Dienstag, 31. Juli 2012

Digitale Demenz im Sommerloch

Immer wieder stelle ich ja besonders spektakuläre Artikel aus der medizinischen Fachlieratur vor von denen ich glaube, dass sie auch für uns „Gamer“ interessant sein könnten.
Heute früh in den letzten Stunden meines Nachtdienstes las ich einen Artikel in der Ausgabe 7-8/2012 der Nervenheilkunde. Über die digitale Demenz. Selbst Fachkollegen stutzen bei dem Wort meistens und fragen irritiert „was soll dass denn sein?“. Glaubt man aber den Worten des Autors, Prof. Dr. Dr. Spitzer, so handelt es sich möglicherweise um die neue Volkskrankheit schlecht hin mit katastrophalen Ausmaßen.

Demenz, so erklärt Spitzer am Anfang des Artikels beschreibt Syndrome die mit der Abnahme geistiger Fähigkeiten einher gehen ( lat. De = herab; mens = Geist). Der Autor wagt die These, dass die Gesellschaften aller Industrienationen, durch die Nutzung moderner Medien unaufhaltsam sprichwörtlich verblöden und belegt diese These auch hinreichend mit Studienergebnissen.
Zum Thema passender Internetfund
Heute gilt das Konzept der Neuropastizität, also dass das Gehirn sich entsprechend der bestehenden Anforderungen unaufhörlich aus- und umbaut und sich so stetig anzupassen versucht, als gesichert. Je mehr wir unserem Gehirn abverlangen um so mehr Nervenzellen vernetzen sich immer intensiver und feiner. Werden bestehende Verbindungen aber nicht mehr genutzt, werden sie wieder abgebaut. Genau wie mit einem Muskel. Wer ins Fitness-Studio geht und Hantel verbiegt bekommt einen großen Bizeps, wer nur auf dem Sofa liegt und GNTM guckt bei dem nimmt der Bizeps ab und der Bauchumfang zu.

Durch die Vielzahl an elektronischen Medien und ihre immer währende Verfügbarkeit stellen wir immer weniger Anforderungen an unser Gehirn. Früher fand man seinen Weg mit einer Landkarte und las die Daten aus der Landkarte mit seinem eigenen Lesegerät (dem Gehirn) aus und setzte sie mit dem eigenen Rechenmodul (dem Gehirn) zu einer geplanten Reiseroute zusammen und wusste anhand der Markierungen auf der Karte auch wie weit man würde fahren müssen und konnte daran auch abschätzen wann man ungefähr ankommt. Heute hat man ein Navigationssystem im Auto, das sagt einem nicht nur drei verschieden Routen an, sondern berechnet minutengenau die Ankunftszeit und warnt uns von Verkehrskontrollen, Staus und Baustellen. Wir selber müssen nur noch fahren. Tempoeinstellungen werden vielfach vom Tempomat geregelt, früher mussten wir ständig immer wieder zwischen Tacho und Straße hin und her gucken und vor allem immer auswendig wissen wann wir zu letzt an welchem Geschwindigkeitsbegrenzungsschild vorbei gefahren sind. Anstelle eines Gespräches lassen wir uns auf der langweiligen Fahrt von einem Hörbuch berieseln wo wir uns früher eine Stunde mit einem guten Schmöker ins Bett gelegt hätten und mit unserem eigenen Speicherlesegerät (dem Gehirn) die Geschichte aus diesem Speicher (dem Buch) ausgelesen hätten.

Von diesen und ähnlichen Beispielen gibt es hunderte. Wir müssen uns nichts mehr merken weil wir alles als digitalisierte Memos haben. Wir müssen kein Alphabet mehr beherrschen weil wir alles bei Wikipedia eingeben, wir brauchen keine Rechtschreibung mehr weil das die Korrekturfunktion von Jahr zu Jahr besser schafft. Man muss ich fast nicht mehr konzentrieren. Bald werden auch die Onlineübersetzer so gut sein dass wir keien Fremdsprachen mehr lernen müssen.
Wie alles am Körper verkümmert auch das Gehirn wenn man es nicht benutzt. Die Folgen dieser Technisierungswelle sind Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwächen und ein niedriges Problembewältigungsvermögen.
Aber auch die soziale Kompetenz leider enorm unter dem multimedialen Zeitalter.


