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Montag, 1. August 2016

Es geht voran!



Da schau einer an, es geht vorwärt’s nicht nur, dass wir mal eben die Trafficzahl unserer sim verdoppeln konnten, nein, ich hatte gestern auch gelich mal wieder ein kurzes aber sehr nettes RP.
Dabei traf ich am Steg von Talunaland, in Südland einen Fremden der dort nur herum saß um sich zu entspannen. Obwohl das RP mit ihm an sich sehr stimmungsvoll war und ich fast mal dazu gekommen wäre Cori’s innere Zerrissenheit darzustellen, so musste ich doch schnell bemerken, dass sich an Gor nicht viel verändert hat.

Mein Mitspieler tat gleich zu Anfang einen Ausspruch der deutlich macht wie Panthermädchen in SL-Gor gesehen werden:

XY dreht sich um … und sagt in ganz ruhigen Ton: „Du lass es einfach ich bin nicht in Stimmung mich wieder mit einer Pantherin  anzulegen da kommt eh nur Gebrüll und Ärger raus…“

Erfreulich ist zwar, dass er nicht die Pyrana explizit meinte, aber die Panthermädchen in ihrer Gesamtheit. Etwas das Pantherspielerinnen vor das alte Problem stellt: Entweder spielt man rollenkonform und versauert mehr oder weniger im Wald. Oder man geht aus und muss sich von jedem Heinz anhören wie falsch man spielt. Zumal, und das muss sich wirklich einräumen, die meisten Panther ja in Gefangenschaft eh nur Geschrei und Gezeter veranstalten.

Soweit ich informiert bin sollte man eigentlich als gefangenes Panthermädchen zunehmend auf rollig spielen da Frau ja laut Normanscher Theorie per se auch nicht anders als Männer völlig libidogesteuert ist. Soweit so gut, hätte auch fast geklappt. Hatte es mir sehr schön ausgedacht, ich locke ihn von der Öffentlichkeit am Talunas-Steg weg auf unser Land, dort gebe ich ihm gelegenheit mich einzusacken oder sacke ihn selber ein und hinterher wird es zu einem mehr oder minder erzwungenen Geschlechtsakt kommen, soweit der Plan.

Leider erfuhr ich, nachdem ich den Herren der Schöpfung überredet hatte mir auf unser Land zu folgen, dass dieser dort gebannt ist. Auch meien Einlassung gegenüber der Simleitung blieben erfolglos denn man bestand dort darauf der Deliquent möge selbst vorsprechen um Gnade zu erfahren.

Natürlich kann ich den Standpunkt der Simleitung nachvollziehen, denn auf seinem Land ist nun mal jeder Besitzer gern der Kapitän und hat das Recht zu entscheiden wer dort Gast sein darf und wer nicht.  Andererseits geht es mir natürlich mächtig auf den Keks wenn ich nun mit diesem Spieler mein RP nicht richtig weiter spielen kann, eben jemand anderes was gegen ihn hat. Solche Kleinigkeiten sind in SL einfach mal sehr sehr lästig und nervend aber auch das hat es vor einem Jahr schon gegeben und gibt es wohl auch weiterhin.

Wenigstens sind mir ein paar ganz hübsche Fotos geglückt die ich Euch gerne einstelle.


Fremder: Hört ein paar Schritt die sich nähern und setzt sich gemütlich auf den Stuhl und legt die Beine hoch.


Cori Panthar sieht den Mann am Steg und seine dunkle Kleidung. Ihr ist deutlich anzusehen, dass ihr der Fremde nicht geheuer ist. Auch die Tatsache dass er sich in Anwesenheit einer Jägerin so lässig auf den Stuhl am Steg setzt als gehöre ihm der ganze Fluss samt Wald lassen in ihren Augen entweder auf eine überhebliche Selbstsicherheit oder einr naive Dummheit schließen.

Cori Panthar zieht leise und rasch ihren Bogen: „Hey Du! Fremder!“



Fremder dreht sich um als sie so brüllen muss und sagt dann ganzruhigen Ton: „Du, lass es einfach. Ich bin nicht in Stimmung mich wieder mit einer Pantherin  anzulegen, da kommt eh nur Gebrüll und Ärger raus. Aber schöne Augen hast du ja, dass muss man Dir lassen.


