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Donnerstag, 24. Oktober 2013

Corcyrus



Wenn man im RL schlecht drauf ist soll man Biographien lesen. Wenn man in SL schlecht drauf ist gehen die einen sinnlos raiden, die anderen gucken sich neue Sims an. Das habe ich gestern getan und die Wahl fiel auf Corcyrus.

Die Stadt aus der Vogelperspektive
Persönlich hatte ich von der Sim noch nie was gehört und auch die gelisteten Admins  Lucky Tabak, CassySue, Jeany McAndrews warn mir bisher völlig unbekannt was dafür sprach dass sie mir vor allem noch nicht negativ aufgefallen sind. Es verspracht also ganz unterhaltsam zu werden. Schön ist auch, dass man hier den simeigenen Blog findet. 

Vom Landepunkt der netterweise mal nicht mit dem üblichen Piratenschiff gestaltet ist, sondern wie eine Handelsstraße, führte eine Straße in die offen gebaute Stadt. Alsbald stößt man auf zwei Primkrieger. Wenn man sie passiert verkünden sie recht eindeutig:

[08:57]  Stadtwache spricht .... whispers: Die Wache nimmt dir deine Fernwaffen ab. Wenn du angreifen möchtest, dann musst du erst die Wache nieder schiessen!

Umgeht man die Wache gelangt man bald zu Stadtgrenze. Positiv ist mir aufgefallen dass sich die Bewohner, in meinem Fall ein Schmied und eine Händlerin und später ein Krieger auf Besucher zubewegen. Man steht nicht festgewachsen afk in seiner Bude sondern geht raus und sucht das Rollenspiel mit den Besuchern.

So kam ich dazu die verunsicherte in die Enge getriebene Pantherkundschafterin zu geben, die im Verlauf des Gespräches versucht die Möglichkeiten eines Handels auszuloten. Was mir auch in einem ersten Gespräch ganz gut gelungen ist.

Sehr positiv fand ich dass der hinzugekommene Krieger mich nicht direkt versklavt hat und es auch sonst keine Abfälligen Bemerkungen wie „Tal Wilde/Waldmuschi/Baumbumserin“ gab. Die Emotes waren im allgemeinen recht kurz, dafür gab es einen zügigen Spielfluss und alle Impulse die ich setzte wurden auch von meinen Gegenspielern aufgegriffen und weiterverwertet. Ein Beispiel…

[09:33]  Cori Panthar reißt plötzlich die Augen auf und deutet auf einem Punkt am Horizont hinter den drei Stadtbewohnern: Bei allen Priesterkönigen...was ist DAS?!?!?!
[09:34]  Händlerin dreht sich erschrocken um und starrt hinter sich
[09:34]  Cori Panthar nutzt die kurze Ablenkung um sich um zu drehen und davon zu rennen.

Landschaftlich verbergen sich zwar keinen Diamanten im Simaufbau, aber es ist alles solide durchdacht, die wichtigen Spielstätten sind vorhanden und alles ist von einem recht schönen Landschafts-Surrounder umgeben. Hier ist mir aber aufgefallen dass man das Ufer zum Fluss wirklich mit etwas mehr Liebe zum Detail hätte gestalten können (Im oben stehenden Bild rechts zu sehen) als einfach eine gerade Kante hinzustellen. 

Regiert wird Corcyrus von einem Triumvirat aus Administrator, Stellvertreter und einem Gewählten Volksvertreter . Sehr Auskunftsfreudig zeigte sich der Administrator Kamchak. Er berichtete dass Corcyrus gute Beziehungen sowohl zum Süden als auch zum Norden habe, da sowohl Südgoreaner als och Nordleute sich in der Stadt nieder gelassen hätten.

Auch wenn die Prims nicht ganz sitzen: So sehen Sklaven aus!
Die meisten Rollen scheinen Besetzt, Schmied, Händlerin, Heiler, Baumeisterin sogar einen Richter gibt es. Ein echtes Lob verdient die Kajira Kashimah, für ihre Avatargestaltung: Genau so stelle ich mir eine Gor-Sklavin vor! Leider bin ich nicht mit ihr ins Spiel gekommen um zu testen ob sie auch so spielt wie sie aussieht.

