beispiel ein schlanker und fast unbehaarter Mann mit langen Haaren aus der Stadt kommen und würde versuchen mit den Panthermädchen zu leben dann könnte das sogar einige Zeit gut gehen, doch was passiert am Badetag? Was würde passieren wenn diese „Schwester“ nun auf einmal das Symbol dessen zwischen den Beinen Baumeln hat, was den Rest des Stammes vielleicht erst in die Wildnis getrieben hat? Einige der Panthermädchen sind durch Vergewaltigungen, Missbrauch und Misshandlungen schwer traumatisiert stünde es da nicht zu befürchten dass sie den Hermaphroditen in einem Rachegelüst einfach verstümmeln oder erschlagen würden? 

Um ehrlich zu sein kann ich mir nicht vorstellen wir man so was glaubwürdig auf Dauer spielen kann. Doch gibt uns so was das Recht Menschen die eine solche sexuelle Identitätsstörung haben einfach von unserem Rollenspiel auszuschließen? 

Ich denke ja. Denn nach meinem dafürhalten setzt gor einen eindeutige Eigene Geschlechtsidentifikation voraus. So wie es eben Vorraussetzung zur Aufnahme in einen Fußballverein ist, dass man Fußball spielt und nicht Basketball. Diese Erklärung ist zwar ehtisch nicht wirklich hochwertig, doch eine andere kann ich kaum finden. Natürlich kann man sage: Ist doch nicht so schlimm, gibt es eben einen Krieger mit ner Mumu zwischen den Beinen, doch wie werden die anderen Krieger das sehen, wäre Gor und besonders SL-Gor und seinen BtBer so weit das zu akzeptieren? Sind wir auf Gor bereit für Panthermädchen mit Gemächt?

Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Was denkt Ihr?

Eure
Cori

Donnerstag, 9. August 2012

Der Admin-Trainer

Viel verändert hat sich nicht, aber ich habe alle Admin-Übungsfälle mal auf einer eigenen Seite zusammen gefasst. Das Ergebnis ist:

Der Admin-Trainer

Einen neuen Fall gibt's natürlich auch dazu. Dieses Mal geht es um die Frage wann ist man aus einem Kampf weg?

Ich hoffe ihr habt Spaß beim Knobeln und schreiben. Über die bisherigen Antworten zu den anderen Fällen habe ich mich sehr gefreut!

Macht weiter so!

Eure
Cori

Mittwoch, 8. August 2012

Reese hat den Wald und der Wald hat zum Glück Reese

Heute würde ich Euch, liebe Leser, gerne wieder einen Blog vorstellen. Ich habe diesen Blog in seiner ersten Anfangszeit gesehen. Anfangs kamen die Posts sehr sehr spärlich, aber die Betreiberin kommt mehr und mehr in Form und ihr von Anfang an sehr sensibler und geschickter Schreibstil gewinnt zu Sehens an Routine.

Die Artikel sind in Kategorien „aus dem Leben“, „OOC“ und „Rollenspiel“ eingeteilt. Anders als ich benutzt sie kein Hintergrundbild und ist schonend für die Augen mit dunklen Buchstaben auf hellem Hintergrund unterwegs.

Es gibt eine interne Suchfunktion, einen Tagcloud und, wie sich das gehört eine Selbstvorstellung. Dazu noch einen adäquate Blogroll die die bedeutendsten deutsch-goreansichen Blogs erfasst aber offenbar auch nicht jeden Rantblog beinhaltet.

Dass die Verfasserin eine meiner Stammesschwestern ist, erfüllt mich persönlich mit besonderer Freude, da die Pyrana damit über zwei Blogs verfügen mit denen sie in der Blogosphäre vertreten sind.
Qualitativ muss sich der Blog nicht verstecken. Ich habe selten einen Blog gesehen indem jedes Wort einzeln ausgewählt, ja fast handverlesen zu sein scheint!

Ein Platz in meiner Blogroll, ist Dir jedenfalls sicher, Reese!  

Bie Spaß beim Lesen von "Reese - Der Wald und ich" wünscht...

Eure
Cori

Dienstag, 7. August 2012

Reingelegt


Ein spaßiges Erlebnis hatten wir gestern. Lara, Kati, Syri und ich waren zu unserem Aussichts- und Wachposten gegangen und lauerten wie üblich auf Reisende die so verwegen waren durch unseren Wald zu kommen. Wir brauchten nicht allzu lange warten, da näherte sich auch schon eine Person dem Ort an dem wir lauerten. Leider aber nicht auf der Straße, sondern in einem Paddelboot. 

Unh aus Anango verhandelt mit den Pyrana
Rasch gab ich die Anweisungen das Kati und ich versuchen sollten ihm den Weg abzuschneiden, denn der Fluss machte einen weiten Bogen und wir konnten ein gewaltiges Stück abkürzen. Als ich den Fluss an der „breiten“ Waldbrücke erreichte sah ich den Fremden der nach art der Wüstenleute gekleidet war im Canyon unter mir und stieß ich einen schrillen Pfiff aus um den Schwestern anzuzeigen  wo die Beute sich gerade befand.