Cori Panthar legt einen Pfeil auf die Sehne als der Fremde keine Anstalten macht auf ihre Aufforderung zu reagieren. Sie legt an zielt kurz und will gerade einen Pfeil auf das Fass abschießen auf dem der Mann seine Füße abgelegt hat, als er doch reagiert. Überrascht von dem Kompliment lässt sie die Waffe sinken: "Was soll das werden....willst....willst Du mich mit deinen schönen Worten verwirren? Sehe ich aus wie einen Kajira die sich über so etwas freut??"


Fremder dreht sein Kopf wieder zu ihr und mustert sie kurz: „Also nein, eine Kajira mit Bogen habe ich noch nie gesehen und nein, ein Kajira die brüllen muss kenne ich auch nicht. Sag mir doch lieber was du vor hast. Willst du mich legen und dann was um mein Hals legen? Willst mich verkaufen  oder was kommt Dir in den Sinn? Ich denke nicht das Du das machen würdest, denn wen eine so schöne blaue Augen hat  und bestimmt ein bezauberndes Lächeln,  kann sie doch nicht so schlimm und aggressiv sein.


Cori Panthar, die es offensichtlich gewohnt ist von Männern nicht weiter beachtet zu werden und auch vieles daran setzt ihre weiblichen Attribute möglichst wenig zur Schau zu stellen kann mit diesem Charme nicht umgehen und beschließt das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken: "Was ich mit Dir vorhabe siehst Du schon früh genug, das verspreche ich Dir. Was willst Du hier? Weißt Du nicht dass dies Talunaland ist? Hier regieren die Bögen und Speere der Jägerinnen!


Fremder erhebt sich und geht auf sie zu, ganz langsam: „Also wenn das so ist, dann muss ich Dich doch beschützen vor diesen aggressiven Talunas, denn so eine zartes Wesen wie Dich  muss man doch einfach  gern haben. Wenn du magst gebe ich Dir auch mein Schwert, damit Du dich sicher fühlst“   Er stellt sich dann vor sie hin und versucht einen besseren Blick auf ihre Augen zu bekommen : „Tal“ sagt er leise,  „mein Name ist N.N. und dein Name ist?“


Cori Panthar geht einen Schritt zurück als der Mann näher kommt. Doch all die Sicherheit, all der tiefe Hass auf die Welt, das Leben, ihr Geschlecht und überhaupt alles, der ihr sonst Kraft gibt und jeden Schritt und jede Handlung mit der Prezison einer Maschiene führt, scheint verschwunden: "Ich...ich heiße Cori...." sammelt sie. "Du...Du solltest bleiben wo Du bist.....ich .....sonst schieße ich, ich kann auf mich allein aufpassen."


Fremder schaut abermals zu ihr und kratzt sich am Kopf: „Das glaube ich, dass du dies kannst und bestimmt bist du auch gut darin, aber lass mir Dir eins sagen. Hätte ich gewollt Dir Leid zuzufügen oder sonst was, dann hätte ich dies schon längst getan genauso wie du Cori. Also steck den Bogen  weg und  lass uns reden ich bin interessiert was es hier alles so gibt.


Cori Panthar steckt tatsächlich ihren Bogen zurück und in die provisorische Halterung in dem Schultergurt und, überlegt und sagt schließlich: "Genaugenommen gibt es hier eigentlich...nichts."


An dieser Stelle betritt meine Stammesschwester Katu die Bühne:


Katu Savira sieht sich um und geht erst mal ein paar Schritte von den Kerl und der Frau (eine andere Spielerin) weg.


Cori Panthar bemerkt Katu und vergisst vor lauter Überraschung erstmal sowohl den Mann der sich offenbar doch nicht als so große Gefahr herausgestellt hat wie angenommen und auch die Frau welche fast mit demselben Schmugglerfloß angekommen ist wie Katu.


Katu Savira zählt ersmal ihre Pfeile und prüft ob das Messer da und leicht zu ziehen ist. Sie sieht sich um und geht erst mal ein paar Schritte von den Kerl und der Frau (eine andere Spielerin) weg 

Cori Panthar bemerkt Katu und vergisst vor lauter Überraschung erstmal sowohl den Mann der sich offenbar doch nicht als so große Gefahr herausgestellt hat wie angenommen und auch die Frau welche fast mit demselben Schmugglerfloß angekommen ist wie Katu.