Verbesserungspotenzial haben die Stadtbewohner vielleicht noch was die Kleidung angeht, wenn die Händlerin in einem weißgoldenen Kleid auftreten und der Krieger eine rote Tunika trüge würde eine wie ich vor Verzückung fast schwach werden.

Corcyrus ist aber in jedem Fall eine Reise wert und ich werde bestimmt wieder kommen.

In diesem Sinne 

Eure 
Cori

Dienstag, 15. Januar 2013

Hoffnungsvolles Projekt: Die Black Rock Outlaws

Kürzlich lud mich eine Freundin ein, ihre Sim zu erkunden. Sie sagte man wolle dort langsam und gründlich wieder gutes Nordland RP aufbauen. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen.
Als wir dann dort waren zeigte sich, dass der Weg zum perfekten Nordland RP wohl noch weiter ist als gedacht. Die Rede ist von den Black Rock Outlaws und ihrer halben Sim auf Chaisuki.

Kleine Übersichtskarte
Zusammen mit Loo, Aesa, Syri, Kara und Sun hatte ich mich auf den Weg gemacht. Die Sim an sich ist recht hübsch anzusehen. Das Gelände ist recht zerküftet und der Angreifer gelangt durch einen hohlen Baumstamm auf eine Art Hochpalteau (gelbe Ebene). Deckung gibt es hier eigentlich nicht, bis auf eine dicke Eiche die genau in der Mitte des Plateaus steht.

Deckung braucht man hier aber auch nicht, denn die Black-Rock-Outlaws spielen fair genug dass sie die wichtigen Informationen die sich in ihrem Dorf begeben per gerufenem Emote mitteilen.

Als wir  uns beispielsweise anschlichen, kam eine der Outlaws vom Steg und lief direkt durch unsere Gruppe durch. Natürlich berichtete sie im Dorf über die Sichtung und wir bekamen das gemeldet indem diese Unterhaltung fast vollständig gerufen wurde.
[2013/01/13 11:36]  Outlaw-Chefin: Gut möglich sagt sie auf page´s frage hin *.hierher verlaufen sich nicht oft leute...*erzähl mal wie sahen die denn aus*...
Über die links gelegene Bergflanke kann man sich, sofern die Outlaws mit spielen, und das taten sie bei uns, über einen zweiten hohlen Baumstamm in ein Tal (blaue Ebene) hinab begeben, welches nach Links hin als vorgelagerter Graben dient und nach Rechts zum dem Aufgang führt der schließlich vor dem Tor (Tor1) endet. 

Normalerweise wäre so ein Graben die perfekte Stelle für einen Kletterhaken, denn schließlich ist der Graben nur sehr schwer bis gar nicht einsehbar, aber da kommt einem auf dieser Sim wieder diese neue Masche in die Quere die den Einsatz von Kletterhaken per se verbietet.

Nachdem wir uns also bis zum Haupttor vorgeschlichen hatten, fing eine unserer Schwestern mal probatorisch an dieses per Dietrich zu öffnen. Um nun sofortige Gegenmaßnahmen der Verteidiger am Tor zu unterbinden ging ich zurück zum Hochplateau und eröffnete mehr oder minder unmotiviert das Feuer um so möglichst viele Verteiduger an der roten Verteidigungslinie zu binden. Was mir dank Loos Hilfe auch gelang wobei ein läberer wilder Schusswechsel entstand.

Inzwischen hatten sich die anderen durch Tor1 und Tor2 „gedietricht“ und eine der Outlaws rief ihre Kampfgefährten zum Rückzug. Ich rannte also wieder zum Tor vorbei an der verwundeten Aesa, doch aktuell war keine Zeit sie zu versorgen, drinnen sah ich gerade noch wie die Outlaws sich in die Langhalle zurück zogen.

Zwar hätte ich noch durch die offene Tür ins Innere rennen können, aber ich konnte nicht erkennen ob auch schon andere Schwestern in die Halle vorgerungen waren. Um mich auf so engem Raum, allein mit einem Bogen, mit mehreren Outlaws mit mindestens einem Schwertkämpfer anzulegen, dazu fehlte mir schon die Traute.