Laut einer Studie, so zitiert der Artikel, sind junge Amerikanerinnen zwischen acht und zwölf Jahren etwa sieben Stunden täglich online, befassen sich aber nur zwei Stunden täglich mit realen sozialen Kontakten. Aber nur 10% sollen angegeben haben dass ihre online Freunde ihnen positive Gefühle vermitteln. Die Hälfte der Befragten soll sogar negative Gefühle wie Unlust, Selbstzweifel, Langeweile, Einsamkeitserleben, Streit  und ähnliche Erlebnisse mit den online Freunden verbinden.
Das bedeutet, dass digitale soziale Netzwerke keineswegs eine Quelle lebenslanger glücklicher Freundschaften sind sondern uns in Wirklichkeit einsam und krank machen.  


Auf der anderen Seite wissen wir heute auch, so folgert der Autor, dass Menschen die ihr Leben lang geistig gefordert wurden deutlich "kränker" sein können, ohne dass man Symptome verspührt. 

Laut einer Studie, so zitiert der Artikel, sind junge Amerikanerinnen zwischen acht und zwölf Jahren etwa sieben Stunden täglich online, befassen sich aber nur zwei Stunden täglich mit realen sozialen Kontakten. Aber nur 10% sollen angegeben haben dass ihre online Freunde ihnen positive Gefühle vermitteln. Die Hälfte der Befragten soll sogar negative Gefühle wie Unlust, Selbstzweifel, Langeweile, Einsamkeitserleben, Streit  und ähnliche Erlebnisse mit den online Freunden verbinden.
Das bedeutet, dass digitale soziale Netzwerke keineswegs eine Quelle lebenslanger glücklicher Freundschaften sind sondern uns in Wirklichkeit einsam und krank machen.

Auf der anderen Seite wisswen wir heute auch, so folgert der Autor, dass Menschen die ihr Leben lang geistig gefordert wurden deutlich "kränker" sein können, ohne dass man Symptome verspührt. So weisen Erhebungen aus einer Studie darauf hin das Menschen die zweisprachig aufgewachsen sind und diese Sprache immer wieder nutzen mussten erst mehr als 5 Jahre nach der Kontrollgruppe die Symptome einer Alzheimerdemenz zeigten.

Eine düstere Prognose zeichnet Spitzer für die Entwicklung der digitalen Demenz. Laut einen Bericht der Bundessuchtbeauftragten Dyckmans sind rund 250 000 14 bis 24 jährigen Deutschen computerspiel- bzw medienabhängig. Sie verbringen bis zu 18 Stunden täglich vor dem PC und tragen nichts mehr zur Produktivität und dem sozialen Netzwerk unserer Gesellschaft bei. Weitere 1,4 Millionen Menschen stehen durch einen gefährlichen Internetkonsum an der Schwelle zur Sucht.

Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Noch immer wird der Computer in deutschen Schulen als Schlüssel zu sozialer Kompetenz gesehen. Informatik-Stunden sind an den allermeisten Schulen fester Bestandteil der Lehrpläne geworden. In einigen Ländern übernehmen Computer inzwischen das spielen mit Kinder, oder die Betreuung alter Menschen (z.B. Japan) und die Industrie ist nicht dumm.

Immer mehr Kinder werden ganz gezielt angefixt. Die Electronic-Sports-WM dotiert einzelne Disziplinen wie zum Beispiel Counterstrike mit einem Preisgeld von 400.000 US-Dollar (Quelle: Focus). Es gibt Mannschaften, Trainingszeiten, Sponsoren. Fürher ging man mit einer zerdrückten Cola-Dose Fussballspielen oder tauschte stundenlang Sticker heute geht man mit der Maus auf Headshot-Jagd.