Katu Savira zählt erst mal ihre Pfeile und prüft ob das Messer da und leicht zu ziehen ist.

Fremder schaut zu Cori und sagt: „Doch hier gibt es etwas, was es kaum noch wo gibt: Ruhe einfache Ruhe  ab und zu kommen zwar nervöse junge  Talunas vorbei und motzen schimpfen  oder wollen Wegezoll haben, aber sonst ist es hier sehr schön


Katu Savira sieht den kerl an und denk sich: „Ruhe? Ruhe sanft…“. Sie läßt die Finger über die Federn der Pfeile gleiten. Abwartend beobachtet sie Cori.


Fremder schaut zu der die gerade aus den Boot gekrabbelt ist: ,,Tal,  na alles am rechten Fleck?“ Er schaut dann wieder zu Cori: „Also wenn du nix dagegen hast, werde ich mich wieder hinsetzen und die Ruhe hier genießen. Wenn du magst setzte Dich dazu und entspanne Dich.“


Cori Panthar muss nun etwas schmunzeln da sie von dem Fremden aus ihren Gedanken gerissen wird: "Nun NAME, das hier ist meine Schwester". Sie deutet auf Katu. Sie hat mich ausgebildet. Wir haben Dinge zusammen erlebt die heute in den Liedern besungen werden an den Lagerfeuern unter den Monden. Ich würde Dir gerne etwas Zeigen, wenn es Dir um Ruhe geht. Traust Du dich oder hast Du Angst vor uns?
 

Dann zogen Katu und ich in Richtung unseres Lagers los und da war das Spiel aus den oben genannten Gründen zu Ende....aber wenigstens gibt es noch RP und ich habe meien Schwester Katu wieder gefunden.


In diesem Sinne
Eure Cori

Dienstag, 27. Oktober 2015

Vier Tage auf Fensalir


Mein RP mit Fensalir ist zu Ende gegangen und ich muss sagen, es war mal wieder fast wie in den guten alten Zeiten. Problematisch war nur, dass ich nicht mehr wie früher den halben Tag Zeit hatte zum daddeln sondern nur sehr sporadisch am RP der Nordgruppe teilnehmen konnte.

Vorbildlich war aber, dass sich immer jemand verpflichtet fühlte mich zu bespielen sobald ich online war. Zunächst die Frau des Clanchefs, die mir Essen brachte. In der bangen Erwartung einer Versklavung vergrub ich meinen Federschmuck, im Schnee bene meinem Käfig, denn diese Federn, das Erkennungszeichen der Pyrana ist jeder Pyrana heilig.

Wenig später tauchte dann der Dorfjarl selbst auf und teilte mir mit dass er kein Interesse daran habe mich in die Sklaverei zu schicken oder zu töten er wäre eher an einer Art Abkommen interessiert. Mit der Verpflichtung am Abend ein Angebot vorzulegen ließ er mich schließlich wieder allein. Bald darauf kam seien Frau wieder.

Da ich schon einiges über sie erfahren hatte bot ich ihr zum einen die Standartwährung der Panther, nämlich Leder und Felle an, was der Nordländerin nur einen genervten Seufzer entlockte. Mit meinem Ausweichangebot allerdings konnte ich punkten. Ich bot an, dass wir Duftöle, welche wir aus den geheimnisvollen Pflanzen des Urwaldes gewinnen, und Seifen liefern würden. Ein Angebot von dem ich mir bei einer ehemaligen Taharibewohnerin einen gewissen Effekt erhoffte. Tatsächlich schien ich hier ein offenes Ohr zu finden und sie versprach das Angebot mit dem Dorfjarl zu besprechen.