Das Tor zur Langhalle fiel krachend ins Schloss. Ich rief Loo zu, dass sie sich um Aesa kümmern sollte die irgendwo am Aufgang zusammen gesackt war. Ich selbst sicherte das Tor zur Langhalle ab falls die Nordländer einen Ausfall wagen würden, doch nichts der gleichen geschah, im Gegenteil machte es den Eindruck als würde es im Inneren immer ruhiger.

Als wir alle Schwestern wieder beisammen hatten, merken wir das Syri fehlte. Doch bevor wir sie suchen konnten hörten wir schon ihre verzweifelten Hilferufe leise zu uns dringen konnten aber nicht sagen woher.

Also brachen wir das Tor zur Langhalle auf (Die dritte an dem Abend) und stürmten in das wie verlassen daliegende Innere. Kara fand recht schnell im Küchentrakt eine Falltür die wir ebenfalls öffneten, (ich weiss garnicht ob man die Lockpicken musste, jedenfalls Tür Nummer 4). Also stürmten wir in den Keller, und fanden dort eine Weitere Falltür (Tür Nummer 5) vor, die allerdings offen stand.

Diese führte auf einer Treppe nach unten zu einem kurzen schlauchartigen Gang der vor einem Gittertor (Tor Nummer 6) endete. Dahinter zeigte sich eine geräumige und recht hohe Höhle die unter der Decke mehrere mensadenartige Vertiefungen hatte. Während wir noch versuchten durch das Tor zu spähen wurde plötzlich aus eben diesen Mensaden-Dingern auf uns geschossen.    

Also fingen wir an auch diese Tür auf zu brechen, denn wir hatten direkt an der gegenüberliegenden Wand einen kleinen Durchgang im Felsen ausgemacht von dem wir vermuteten, dass dort der Aufgang zu dem Wehrgang hinter den Mansaden lag.

Freilich waren wir hinter unserem Gitter in einer denkbar schlechten Position, denn immer wenn wir schießen wollten mussten wir ganz nah an das Gitter ran gehen und waren damit eine leichte Beute für Geschosse die auf uns nieder regneten, andererseits versperrte zumindest mir dauernd irgendein Stück Gitter die Sicht auf die Verteidiger.

Als wir das Tor endlich geknackt hatten Stürmten Kara und Loo vor zu dem kleinen Durchgang während die anderen die Ballustraden unter Feuer nahmen. Kara und Loo fanden tatsächlich rechts hinter dem Durchgang einen Aufgang der erneut mit einem Gitter (Tor 7a) gesichert war und machten sich sofort daran dieses zu öffnen.

Nun kam die sonderbare Überraschung denn plötzlich schloss sich der Durchgang durch eine tonnenschwere Steintür (Tor 7b) und schnitt die Beiden von unserer Gruppe ab. Natürlich versuchte ich verzweifelt auch diese Tür auf zu bekommen bekam aber die Systemmeldung dass ich erst ab Level 5 die Berechtigung hätte Tür zu Lockpicken, dieses Tor würde also für immer verschlossen bleiben für mich.
Verhandlungen am Tor

Loo und Kara wurden ohne Platz zum Manövrieren natürlich binnen Sekunden nieder gemacht. Aber das lenkte das Feuer von der Haupthöhle ab, so dass ich Sun versorgen konnte die beim Erstürmen der Höhle voll ins Sperrfeuer gelaufen war.

Diese war vor einer vergitterten Tür (Tor Nummer 7c) zusammen gebrochen die auf der anderen Seite des felsverschlossenen Durchganges einen zweiten Ausgang aus der großen Haupthöhle bildete, dahinter konnte man einen weiteren schlauchartigen und leicht gekrümmten Gang erkennen.

Ab jetzt waren wir in der Unterzahl, Aesa die nicht mehr kampftauglich war zog sich ins Camp zurück und so bleiben Sun und ich allein. Wir hebelten also auch diese Tür auf folgten dem Gang und kamen zu noch einem Tor (Tor8) das auf einen kleinen Durchgang mündete und hier konnte man rechts des Tores zwischen verwinkelten Felsen Bewegungen aus machen.

Während Sun mir Feuerschutz gab quälte ich meinen Speer noch einmal und brach auch dieses Tor auf. Als es offen war ignorierten wir den Gang der nach Links führte und folgten den schemenhaften Bewegungen die wir rechts gesehen hatten.