Spitzer greift auch heraus dass der Kulturstaatsminister Bernd Neumann kürzlich die Preisverleihung von 50.000 Euro an die Hersteller von „Crysis 2“ einschließlich würdigender Laudatio übernahm und stellt die Frage, was wohl mit einem Gesundheitsminister passiert der besonders gute Zigaretten mit einem Preisgeld von 50000 Euro auszeichnen würde?

Mit anderen Worten: Unsere Jugend und jungen Erwachsenen verblöden zunehmend und die Gesellschaft sieht und spürt es und schaut tatenlos zu. Gerade wir die wir fast unseren Feierabend hier in Secondlife verbringen werden uns fragen müssen ob wir hier in unseren Gruppe und beim gemeinsamen Spiel wirklich das bekommen was wir wollen, ob wir nicht vielleicht schon weit kränker sind als wir es uns eingestehen wollen und wer wenn nicht wir, uns am Ende helfen soll?

Es ist daher zumindest ein Hoffnungsschimmer, dass es noch immer ein Sommerloch gibt wo sich viele von uns doch eher ihrem RL widmen wo sie ihren Kopf wieder benutzen müssen!

In diesem Sinne, geht raus und bleibt gesund!

Eure
Cori 

Sonntag, 29. Juli 2012

In Ami-Gor ist alles besser!

Das hört man häufig darum hier eine kleine Beobachtung dazu, kürzlich im Training sah ich folgendes:

Man sieht eine Armbrust in der Hand ein Schwert am Gürtel. Die Betreffende war insgesamt sehr nett und freundlich und erzählte uns dass sie zu einem der größten Stämme von Gor überhaupt gehören würde. Die Armbrust habe sie sich von einem Outlaw erbeutet und das Schwert einem anderen gestohlen. Panther dürften alles haben was sie stehlen. Hinterher stelle sie uns in Aussicht, dass sie ja mal bei uns vorbei kommen könnte um uns eine ihrer Flaggen ins Camp zu stellen. Dies schien ein großes Entgegenkommen uns gegenüber zu sein, denn schließlich würden Panthermädchen aus den nördlichen Wäldern ja keien Talunas angreifen weil die Entfernung dazwischen zu groß sein. Naja, in Amigor ist eben alles besser...

Samstag, 28. Juli 2012

Besinnlich, bekannt und doch aktuell

Ich möchte Euch heute zum Abend mal was frommes mit auf die Reise durch SL geben. Es ist ein Gebet. Ich selbst habe mich leider nicht immer dran gehalten, wohlgleich ich doch alles hatte was das Gebet erbittet. Angeblich ist es während des zweiten Weltkrieges erfunden worden.

Gott,
gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.


Ich hoffe dass mir das mit in der Zukunft besonders mehr Weisheit beschieden sein möge. Sollte ich mal wieder die Weisheit über Bord werfen, erinnert mich an sie.

Eure
Cori

Keine Gegendastellung...aber irgendwie doch eine.

Gestern Abend erhielt ich eine IM von einer Shark. Sinngemäß schrieb sie, dass es ihr jetzt mit meinem Verleumdungen reichen würde, sie nun ein Ticket an LindenLabs schreibt da ich gegen die Geschäftsbedingungen von Linden und meines Blogs verstoßen würde wenn ich Bilder von ihrer Sim bei mir veröffentliche. Außerdem würde sie am Abend mit den anderen Admins über einen Bann gegen mich beraten.

Es war zu erwarten. Ich wusste dass mein letzter Post nicht unbedingt auf Gegenliebe stoßen würde in dem Moment als ich ihn geschrieben habe. Doch es heist immer dass das Lächeln der Feindin gefährlicher ist als die Schläge einer Freundin. Es liegt wohl in der Natur der Sache dass die Betroffenen leider nur sehr selektiv wahrnehmen was ich schreibe. Die Kritik schmerz, das Lob wird nicht gesehen.