Der nächste Besucher an meinem Käfig war der Dorfschmied. Ein Mann von dem mir bereits gesagt worden war dass er unberechenbar sei. Also musste ich mich vor ihm in Acht nehmen. Es gelang mir ihn dazu zu überreden mir an einer Leine etwas Auslauf zu gewähren. Er schien von der Idee angetan mich doch eher in das Sklavenarsenal des Dorfes zu integrieren. Zum Glück konnte ich von den bereits laufenden Verhandlungen mit der Dorfführung berichten und so einer sofortigen Versklavung zuvorkommen.
Als letzter Besucher kam dann einer der beiden Krieger an meinen Käfig der ursprünglich an meiner Gefangennahme und Verschleppung beteiligt war. Er hatte von meinem Angebot gehört und forderte dass ich zu den Seifen und Ölen noch Honig geben solle, dann wäre meine Freiheit erkauft. Noch während wir verhandelten hatten meine Schwestern in Verkleidung endlich das Dorf im Norden ausfindig machen können indem ich gestrandet waren und versuchten nun möglichst unauffällig Erkundigunken über das Dorf und die mögliche Stärke des Gegners einzuholen und eine eventuelle Verhandlungsbereitschaft abzuklären.

Da ich mich mit dem Krieger aber gerade auf die Seife, Öl und Honig verständigt hatte, schlugen die Nordleute alle Avancen der verkleideten Jägerinnen aus und brachten mich, nachdem die Pyrana abgezogen waren zum Handelsposten nach Südland. Dort bekam ich eine Hand Zeit um die abgemachten Handelsgüter am Handelsposten zu deponieren.

Zurück im Lager war die Freude meiner Schwestern groß mich gesund wieder zu sehen. Meine Freude war hingegen dadurch begründet, dass wir seit langer Zeit mal wieder so etwas wie eine wirkliche Gruppe waren.  

Fazit: Leider bin ich nur wenig auf der Sim rum gekommen. Aber das was ich gesehenhabe war wirklich stylisch gebaut. Die Gruppe selbst scheint ein gutes und stabiles Gruppeninternes RP zu pflegen und geht auch aktiv auf Gefangene und Besucher zu. Erfreulich ist, dass es nicht permanent um Odin und Metsaufereien geht. Ich hatte den Eindruck dass dort jeder seine Rolle spielt und sich um die für seien Rolle spezifischen Aufgaben kümmert. Insgesamt hat man das Gefühl ein gerngesehener Spielpartner zu sein. Zum Kampfverhalten der Fensalir kann ich nichts sagen, denn der eine kurze Kampf am Anfang war nicht representativ. Wer also stimmungsvolles RP sucht sollte sich die Fensalir mal ansehen. Man sollte allerdings auch Zeit mitbringen, denn nahezu die ganze Gruppe übt sich im Paraemoting. In meinem Fall, wo es viele 1:1 Gespräche gab eine wirklich tolle sache. Wie es ist wenn vier oder Fünf Spieler gelichzeitig was besprechen kann ich nicht sagen.

Freitag, 23. Oktober 2015

Fensalir und Hunger auf mehr



Saria balancierte mehr schlecht als recht einen Krug, eine Schale und ein Bündel Felle zur Dorfmitte. Trotz der Tatsache, dass sie seit einigen Ahn auf den Beinen war, war ihr anzusehen dass sie ein Morgenmuffel war.  Sie stellte ihre Utensilien vor dem Käfig ab, legt beide Hände an die Stäbe und steckt die Nase zu der Gefangenen hinein. "Wie geht es dir?". Es war eine einfache Frage, kein Gruß, keine Bemitleidung. Einfach nur eine Frage.

Cori lehnte zusammen gekauert in einer Ecke des Kennels, die Kapuze des Überwurfes den man ihr zur Verfügung gestellt hatte, weit über den Kopf gezogen und die Hände in den Ärmelaufschlägen vergraben. Sie hatte doch tatsächlich in der Kälte etwas Schlaf finden können. Erholsam war es allerdings nicht gewesen. Ein leises Knirschen verriet ihren, vom Leben im Urwald geschärften Sinnen, dass sich jemand über die dünne Decke des Neuschnees näherte. Als sie kurz darauf angesprochen wurde und es eine freundlich klingende Frauenstimme vernahm, hob sie doch den Kopf und bemerkte wie steifgefroren sie doch war. Sie schaute die Frau vor dem Käfig an und brummte: "Blendend."