Hier wartete die nächste Tür, ich glaube aus Holz war sie, auf uns (Tor9). Dieser Tür vorgelagert war ein kleines Labyrinth angelegt indem sich Sun verirrte und direkt von den beiden Wachleuten nieder gemacht wurde die dort lauerten. Man hat dort absolut keine Chance solange die Verteidiger nicht schlafen.

Null Platz zum manövrieren, Speere gegen Schwerter und man hat ständig irgendwen im Rücken. So kamen wir nicht mehr dazu Tor 9 aufzubrechen und ob es ein Tor 10 oder 11 gegeben hätte werden wir nie erfahren.

Wieder einmal fühlten wir uns nicht in einem fairen Kampf besiegt sondern einfach nur hinterrücks ausgetrickst. „Seht mal wir haben euch eine Falle gestellt“ schien die ganze Szenerie zu sagen. Als ich meinen Unmut darüber meiner Freundin mitteilte, denn mir waren wirklich die geistreichen Emotes zum aufbrechen von Türen ausgegangen, versuchte sie das Argument dass sonst Raidgruppen mit bis zu 25 Mann hier ankämen, und den Kennel zu stürmen wäre doch gar kein Problem, man müsste ihn nur kennen. 

Das Argument ist so sinnvoll wie „Es ist nicht schwer im Lotto zu gewinnen, man muss nur vorher die Gewinnzahlen wissen und die dann ankreuzen...“, ich denke es wird klar was ich sagen will oder?

Nun egal. Im offenen Gefecht, Bogen gegen Bogen, hatte ich das Gefühlt dass dort keine wirklichen Powergamer am Start waren. Eher ganz normale Leute. Ganz normale Leute die nicht nur auf den Kampf fixiert sind, haben den Vorteil dass sie gut RP machen müssen wenn sie nicht in völliger Langweile dahervegetieren wollen. Also hofften wir nun mit Recht auf grandioses RP.

Leider erschöpfte sich mein RP darin dass ich gefragt wurde was dieser Angriff sollte. Ich persönlich finde diese Frage nur minderinteressant, denn selbst wenn man bei sowas angibt, dass man durch so eine Aktion dreißig krebskranke Schwiegermütter zum letzten Mal im Leben hat zum Lächeln bringen können und obendrein noch dreißig ausgesetze Gianis retten konnte habe ich nie erlebt, dass irgendwann irgendwer gesagt hätte: „Oh na dass ist doch mal ein guter Grund um uns anzugreifen, da lassen wir Euch laufen wenn ihr so einen guten Grund hattet", so was kommt einfach nicht vor.

Natürlich teilte ich dem Mann voller Verachtung mit dass ich nicht die Absicht hätte mit ihm zu reden. Daraufhin schickte er sich an mich verschnürt nach Hause zu schicken. Also baute ich ihm noch eine kleine Brücke. Als er mich aus dem Lager führte bekam ich es mit der Angst zu tun, wollte er mich vielleicht nur von der Gruppe wegbringen um mich dann hinterrücks zu ermorden? Also spielte ich dass ich etwas Angst bekäme.

Das focht unseren tapferen Nordländer aber gar nicht an und so wurde ich gesegelt, dasselbe Schicksal ereilte Loo. Loo hatte wenigstens einen Boxschlag auf die Nase bekommen so dass sie irgendwie weiter spielen konnte.

Wenig später wurde dann auch Syri frei gelassen, die man Gefesselt mehrere Treppen herunter geschleift hatte weswegen sie einen gebrochenen Arm und diverse Gesichts-, Rippen- und Schädelprellungen spielte.

Im Camp trafen wir Kati, Shawnee und Luna an. Gemeinsam handelten wir in einem kurzen RP unsere verbliebenen beiden Schwestern frei. Den Abschluss bekam ich nicht mehr mir mit weil mich da leider meine Felle zur Visite riefen. Die Berichte der Schwestern waren aber durchweg positiv.
Dorf der Black Rock Outlaws am 13.01.2013

Sim und Lageroptik:              9/10 Punkten
Festungspotenzial:                 9/10 Punkten
Spiel Innerhalb der Gruppe:   8/10 Punkten
Spiel mit anderen Gruppen:   7/10 Punkten
OOC Kontakt:                       8/10 Punkten
Fairness:                              9/10 Punkten
Gorness:                              7/10 Punkten

Gesamturteil: 69%
Fazit:

Sehr hübsche Sim und erfreulicher Versuch ein Nordland-RP ohne diesen überkandidelten pseudowikinger Matsch aufzuziehen der ansonsten derzeit so gern propagiert wird.

