Freitag, 7. März 2014

Auf's Dach gestiegen



Ich bin garnicht mehr sicher wann wir das zuerst bemerkt haben. Bewusst angesprochen hat es zuerst Sue, also Sulu Nurmi. Es geht darum dass es bei den Pyrana fast eine kleine Tradition ist, alles mögliche auf den Dächern der Hütten im Lager zu veranstalten.

Heutzutage sitzt man auf dem Dach einer Hütte und plaudert. Oder man setzt sich drauf während man Wache hält. Es gab sogar mal eine Kajira, die hat sich auf das Dach einer Hütte einen Schlafplatz gebaut. Ich kann mich erninnern, dass ich als En, mal eine Rede zu einer unserer Jahrestagsfeiern vom Dach meiner Hütte aus gehalten habe und auch Nicy verhandelte gelegentlich schon mal mit einem Krieger von oben herab, auf ihrer Hütte stehend. Aber woher kommt diese Tradition? Denn eines ist sicher, die Pyrana machen das schon immer so.

Man sagt der Krieg sei der Vater aller Dinge und so ist er quasi auch der Vater dieser kleinen Tradition. Schon während meines ersten Gefechtes, dass ich als Pyrana-Pledge auf Ivalo erleben durfte, sprangen Nicy und Yuna auf ihre Hüttendächer um von Oben auf die Angreifer vor dem Tor schießen zu können.

Klassischer Weise haben die Pyrana eigentlich immer Lager gehabt, bei denen die Hütten in einem Kreis angeordnet waren und drum herum eine Pallisade aus Holz war. Einzige Ausnahmen waren die Lager auf der Sim Turia und Avalon Shores bei denen ein Erdwall weite Teile der Begrenzung stellte.

Die Hüttendächer, die meist über den Pallisadenzaun hinausragten waren somit als Schussposition recht gut geeignet. Die Spitzen der Dächer boten sogar ein klein wenig Deckung. Das führte dazu dass doe Pyrana schon bald dazu übergingen ihre Verteidigungspositionen nach den Hüttennamen zu benennen.

Nicy rief im Falle eines Angriffs: „Esem auf deine Hütte, Nura und Su die hinteren Hütten und Katu auf die links!“, schon wusste jede wo sie beim Angriff zu stehen hatte. Irgendwann bemerkte Sue, im Gespräch mit einer Pledge: „Na auf ihren Hütten, die Pyrana stehen schon immer auf ihren Hütten“. Spätestens da war die Tradition geboren.

In diesem Sinne

Eure
Cori

Mittwoch, 5. März 2014

Was für ein Tag? Soviel zu tun und so wenig Zeit.



Gestern wache ich auf und bin allein im Lager. Bei meinem Rundgang fällt mir auf dass bereits vor Stunden jemand unser Haupttor aufgebrochen haben muss. Die Spuren deuten nicht auf die Rammböcke von Städtern oder Brecheisen von Söldnern hin sondern eher auf die feinsinnigen Werkzeuge die viele Panthermädchen bei sich führen. Da wir gestern gerade erst eine Black Pantherspionin gefangen haben wir, könnten das also die Black Panther gewesen sein.

Ein Tag zum Knutschen.
Gerade komme ich dazu das Tor wieder zu schließen und gehe zurück auf den Wehrgang als ich vor dem Tor zwei Gestalten erkenne. Den Sklavenmeister der Oase der vier Palmen und eine Söldnerin mit einer Maske die ich kürzlich erst verjagt habe. Das bedeutet Ärger denke ich mir und habe es kaum zu Ende gedacht als mir auch schon Pfeile um die Ohren fliegen.

Zwar gelingt es mir den Oasenmann mehrmals Grasfressen zu lassen aber die Söldnerin ist ein anderes Kaliber. Trotzdem, die beiden kommen nicht rein und ich schaffe es nicht sie nieder zu kämpfen. Also überlege ich mir ob ich mich nicht absetzen sollte. Kurz vor dem rettenden Landesteg werde ich gestellt und niedergeschossen. Mist.

Man bringt mich nach Ivalo. Der Sklavenhändler ist wütend weil ich vor zwei Tagen seine Sklavin verwundet habe. Trotzdem behandeln mich diese Leute gut. Kein „Oh du dumme Baumschlampe…“ oder so. Im Gegenteil offenbar will der Oasenmann nur reden und wir einigen uns darauf dass wer uns einen Wegezoll bezahlt und dafür unbeschadet mit seinen Sklavinnen die Straße in Südland benutzen kann. Fast ein Gefühl wie früher als ich noch En war. Große Politik hat mich immer begeistert. Am Ende werde ich freigelassen und spreche noch ein wenig mit der Söldnerin. Ich hasse Söldnerinnen normalerweise. Aber diese hier…nun sie ist was besonderes, wie ich herausfinde. Es fällt schwer sie zu hassen.