Saria legte ihren Kopf zwischen die Fäuste, mit denen sie die Stäbe umschlungen hielt und schaute das Waldweib an. Ein leichtes, süffisantes Lächeln formte ihre Lippen als sie die knappe Antwort vernahm.  "Wir nehmen nicht sehr oft Gefangene, deshalb musst du uns die spärliche Einrichtung deiner Behausung verzeihen." Ob das nun Sarkasmus war oder eine tatsächliche Entschuldigung blieb unklar. Es war allerdings eine Tatsache, dass Fensalir selten Gefangene nahm. "Du musst die Männer ordentlich gereizt haben." Frage oder Feststelltung? Sie löste die Hände von den Stäben und ging in die Hocke, griff sich den Krug, der bis zur Hälfte mit Verrmilch gefüllt war. Zwar war es unüblich die wenige Verrmilch des Winters für Gefangene zu  verschwenden, aber die fetthaltige Flüssigkeit würde das Weib bei Kräften halten. Vorsichtig drehte sie das Gefäß und probierte ob es durch die Gitterstäbe passte.

Cori versuchte mal probehalber die Beine aus zu strecken in denen sie kein Gefühl mehr hatte und verzog das Gesicht, als das Gefühl in Form von tausenden kleinen Nadelstichen langsam in die Gliedmaßen zurück kehrte. Insgesamt kein Zustand den sie nicht kennen würde. Jedes ihrer Organe schien sie vor Missständen zu warnen. Ihre Kehle rief nach Wasser, der Magen nach Nahrung, die Muskeln nach Bewegung und die Finger und Hände nach Wärme. Mit einem Ohr vernahm sie die Worte ihrer 'Betreuerin'. Was spielt das jetzt für eine Rolle? Jetzt muss ich erst mal am Leben bleiben, dachte sie bei sich: "Ist schon in Ordnung. Ich würde Euch auch nicht besser behandeln wenn ihr meine Gefangenen wäret. Wie heißt Du?"

Saria schaute ruckartig auf und fixierte Cori mit einem Blick, der für Fremde kaum zu deuten war. Aye, niemand wäre besser zu ihr. Niemand war besser zu ihr. Denn vor nicht allzu langer Zeit saß sie auch in einem Käfig, allerdings in weit milderen Gefilden. Port Lydius. Sie schüttelte kurz den Kopf und die Gedanken fort: "Saria." sagte sie knapp und gab den Versuch, den Krug durch die Gitterstäbe quetschen zu können auf und schaute sich nach einer Alternative um. "Ich bin das Weib des Dorfjarls.", fügte sie noch hinzu und entdeckte nebenher bei den Tieren einen hölzernen Becher.
Er war schmutzig, hat Risse und war wohl nicht grundlos hier unachtsam liegengelassen worden. Also hockte sie sich hin, griff eine Handvoll Schnee und versuchte das Gefäß notdürftig zu reinigen.

Cori versuchte wackelig aufzustehen, was gar nicht so leicht war wenn man seine Beine nur zur Hälfte fühlen konnte. Nebenbei versuchte sie permanent ihre Fäuste zu öffnen und zu schließen. Wahrscheinlich gab es jetzt was zu Essen. Wäre blöd wenn sie es verschüttete weil sie nicht richtig zupacken konnte. "Da schickt man also die Frau des Ubars um bei mir nach dem Rechten zu sehen, wenn das mal keine Ehrerbietung ist, hm?" Sie haucht auf ihre Fingerkuppen: "Wo bin ich hier überhaupt? In meiner Kabine gab es leider keine Seekarte."

Saria kräuselte die Nase leicht während sie den Becher reinigte und steckte selbige kurz hinein um auch eine Geruchsprobe von dem Gefäß zu nehmen. Schließlich befand sie den Zustand als in Ordnung, zumindest für die Bewirtung einer Gefangene. "Geschickt hat mich niemand. Nenn es eine milde Gabe von mir, dass ich dir etwas bringe." Sie lächelte etwas, schaute kurz zu Cori auf und befüllte den Becher mit der Milch. Diese war allerdings nicht mehr heiß sondern allenfalls lauwarm. "Hier, es gibt noch mehr davon. Trink langsam." Sagte sie und streckte dem Waldweib den Becher entgegen ohne sie eine Ihn aus den Augen zu lassen.