Dann versuchte einen gewissen Vorsprung heraus zu laufen denn dadurch dass der Fluss in weiten Mäandern durch unseren Wald verläuft kann man zu Fuß fast schneller vorankommen als mit dem Schiff.
Schließlich fand ich an der gegenüberliegenden Seite des Flusses eine Stelle von wo aus ich gute Sicht auf ein weites Stück des Flusses hatte und mich selbst im dichten Gestrüpp gut verbergen konnte. 

Von hier beobachtete ich wie meine Schwestern dem einsamen Paddler zuriefen dass er an Land fahren sollte. Nachdem er einen geeignete Stelle dazu gefunden hatte, wozu er aber den Canyon verlassen musste, tat er das auch bereitwillig. Er steuerte sein Boot in die Baumwurzeln die in das Ufer hinein ragten damit es nicht fortgetrieben werden konnte und kletterte Ans Ufer wo meine Schwestern bereits warteten. Immer wieder gab ich meinen Schwestern akustische Signale um ihnen mitzuteilen dass ich den Fremden im Visier hatte. 

Die Jägerinnen führten dann eine klassische Erpressung durch und forderten Handelswahren von dem Mann damit er seinen Weg fortsetzen durfte. Er erklärte dass er hier gerne Handel treiben würde, sagte sogar seinen Namen und seinen Heimstein. 

Zwar so sagte der Mann habe er alle seine Pfeilspitzen schon einem anderen stamm geben müssen aber er hab noch eine Kiste mit Fleisch und Milch bei sich die er uns geben würde. Erfreut über den schnellen und leichten Verdienst nahmen Lara, Kati und Syri an und ließen den Mann ziehen.
Dieser kletterte in sein Boot und paddelte weiter Richtung Handelsposten.

Die Ernüchterung folgte bei uns auf dem Fuße. Denn als wir die Kiste ins Lager tragen wollten stellten wir fest dass sie statt Milch und Fleisch nur einige Steine enthielt. Leider war der Mann schon zu weit weg als dass wir ihn hätten verfolgen können.
Natürlich ärgerten wir uns darüber sehr und sicher werden wir einen Antwort wissen wenn Unh aus Anango mal wieder in unseren Wäldern auftaucht.

Eure 
Cori

Montag, 6. August 2012

Duelle


Duelle waren lange Zeit in fast allen Gesellschaften einen anerkannte Form von Gottesentscheid. Bei Duellen handelt es sich um einen ritualisierten und streng reglementierten Zweikampf mit gleichen und potenziell tödlichen Waffen.

File:FrzDuellImBoisDeBoulogneDurand1874.jpg
Dieser Internetfund zeigt ein Säbelduell
Hierbei wird davon ausgegangen, dass in einem Streitfall ein Kampf ein probates Mittel zur Beendigung des Streits ist und dass aus gleicher Bewaffnung eine annähenrde Chancengleichheit hergestellt wird und dass nun die Gerechtigkeit im Anspruch des einen, ihm den entscheidenden Vorteil und den Sieg über die dann als ungerecht erkannte Sache des anderen Kontrahenten bringen wird. Aus heutiger Sicht wissen wir dass dieses falsch ist, denn natürlich ist der Trainingsstand, das Alter und die Umweltbedingungen fast genau so wichtig.

Anlass für Duelle waren fast immer Ehrenstreitigkeiten. Da Ehre früher anderes als heute in der westlichen Welt stark an den wehrhaftigkeits Kult der männer angeleht war, stand der Weg des Duells vielfach nur Männern offen. Die Historikerin Natascha Hoefer, hat jedoch einige Quellen gefunden bei denen sich Frauen mit Männern duelliert haben und ihnen sogar teils empfindliche Niederlagen bereiten konnten und auch sehr sehr spärliche Quellen berichten von rein weiblichen Duellen.

Darüber wie so ein Duell abzulaufen hat, sind im Laufe der Zeit verschiedene Reglements entstanden. So gab es unter anderem den Code Duello von 1777, denn „Essai sur le duel“ 1836 oder den „Ritterlichen Ehrenschutz“ von 1907.

Aslösend für eine Duell war in nahezu allen Fällen eine Verletzung der Ehre des Mannes. Hierbei nahmen Beleidigungen oder sexuelle Übergriffe auf Frauen mit Abstand den größten Teil der Duellgründe ein.

Im Allgemeinen war es so dass Person A Person B beleidigte. Im Folgenden nenne ich sie nur A und B. Also ging B zu A und forderte eine Entschuldigung um seine gekränkte Ehre wieder her zu stellen. Wenn A sich entschuldigte war alles wieder gut, wenn nicht konnte B A entweder Recht geben und unter dem Gelächter aller anderen nach Hause gehen, oder er forderte Genugtuung. Für den Fall dass A nicht bereit war diese Genugtuung zu geben zeigte er damit offiziell seien Angst vor einem Duell und somit seine Unehrenhaftigkeit denn somit hätte er zwar jemanden beleidigt war aber offenbar nicht bereit für seine Worte einzustehen.