Man kann ja seine Sim durchaus so bauen wie die Sharks es getan haben. Das ist ihr absolut gutes Recht. Sie zahlen die Miete also dürfen sie aufbauen was immer sie wollen.
So wie ich die Sharks nicht zwingen kann es anderes zu machen, so können sie mich aber nicht zwingen das gut zu finden.

Bevor ich allerdings in einen kurzen Text einsteige was ich mir von diesem und ähnlichen Posts erwarte muss ich noch etwas richtig stellen worauf ich freundlicherweise aufmerksam gemacht wurde. So soll es sich bei den Abdeckungen der Schießscharten ausdrücklich nicht um automatische RP-Türen handeln sondern um manuell zu bedienende Öffnungen die „auf“ und „zu“ geklickt werden müssen. Leider kann ich das nicht überprüfen.

Es mag weiterhin durchaus sein, dass auch die Sharks häufig Raids gegen amerikanische Gruppen verlieren und daher die der Brücken-Isthmus die einzige Möglichkeit ist, sich gegen diese Gruppen ernsthaft wehren zu können.

An dieser Stelle sei mir das Argument gestattet, dass US-Amerikaner aufgrund ihrer wesentlich geringeren räumlichen Entfernung zu den Linden-Servern eine deutlich geringere Ping haben, also deutlich schneller reagieren können als Europäer. Des weiteren macht es einen riesen Unterschied ob eine kämpfende Gruppe via Voice kommunizieren kann oder nicht.

Ich selbst habe beobachten können, wie Vertreter der Blackbeards (die übrigens mit dem gleichen Argument der Amiangriffe ebenfalls eine knackige Festung bei sich stehen haben) frustriert abgezogen sind, ich war einmal an einem Rettungsversuch für die Arquana selbst beteiligt wo eine 2:1 wenn nicht eine 3:1 Übermacht keine Sonne gesehen hat (bis die Sim abstürzte) und ich habe zweimal in den gängigen Panthergruppen die Frust-NCs gelesen über solche Simbauweisen.

Für mich persönlich stellt das überhaupt gar kein Problem dar. Jeder kann sich seine Sim bauen wie er will und kann. Und auch eine Sim so zu bauen ist eine Leistung die erstmal erbracht werden muss. Ich hätte dazu wahrscheinlich nicht mal die nötigen Einfälle und die Geduld das alles so hin zu zirkeln. Auch die Idee ein Konzept zu erstellen das eine dezentrale Verteidigung vorsieht, ist durchaus schon mal originell. Das ist unbestritten.

Was sicher aber genau so unbestritten ist, ist die Tatsache dass wir deutschen Goreaner uns vielfach von solchen Bauweisen gefrustet fühlen. Nun kann man sagen: "Dann müsst ihr eben besser kämpfen lernen." Aber es fällt mir schwer zu glauben, dass in einem ganzen Heer aus 30 Panthern keine dabei sein sollten überhaupt erstmal kämpfen können.

Ich habe allerhöchsten Respekt vor den Black Shark Piraten gewonnen. Jeder der mich kennt weiß, dass dieses bei weitem nicht immer so war und nur weil ich diesen Respekt und diese Achtung habe, mache ich mir überhaupt die Mühe. Um so einen Artikel zu schreiben genügt es nicht einafch etwas hin zu tippen. Nein man Beobachten, Bilder aufnehmen, diese beschriften, teilweise was vermessen und am Ende auch schreiben.

Ich schreibe solche Artikel um den betreffenden Gruppen etwas in aller Freundschaft ins Stammbuch zu schreiben. Und heute lautet meine Botschaft an die Black Sharks: "Ihr seid eine gute Truppe ich habe im letzten halben Jahr viele gute RPs mit Euch oder euren Leuten gehabt. Wir wollen mit Euch spielen und ich bin sicher, dass ihr auch mit dem Rest des deutschen Gor spielen wollt. Also seid so gut und nehmt etwas Rücksicht auf uns. Denn nur wo man sich wohl fühlt, da geht man gerne wieder und wieder hin."