Cori griff nach dem Becher und setzte ihn vorsichtig an die Lippen. Sollte das leicht säuerlich richende, milchige Getränk darin vielleicht vergiftet sein? Ach iwo, wenn man sie hätte umbringen wollen, hätten man das leichter haben können. Vorsichtig trank sie und das gerade mal zimmerwarme Getränk kam ihr fast wie heißer Paga vor. Schließlich bemerkte sie den Blick der Nordländerin: "Hast Du Angst, dass ich Dich mit einem Blitzstrahl aus meinem Arsch töte? Du kannst mich genau so gut aus diesem Käfig lassen. Wo soll ich denn hin? Ich hab keine Ahnung wo ich bin, geschweige denn wie ich nach Hause komme. Und selbst wenn ich das wüsste, hätte ich immer noch keine Waffen und keinen Proviant für die Reise. Schon gar nicht im Norden wo alles voller Eis und Schnee ist. Also, hör auf mich an zu sehen als würde ich kleinen Kindern den Kopf abbeißen."

Saria neigte den Kopf zur Seite und lies die Wut, die sich gerade entlud über sich ergehen. Ein paar Ihn, nachdem der Schwall verebbt war, brach sie ihr Schweigen: "Du bist hier in Fensalir, Weib. So weit weg von deiner Heimat, dass ich an deiner Stelle keine großen Reden schwingen würde, denn du wirst es hier noch eine Weile aushalten müssen.", sagte sie ruhig, hockte sich abermals auf den Boden und schob die Schale mit den Brotscheiben durch die Stäbe: "Ich hege dir gegenüber keinen Groll. Du warst lediglich ein wenig übermütig wie mir scheint. Was bei den falschen Männern durchaus ungesund enden kann. Also hier, iss und trink." Sie erhob sich, begann an ihrer Tasche, die am Gürtel angebracht war umständlich herum zu nesteln, zog am Ende ihres Tuns die Hälfte einer geräucherten Wurst hervor. Abermals schaute sie Cori an: "So lange du meine Familie nicht bedrohst, hast du von mir nichts zu befürchten."

Cori stellte den Becher zur Seite, vorsorglich an eine Stelle die man von außen nicht erreichen konnte und schnappte sich dann das Brot. Langsam schien ihre gewohnte Beweglichkeit wieder in die Arme und Beine zurück zu kehren. "Die Leute nennen mich Crow, im südlichen Dialekt sagt man auch Krähe. Ich habe nicht vor deine Familie zu bedrohen. Warum sollte ich das tun? Schließlich versuche ich nur, mich irgendwie durchzuschlagen. Genauso wie Du." Sie machte eine kurze Pause und versuchte ein Lächeln, aber dafür war ihr einfach noch nicht warm genug und so blieb das Lächeln genau wie das Wetter - kalt. "Was passiert jetzt mit mir? Wartet Ihr ab bis ich zu einem Eiszapfen geworden bin?"

Saria betrachtete den Käfig ausgiebig und verdrehte die Augen. Sie selbst hatte den Männern vorgeschlagen das Weib in der Halle festzumachen, aber dass man ihren Worten kein Gehör schenkte war keine Ausnahme. "Es wird wohl noch eine Weile dauern bis du zum Eiszapfen wirst. Und ich kann mir nicht vorstellen dass den Männern daran gelegen ist dich in Eis zu verewigen. Jedoch was mit dir passieren soll, kann ich Dir nicht sagen." Sie schob die Schultern hoch und drückte damit ihre Unkenntnis aus. "Eine Krähe also. Was macht Dich zu einer Krähe? Warum trägst du diesen Namen?", fragte sie neugierig und beäugte das Weib. Wohl auch ein wenig kritisch, sozusagen mit den Augen eines Kräuterweibes, dass sie mal war, bevor sie die Gefährtin Aegirs wurde.

Cori kaute langsam und besonnen auf dem Brot herum. Jeder wusste, dass es anfing süß zu schmecken, wenn man es lange genug im Mund behielt. "Ich habe keine Ahnung. Irgendwann hatte ich diesen Namen eben. Vermutlich weil ich so hübsch bin." Die Ironie und der Sarkasmus in ihrer Stimme war nicht zu überhören. "Kommst Du aus dem Norden?"