War A aber bereit B die Genugtuung zu geben, so war das Duell damit vereinbart. Wir wissen auch dass vielerorts und in vielen Kreisen auch vor einem Duell erst die Anrufung eines „Ehrenrates“, also eines überparteilichen Gremiums gefordert wurde, dass die Ehrverletzung prüfen und das Duell genehmigen musste. Zuvor hatte der Ehrenrat aber die Aufgabe zwischen den Kontrahenten eine gütliche Einigung herbei zu führen.  

In den verschiedenen Reglements sind verschiedene Methoden vorgesehen wie die Wahl der Waffen erfolgte. In Zeiten als nur das Schwert zur Verfügung stand brauchte man die Waffen nicht zu wählen, später hatte meist der herausgeforderte das recht unter den zur Verfügung stehenden Duellwaffen zu wählen. Dies sollte verhindern dass ein Guter Fechter durch die Lande ziehen und in Duellen ganze Landstriche hätte ausrotten können wenn er nur in jedem Gasthof einen nach dem anderen beleidigt hätte. So lief der Fechtmeister immer Gefahr, dass mal einer kam der sich für die Pistole entschied. Natürlich waren alle Duellwaffen Ehrenwaffen. Niemand ist jemals auf die Idee gekommen ein Staubwedelduell auszufechten oder mit Ochsenziehmern aufeinander los zu gehen.

Darstellung eines Pistoleduells
Häufig bekam jeder Duellant einen Sekundanten zur Seite gestellt dessen Aufgabe es war auf die Einhaltung der Regeln (besonders beim Gegner) zu Achten. Außerdem gab es einen Unparteiischen der die Kommandos gab, Anfang und Ende des Duells festlegte und der vor allem auch die Aufgabe hatte zu überprüfen ob wirklich beide Waffen gleich waren. So kämpfte man beim Duell auch nicht mit dem eigenen Degen sondern mit speziellen eigens dem Duell vorbehaltenen baugleichen Waffen. Der Unparteiische konnte also festlegen über wie viele Waffengänge ein Duell gehen sollte.

Bei einem Duell war es nicht zwangsläufig das erklärte Ziel den Gegner zu töten. Meist ging es nur darum, dass der Beleidiger gezwungen wurde für seine das Duell auslösenden Worte auch die negative und unangenehme Konsequenz in Kauf zu nehmen womöglich verletzt oder getötet zu werden. Wenn ein Duell also zum Beispiel bis zum ersten Blut vereinbart war, dann war es danach zu Ende. War ein Duell über 3 Waffengänge zu jeweils 10 Hieben angesetzt war es eben danach zu Ende unabhängig davon ob jemand verletzt oder getötet wurde.

War das Duell dann beendet, und beide Kämpfer lebten noch so war der Streit damit als beendet angesehen. Eine Beleidigung galt dann als getilgt. Es gibt eine interessante Darstellung dass sich Otto von Bismarck einmal ein Pistolenduell geliefert haben soll. Auch Goethe und Schiller sollen wohl mehrfach Duelle gefochten haben. Die großen Duelle gelangten in Theater, Film und Romanen zu einem Legendenstatus.  

Heute sind Duelle fast überall auf der Welt verboten. Schon früher sah man auf Seiten der Obrigkeit ein dass Duelle zu viele Menschenleben forderten. Da sich insbesondere sogenannte Ehrenbürger, Studenten, Adlige und Offiziere duellierte verlor der Staat auf diese Art und weise fortwährend potenzielle Führungskräfte. Die Konsequenz waren immer wieder Versuche Duelle zu verbieten oder unter Strafe zustellen was allerdings meist wenig erfolg hatte, da die die das Verbot durchsetzen sollten meist ganz vom Duellwesen eingenommen waren.

Neuere historische Untersuchungen belegen dass etwas jedes 6 Duell mit einer Verletzung und jeder 15. Waffengang mit dem Tode eines Teilnehmers endete. Da in der damaligen Zeit die Medizin deutlich weniger Weit fortgeschritten war als heute führten Verletzungen nicht selten zu Wundinfektionen und nach einem gewissen Siechtum ebenfalls zum Tode.

Ich habe lange überlegt welches Youtube-Video ich als Schmankerl noch verlinke und ds beste Duell was ich jemals gesehen habe war in meinen Augen das Duell aus dem Film Rob Roy mit Leam Neeson in der Titelrolle. Zwar sind hier die Waffen unterschiedlich, jedoch dürfen beide Kontrahenten am Anfang die Waffe wählen mit der sie sich die größten Chancen ausrechnen. Ein anderes sehr romatisiert dargestelltes Duell findet sich im Film um den Herzensbrecher Casanova.

Auch für unser Gor nimmt das Duell einen hohen Stellenwert ein, da Ehre und Ehrenhaftigkeit auf Gor eine so zentrale Stellung haben. In der heutigen westlichen gesellschaft scheint Ehre als Begrifflichkeit weitgehend ausgedient zu haben und wurde weitgehend durch einen diffusen „Respekts“-Begriff ersetzt.

Solltet ihr noch tolle Duellvideos kennen, so verlinkt sie in den Kommentaren!

Eure
Cori