Die Black Rock Outlaws fingen mit starkem, sehr besucherfreundlichem RP an, leider ließ der gute Eindruck im Laufe des durch zahlreiche Türen völlig unnütz in die Länge gezogenen Kampfes genau so stark nach. Das RP hinterher war für mich persönlich faktisch ein Totalausfall. Lediglich der Handel am Ende stimmte noch etwas versöhnlich obwohl ich mir da etwas mehr Bissigkeit von unserem Verhandlungspartner gewünscht hätte. Allerdings fand unsere Gefangene Kara die Bespielung "absolut prima" und auch unsere Verhandlungsführerin Ariella äußerte sich sehr positiv.
Zu betonen ist, dass es keinerlei OOC Beschwerden gab, obwohl wir bestimmt irgendwann mal vergessen haben alle drei Emotes beim Türaufbrechen zu beschreiben. Das gestaltete alles sehr entspannt. 

Mit etwas mehr Mut zum Risiko denke ich, könnten die Black Rock Outlaws schon bald Maßsstäbe für das Outlawrollenspiel setzten.  Mein Rat wäre sich mehr auf die Outlawschine in Zentralgor zu spezialisieren als darauf zu dringen, unbedingt Outlaws im Norden anzusiedeln. Die Benotungen sind natürlich nicht in allen Bereichen repräsentativ, da wir offenbar nicht die komplette Gruppe gesehen haben. Etwas personelle Verstärkung die mit genau soviel Emotion und Schaffenskraft dabei sind, wäre den Black Rocks zu wünschen!

In diesem Sinne

Eure
Cori

P.S.: Mein besonderer Dank gilt Bart, der mich in seinem Blog darauf auferksam machte, dass sich in meiner Überschrift ein kleiner Fehler eingeschlichen hatte. Fälschlich stand dort "Hoffnungsvolles Projekt: Die Back Rock Outlaws". Richtig ist natürlich "Hoffnungsvolles Projekt: Die Black Rock Outlaws".
Ich danke zart,
dem lieben Bart! 

Samstag, 20. Oktober 2012

Wechselhaftes RP bei den Dark Curse

Heute früh hatte ich endlich mal wieder Zeit um alleine los zu ziehen und fremde Länder zu erkunden. Dabei kam mir das Land der Dark-Curse Pirates unter und ich dachte ich können ja mal nachgucken wie es der Truppe um den alten Juergen so geht?


Gesagt getan. Landmark rausgesucht, hin gereist und…zuerst bahnte sich eine Enttäuschung an.

Nichts gegen die Sim. Die Sim ist sehr schön gebaut und folgt im wesentlichen dem Konzept der meisten Piratensims, ich gehe auch davon aus, dass die bekannte Simkonstrukteurin Sandra72 (Shine) Teichmann, eine Mitbetreiberin der Marke „SKE Design“ durchaus ihre Handschrift hinterlassen hat. Immerhin sind zahlreiche Bauwerke aus ihrem Fundus und so wundert es nicht, dass auch der Rest der Sim ihren Gestaltungskonzepten folgt und optisch schwer was her macht.

Die schöne Sim bei Sonnenaufgang
Bei der Sim handelt es sich um ein vorgelagertes Dorf. Ein durch eine Mauer abgegrenztes Hochebenenareal und von dort führt eine Brücke über einen Fluss zum Zentrum des täglichen Lebens, dem Dorfplatz mit gemütlicher Feuerstelle.

Man muss absolut zugestehen, dass die Sim sehr liebevoll gestaltet ist. So wurde darauf geachtet, dass es im Dorf eine Heilerei, eine Bäckerei, einen Metzger, einen Fischer und einen Schmied gibt. Es stehen Schaukelstühle auf den Verandas, reichlich Blumen und Bäume schmücken das Gelände aus.

Etwas sonderbar sind die Simregeln. So gilt auf der Sim ein Verbot für Schwimmen, Klettern und Grapeln und genau das ist es, was Angreifer sicher vor ein ernstes Problem stellen wird.
Denn es ist wirklich schwer ein Tor aufzubrechen, während man mit dem Rücken genau in der Schusslinie des Feindes steht.