Saria begann nach und nach die Felle auszurollen und breitete sie vor dem Käfig aus. "Aye, nein, eigentlich nicht ... ". Die Frage überraschte sie, denn sie dachte dass sie schon so lange im Norden lebte, dass man ihr die Tahari nicht mehr ansehen konnte. "Ich bin geboren und aufgewachsen als Angehörige der roten Kaste.", fing sie zu erzählen an ohne sich dabei etwas zu denken, denn ein Teil in ihr war darauf einfach sehr stolz, Norden hin oder her. Sie hob ein Fell nach dem anderen an, steckte sie oben am Käfig fest um die Seiten abzudecken und das Innere vor dem Wind zu schützen. "Das wachsame Auge einer Krähe. Wobei Krähen auch nach allem picken was sie bekommen können.", begann sie über den Namen zu spekulieren.

Cori schaute versonnen in ihren Milchbecher und trank abermals einen Schluck: "Ich hatte auch mal eine Kaste und einen Heimstein. Aber keine von den hohen Kasten. Schon erstaunlich was das Leben so aus uns macht, hm? Sieh Dich an. Du könntest jetzt Ubara sein und über eine Oase herrschen. Statt dessen frierst Du dir hier am Ende der Welt die Milchbeutel ab. Und ich? Naja ich hätte es vielleicht zur Gefährtin eines Tarnreiters von Treve gebracht und würde jetzt Sklaventänze auf Triumphfeiern organisieren. Statt dessen….mann was für‘n Scheiß" Die Jägerin war unvermittelt wieder in die billige Gossensprache der Trever verfallen.

Saria runzelte die Stirn in viele kleine Fältchen. Die Worte der Krähe verärgerten sie sichtlich. "Schweig, ist besser für Dich!", raunzte sie das Weibsbild an und trat einen Schritt vom Käfig zurück. "Was weißt du schon von meinem Leben. Ich habe dieses hier selbst gewählt, denn ich bin lieber die Hälfte eines Umlaufs am frieren als mit meinen Hintern in einem Seidenkissen platt zu sitzen, also denk nicht dass alles schlecht ist. Und eines sag ich dir noch…". Sie streckte Cori die Wurst durch die Stäbe und wartete ab bis diese ihr das gute Stück abgenommen hatte. "…Du hattest noch Glück im Unglück, denn es hätte Dich schlimmer treffen können als hier in Fensalir festzusitzen." Hier bei war sie sich unsicher, direkt nachdem sie den Satz ausgesprochen hatte, der Schmied war doch etwas unberechenbar und sie hatte keinerlei Einfluss auf ihn. 

Cori nickte und hob beschwichtigend die Hände: "Schon gut, schon gut Saria. Ist deine Sache." sie winkte die Frau näher an die Gitterstäbe und sagt dann leise: "Hör mal, Du und ich, wir wissen beide dass ich hier nie wieder weg komme. Ich will hier aber auch nicht im Dreck rum rutschen. Wenn ich schon hier bleiben muss, dann kann ich mich doch auch nützlich machen oder? Ich kann zum Beispiel lesen und schreiben. Oder ich könnte Fischen, das wird doch hier nicht anders sein als im Süden. Vielleicht kannst Du ein gutes Wort für mich einlegen, hm?"

Saria grinste schief und anstatt näher zu Cori zu gehen entfernte sie sich einen Schritt: "Ich mag vielleicht so früh morgens etwas schwerfällig sein, aber denk nicht das ist dumm bin." Sie tippte sich an die Stirn und lacht auf. Dann winkte sie noch kurz und wendete sich ab um zu gehen, ohne eine Antwort abzuwarten.

Fazit:
Lange Paraemotes die sich in einem 1:1 RP super machen. Insgesamt hat mir das RP Lust auf mehr gemacht. Ich hoffe die Sozialstruktur des Dorfes in Erfahrung bringen und vielleicht für mich nutzen zu können. Vorausgesetzt ich bleibe lange genug am Leben. Das Winteranbiente der Sim ist super geamcht es wirkt irgendwie wirklich alles nicht kalt und romantisch, sondern einfach nur klat, grau, diesig und trostlos dort (...für eine Südländerin). Das OOC/IM-Verhalten der Fensulfir ist bisher spitze. Der Kampf war bisher fair. Mal sehen wie es für Cori weiter geht...