Eine Gruppe wir die Sharks aufzubauen und zu führen bringt eine gewisse Verantwortung mit sich. Als ihr euch vor etwa drei Jahren gegründet habt, dachten alle, dss ihr es nicht lange schafft. Eine der vielen Ballergruppen die schnell wieder eingeht. Doch ihr habt Euch gehalten und zählt jetzt mit zu den stabilsten Gruppen von Gor. Doch gerade dieser Erfolg verpflichtet in meinen Augen zu einem verantwortungsvollen und nachhaltigen Verhalten gegenüber den anderen, kleineren und schwächeren Gruppen.
Sollte ich sonst etwas sachlich falsches geschrieben haben. So bitte ich natürlich um Rückmeldungen denn so wie jeder der etwas schreibt möchte ich natürlich, dass die Dinge die ich schreibe stimmen. Ich habe extra gewartet dieses Schreiben zu veröffentlichen damit man mir nicht vorwerfen kann, dass ich die Entscheidungsfindung der Moorland Admins versuche zu beinflussen.

Soweit ich sehen kann, habe ich nicht gegen eine einzige Nutzungsbedingung von SecondLife verstoßen. Auch diffamierend war mein Text nicht denn er lobt am Ende sogar die strategische Baukunst. Alles ws ich geschrieben habe ist letztlich das startegische Gedanken den Bau der Sim vorranig beinflusst haben und dass diese Bauweise durchaus Grund zur Diskussion gibt. Nachdem was mir via IM und in den Kommentaregn zugetragen wird, scheint auch das zu stimmen denn es wird offensichtlich diskutiert.

Wieso man für anerkennende oder wahre Worte einen Bann bekommt ist mir nicht klar. Hier scheint sich der alte Spruch zu bewahrheiten: "Getroffene Hunde bellen." Allerdings frage ich mich natürlich was die anderen reichlich 40 Personen angestellt haben die sich nun mit mir einen Platz auf der Bannliste von Moorland Bay teilen.  

Eure
Cori

Freitag, 27. Juli 2012

Sharks glänzen erneut mit starker Festung

Gestern ging es wohl in der Panther Avanager Group mal wieder heiss her. Irgendeine Arquana war wohl gefangen und es sollte gegen die Black Sharks gehen. Auch wenn diese Panther Avanger Gruppe nicht ganz so mein Ding ist, weil ich nichts von: "Hey wir brauchen Hilfe zum Ballern" halte, muss man doch sagen, dass die Sim der Sharks wohl sehr polarisierend sein dürfte. Die einen werden sie als Meisterwerk der strategischen Simbautechnik feiern, alle anderen gefrustet als schelchten Sommerscherz abtun.
Wieso nur sind die Black Sharks so sehr darauf besessen, stets und ständig die Kontrolle zu behalten? Da haben sie so gute Rollenspieler in ihren Reihen, allen vorran William und dann erlauben sie sich, solche total Ausfälle im Sinne des gemeinsamen Spiels wie eben ihre Sim.

Zunächst sieht alles recht friedlich aus. Bäume einige Hügel, ein schmucker Hafen, ein idyllischer Wasserfall, diverse Häuser und irgendwo eine prominet gelegenen Festungsanlage. Das alles nett garniert mit einigen Enten, Sumpfgras und allem was die goreansiche Flora und Fauna so her gibt.

Doch die Sim hat es mehr als in sich. Die Grundlage eines Erfolges liegt immer im richtigen Terrain. Blendet man die Alphas aus so kann man höhenkorrespondierende Einfärbung der Sim vornehmen.
Dunkelgrün ist hierbei das flachste und Grüngelb die höchsten Punkt. Man kann unschwer erkennen, dass der Feind wie fast standartisiert vom flachen Terrain nach oben angreifen muss. Das alleine verschaft dem Verteidiger bereits einen Vorteil. Die Deckungsmöglichkeiten durch das Terrain sind ausgesprochen schlecht da die meisten Höhenunterschiede keine Abbruchkanten sind sondern eher seicht ansteigen und abfallen. 