Gerade so komme ich zu Hause an und plaudere in der Höhle unseres Lagers mit Bella und Nura, da trifft mich schon wieder ein Pfeil in den Hintern. Alarmiert stellen wir fest dass es sich um die Wüstenleute von Dias Clan handelt. Die sind zwar nur zu zweit, aber in einem eins zu eins Gefecht bin ich beiden unterlegen. Doch dieses mal sind noch Nura und Bella dabei und irgendwo vor dem Tor streift auch noch Loo herum. Hoffentlich haben sie die nicht erwischt.

Nein haben sie nicht. Aufgeregt kommt unser En ins Camp. Zu viert gelingt es uns das Lager zu verteidigen obwohl wir wieder nicht in der Lage sind die beiden Angreifer nieder zu schießen so wie sie nicht in der Lage sind uns alle vier gleichzeitig zu besiegen. Irgendwann ziehen sie sich zurück. Puh geschafft. Gerade will ich Loo über den Deal mit dem Sklavenmeister aus der Oase informieren, da schellt auch schon unsere Handelsglocke. Aber da schicke ich Bella hin….ich bin zu müde.

Sonntag, 2. März 2014

Eine Geschichte wie viele und doch irgendwie einziartig



Gestern hatte ich mal wieder wirklich Zeit und promt kam ein ganz ordentliches RP heraus.
Es war mir gelungen eine Sklavin zu fangen die in Südland alleine durch Weltgeschichte stiefelte. Nachdem wir erst mal ihre Verletzungen behandelt hatten, schickten wir Botinnen zu den Bakah, in die Oase und nach Belnend und luden zu Verhandlungen ein über einen Rückkauf.

Die Verhandlungen wurden von allen Seiten mit den nötigen Ernst und Zeitaufwand betrieben und am Ende kam es sogar zu einem kleinen Wettbieten zwischen den Bakah und den Oasenleuten. Am ende kamen auch noch Nordländer aus einem anderen Handlungsstrang den wir egarde verfolgen dazu. Es war zwar keine außergewöhnliche Geschichte, Spaß hat es aber trotzdem gemacht. Irgendwie mal wieder wir ganz, ganz früher…

Donnerstag, 27. Februar 2014

Ich! Will! Kaiilas!



Alle Mädchen lieben Pferde! Meine Mutter war früher schon ganz besorgt weil ich keine Pferde liebte. Jetzt bin ich erwachsen spiele in Second Life Gor und liebe immer noch keine Pferde. Aber seit gestern liebe ich Kaiilas. Denn ich habe das hier gesehen:

Kaiila mit Reiterinnen
Ja es handelt sich um ein Kaiila, daran ist nix ungewöhnliches bis auf die Tatsache dass dieses Kailla einen Avatarnames-Tag trug, man es via IM ansprechen konnte und es oh Wunder auch wirklich antwortete!

Zuerst dachte ich bei mir: Wow das ist die Lösung für den Überschuss an Sklavinnen! In weclher rolle kann man die Tugenden eine Gorsklavin bitte besser ausspielen: Man bewegt sich anmutig und zugleich stolz, folgt seinem Herren treu wo immer er einen hin führt und man kann sich nichmal beschweren weil eine Kaiila nun mal nicht reden kann!

Prima dachte ich. Alle Terrorbonds und Prinzesschenkajirae zu Kaiilas umschulen und schon könnte Gor wieder Spaß machen.

Dann kam ich mit dem Spieler des Kaiila-Avatars aber ins Gespräch. Er schilderte mir, dass viele ihn erstmal für einen Bot oder Alt halten, aber er spiele seine Rolle eben so wie andere einen Krieger, einen Schmied oder eine Taluna spielen würden. Mit totaler Unterwerfung habe das nichts zu tun.

Da kam ich nicht ganz umhin diesen Spieler dafür zu bewundern. Denn wie spielt man ein Tier? Zumal ein vergleichsweise harmloses Tier wie einen Kaiila? Ich könnte sowas nicht. Ich wüsste nichmal wie ich mich im Spiel mit einem Kaiila verhalten würde.

Vielleicht, und da stimmt das Kaiila mit mir überein, könnte sich der Ruf von Tieravataren auf Gor deutlich verbessern wenn man sich nicht nur auf Kuri, Sleens und Larls beschränken würde weil die so gut kämpfen können.

In diesem Sinne: Ich will mehr Kaiilas!