Der einzige Weg zur Festung (blau gekennzeichnet) führt über die Brücke. Nun ist es seit der legendären Schlacht bei den Thermophylen eine militärische Binsenweisheit, dass man einen zahlenmäßig überlegenen Feind auch mit kleinen Mitteln schlagen kann, wenn man den Angreifer dazu zwingt durch ein Nadelöhr anzugreifen wo seine personelle Stärke keine Rolle mehr spielt. Was 540 v Christus funktionierte funktioniert heute in Secondlife auch. Während die wahrscheinlich rund 40.000 Perser unter ihrem Anführer Xerxes I. zwischen einem Gebirge und dem Meer auf die heldenhaften 300 spartanische Kämpfer vorrücken mussten, so müssen die naiven wie tollkühnen Angreifer auf Morland irgendwie die Brücke in der Mitte der Sim überqueren. 

Diese Brücke ist selbstverständlich als RP-Tür ausgefertigt was bedeutet, dass man sich drei Minuten in unmittelbarer Nähe der Tür aufhalten muss um sie für die Angreifer passierbar zu machen und dabei auch noch mindestens drei Emotes rufen muss. Das wird in dem Augenblick schwierig wenn man es versucht, denn die Sharks haben sich ihre Sim ja nicht zum Spaß so ausgedacht.

Es gibt Türme auf der Sim die den Verteidigern einen Schussposition von etwa 65m Höhe ermöglichen. Hierbei steht derjenige der diese Brücke knacken will vielleicht von T1 aus unter Feuer, wahrscheinlich vom Salon aus und bestimmt gibt er für Schützen auf der rechten Insel, aber auch für die Kämpfer in den Türmen T4 und T5 ein ausgezeichnetes Ziel ab. Dank long Range Arrows muss man nicht mal besonders fingerfertig sein.

Überhaupt haben es Türme T4 und T5 absolut in sich. Der Schütze selbst feuert durch Schießscharten aus günstiger Position auf den Feind. Die Schießscharten selber sind durch RP-Türen geschützt die aufklappen sobald er sich an die Schießscharte stellt und sich verschließen sobald er einen Schritt zurück geht. Dadurch besteht nicht mal die Chance durch die Schießscharte ins Innere zu schießen und den Schützen über Splesh-Schaden zu treffen. Die Turmbesatzung kann in aller Seelenruhe regenerieren oder GM-Bandage zu sich nehmen. Um so einen Turm also auszuschalten muss man ihn wohl oder übel erstürmen. Hier hat man es natürlich taktisch sinnvoll eingerichtet, dass man die Zugänge für den einen Turm von den anderen Türmen aus beschießen kann. Und auch hier erwartet einen das klassische Lockpick.

Nun könnte man ja als findiger Angreifer auf die Idee kommen, dass man einfach mit Kletterhaken provisorische Übergänge baut. Doch da blockieren die Sharks jegliche Bestrebungen mit einer einfachen Regel: Nirgends darf geklettert werden, außer an der Burg. Damit verfügt man auf Seiten der Verteidiger über einen ausgesprochenen Vorteil. Duch den Fluss schwimmen ist zwar erlaubt, allerdings darf man keine Hügel oder Berge empor klettern. Da die Uferböschungen überall die Kriterien eines Hügels erfüllen, darf man also in den Fluss rein springen (oder fallen), aber theoretisch nicht wieder rausklettern. So oder So die Angreifer müssen über die Brücke. Aber wieso sollte das alles eien Vorteil für die Verteidiger sein? Weil die Sharks durchaus heftig Grapeln. Nur haben sie ihre Enterhaken direkt in das Simkonzept eingebaut. Auf dem Bild mit eingeschalteten Alphas sieht man feine helle Linien. Es handelt sich um gespannte Seile an denen man nach unten rutschen kann. Jedes dieser Seile führt über einen Fluss. Zwar können die Angreifer diese Seile auch benutzen nur kommen sie im Regelfall, da eben nicht so leicht rann.
So gesehen sind insbesondere die Türme T4 und T5 wirklich gute Argumentationsverstärker in einer bewaffneten Auseinandersetzung.