Eure
Cori

Dienstag, 25. Februar 2014

Paraemoter

Wenn ich mich bei einer Sache nicht entscheiden kann, dann bei der Frage ob ich Paraemoting mag oder nicht.

Was ist damit überhaupt gemeint? Paraemoter oder Pararollenspiel kommt nicht etwa von dem grichischen Wort „Para“ und entspcht somit auch nicht einer Bedeutung wie „neben“,  „bei“ oder „nahe“. Es leitet sich der englischen Bedeutung des ursprünglich grichischen Wortes Paragraph ab und steht somit in der deutschen Bedeutung für „Absatz“.

Ein Paraemoter ist also ein Onlinerollenspieler der seinen Handlungen nicht in einem Satz beschreibt sondern in einem ganzen Absatz. Der nicht ganz abwegige Gedanke hinter einem Emote ist es, die technischen Unzulänglichkeiten der Rollenspielplatform (hier SecondLife) durch geschriebene Ausführungen auszugleichen und so, eine fiktive Situation emotional erlebbar zu machen.

Ein Beispiel dazu: Die plumpe Urspringsvariante und Kernaussage unsers Satzes ist folgende:
Cori: Lust auf Sep?
Klar es klingt in einem Chat besser wenn und weniger platt wenn da steht:
Cori sieht lächelnd zu Dir herüber und fragt: „Würdest Du mich in ein Separee begleiten?“
Das Emote verleiht der ganzen Situation ein gewisses Eigenleben und erhebt sie über den simplen Informationsaustausch. Nun zu den Paraemotern. Da klingt das so:
Cori hält einen Moment auf der menschenleeren Uferpromenade inne, dann fasst sie sich sichtbar ein Herz und schaut den Mann ihrer Träume an. Ihr Mund schenkt ihm ein zaghaftes Lächeln während der sanfte Wind der vom Meer herüber weht mit einigen ihrer kurzen dunklen Haare spielt. Doch in ihren Augen stehten, beleuchtet von den orangeroten Strahlen der untergehenden Sonne, auch die Zweifel geschrieben. Die Zweifel vor Ablehnung vielleicht? Was wenn dieser Mann den sie so sehr begehrt sie abweisen wird? Mit einem Seufzer überspielt sie ihre Unsicherheit und fragt nun mit einem strahlenden fast etwas frech-verwegenem Lächeln: „Was meinst Du? Traust Du Dich mit mir in eine Separee zu gehen?“
Schon habe ich die Situation viel eingehender beschrieben, meine Rolle viel zweifelnder, viel selbstkritischer dargestellt und meinem Spielpartner eine Vielzahl von Ansatzpunkten geliefert die er aufgreifen kann. Alles perfekt oder?

Paraemoting hat auch Nachteile und zwar nicht wenige. Zunächsteinmal braucht Paraemoting Zeit! Habe ich den Urspungssatz in wenigen Sekunden getippt, schreibe ich an einem Paraemote mehrere Minuten. Minuten indenen ich zugleich für die kürzerformulieren Handlungen der anderen Mitspieler praktisch blind bin, denn nur wenige Leute können gleichzeitig Lesen und schreiben und das Geschriebene zusätzlich noch auf die jeweils neue Situation anpassen.

Wenn dann auch noch mehrere Spieler an der Beschreibung so einer Situation beteiligt sind wird es schnell sehr, sehr unübersichtlich und wenn man dauernd noch fünf Minuten auf den nächsten Emote der Gegenseite warten muss zieht es sich auch ganz brutal in die Länge. Zumal man ja den fertigen Text dann auch noch lesen muss!

Meine Erfahrung, die ich sogar mal in einem Test mit Slizzer überprüft habe ist: Paraemoting kann sehr viel Spass machen und eine wirklich knisternde Atmosphäre schaffen solange man nur zu zweit ist. Sobald mehr Leute beteiligt sind gibt es Chaos. Daher lautet mein Credo: Je mehr Spieler da sind um so kürzer sollten die Emotes sein. Der Nachteil an kurzen Emotes ist allerdings dass irgendwie die Emotionen bei einem RP auf der Strecke bleiben.

Übrigens hat sich vor langer Zeit Bart mal Bart mal denkwürdig furios über Paraemoting beschwert und natürlich gabs auch schon in SLinfo Beiträge dazu. Spannend wird es, wenn das Talunajagd-RP welches Kasra in Planung hat wirklich zur Umsetzung kommt. In Kasra finden sich viele freunde des langen Emotes. Es wird interessant zu sehen was passiert wenn man diese langen Emotes versucht mit Meterkampf-Elementen zu verbinden. Ich werde Euch natürlich davon berichten.

In diesem Sinne

Eure Cori