Als letztes Schmankerl ist mir die begehbare Festungsmauer aufgefallen. Doppeltüren sind ja inzwischen nichts besonderes mehr auf Gor und selbst Panthermädchen neigen mehr und mehr dazu ihren Wall mit zwei hintereinander geschalteten Toren zu sichern. Neu ist allerdings dass es in der Mauer zwei Etagen gibt. Sollte der Feind in den Hof einbrechen so gibt es nach innen gerichtete, ebenfalls durch RP-Blenden gesicherte Schießscharten. Um jede Möglichkeit auszuschließen dass einen Panthernagriff erfolgreich sein könnte hat man Metereinstellungen und Regeln als synergisten zueinander gestellt. Die Zero-Splash Einstellung macht mach den Einsatz von Bögen nahezu uninteressant. Denn über die Distanzen von 70, 90 oder 120m einem Gegner so schnell so viele direkte Treffer zu verpassen dass er nicht noch kurz in Sicherheit humpeln kann ist nahezu verschwinden klein. Wir Bart es schon aus einem Feldversuch mit Jorts Fähre beschrieb, geht der Trend auf Zero-Splash Sims weg von der Schusswaffe hin zur Nahkampfaffe. Im Nahkampf sind Schwerter das non plus ultra. Hier haben wir bei den männlichen Piraten Waffen mit 40% Schaden im Einsatz. Frauen (also alle Panther) dürfen nur maximal 35%. Wobei die buchnah spielenden Panther sich auf Jagdmesser mit 20% Schaden und Speere mit 30% Schaden beschränken.

Ein letzter Kunstgriff ist den Piraten in ihren Regeln dadurch gelungen dass alle Emotes die der Angreifer benötig durch drei Emotes beschrieben werden müssen. Das einzige was man aber während des Kampfes unbedingt auch auf Seiten der Piraten braucht, nämlich das Heilen (Aiden) das geht in zwei Emotes.

Solange die Piraten nicht darauf spielen alle Angreifer legen zu müssen sondern einfach nur nicht verlieren, werden sie auf lange Sicht, jedes Gefecht auf dieser Sim gewinnen! Bei uns Panthern hat man das nach zwei Raids bei denen man in ausreichend Übermacht anrückte inzwischen auch gelernt. Was ich nicht verstehe wieso die die Ens der großen Stämme sich immer wieder auf diese Vorführungen einlassen.

Die Black Sharks haben wie eingangs erwähnt durchaus gute Rollenspieler in der Gruppe, die mit viel Einfühlungsvermögen jederzeit einem Handlungsfaden eine neue Wendung geben können. Ich bin sicher, dass es für alle anderen noch angenehmer würde mit den Moorlander Piraten zu spielen, wenn sie sich nicht immer wieder hinter derart ausgeklügelten Festungen verstecken würden.
Aus meiner Sicht haben sie das absolut nicht nötig, da man bei den Seeräubern auch excellente Kämpfer findet. Es wäre also sicher auch eine Option nicht eine Festungsanlange nach der anderen in Betrieb zu nehmen, sondern sich einfach mal auf die eigenen kämpferische Leistungsfähigkeit zu verlassen. 

Der Konstrukteurin dieses strategischen Meisterwerkes muss man allerdings neidlos anerkennung zollen. Mir ist auf den ersten Blick nicht aufgefallen woran nicht gedacht wurde, beim Bau der Anlage. Chapeau!

Eure
Cori