Darüber hinaus haben sich die Dark Curse mit einigen kleinen Extras eine gewisse strategische Überlegenheit gesichert. Wer sich mal die Mühe macht die Sim genauer anzusehen wird bald verstehen woher die sonderbare Regel „Kein Schwimmen“ kommt und welchen Zweck sie erfüllt.

Doch ich war nicht im Begriff einen Massenraid anzuzetteln, also will ich hier auf die taktische Bedeutung der baulichen Gegebenheiten nicht näher eingehen. Vielleicht würde ja das RP gut werden.

Zunächst beobachtete ich von einem Hügel, auf den ich glaube ich gar nicht hätte klettern dürfen, das Dorf und bemerkte eine blonde Frau die nahe des Flussufers stand. Alles was ich emotete rief ich um der Frau die in Rufreichweite war die Gelegenheit zu geben auf mein Spiel einzusteigen.

Tat sie aber nicht. Grüner Meter, eleganter Bogen auf dem Rücken, aber keine Reaktion. Also schlich ich an ihr vorbei und bewegte mich weiter auf das Eingangstor zu. Mehr Leute kamen in Rufreichweite, eine Dame die eben noch IC gewesen war stellte den Meter auf away. Da ich durch einen Alphaprim ins Wasser plumpste, emotetet ich auch gerufen, dass ich mit einem lauten Platschen ins Wasser falle. Immer noch keine Reaktion. Erst als ich rief wie ich das Tor betrachte ging es los.

Da endlich, nachdem ich genau 30 Minuten auf der Sim war rief eine Piratin, die mich sicher niemals hätte sehen können mir zu und es ergab sich folgende Unterhaltung:

[00:05]  Piratin blökt wir kaufen nichts bitte gebunden vors tor legen
[00:06]  Cori Panthar hört die Stimme die da herrüber brüllt und antwortet: Wer spricht da?!
[00:06]  Piratin schreit der wind der wind oder war es doch der pagarausch

 Was soll man da noch sagen: Sie kann durch Wände sehen und braucht mich offensichtlich nicht zum Rollenspiel. Ein Blick in ihr Profil, ja ich lese so was gelegentlich, offenbarte dass diese Frau offenbar überhaupt niemanden braucht denn ihr Profiltext sagte eigentlich nur eins aus: „Egal wer Du bist und was Du willst, ich mach meinen Stiefel runter und alles andere ist mir egal.“ Bei mir jedenfalls führte sie dazu dass ich dachte, okay die wollen einfach kein RP.

Ein geheimnisvoller Fremder
Reichlich angesäuert schickte ich mich an die Sim zu verlassen. Kurz hielt ich an der Schmiede an und überlegte ob ich nicht noch etwas Feuer legen sollte, nur um diese verschlafene Truppe mal etwas zur Bewegung zu motivieren, verwarf den Gedanken aber umgehen wieder, denn wer schon nicht auf ernstgemeintes Rollenspiel eingeht wird bei so einer Spaßnummer sicher noch viel vehementer nein schreien.

Doch man soll den Tag nicht vor dem Abend verfluchen denn es kam noch die wundersame Wendung. Ein Fremder tauchte auf am Hafen auf. Genau wie ich bemerkte er die blonde Frau am Eingang der Sim und emotete ihr Bogen und Machhete weg. Als er mir die Pfeile samt Bogen übereignete überlegte ich ob ich ihn nicht dazu bringen könnte, das zu tun was ich mich nicht getraut hatte, nämlich das Dorf anzuzünden.

Und tatsächlich. Ich brauchte nicht mal viel zu sagen schon zündelte der Fremdling freudig drauf los. Ich lief ihm hinterher, sah zu und hielt ihn mit geklauten Zuckergusskringeln aus der Bäckerei bei Laune und ließ hier und da einige Lebensmittel mitgehen.

Als wir dann am Hafen standen spielte ich dass Cori nun von Gewissensbissen geplagt wird und zurück geht um die Dorfbewohner vor den Flammen zu warnen.

Die einzige Reaktion die kam war dass, eben die Piratin mit der nihilistischen Grundeinstellung, eben diese weiter zur Schau stellte indem sie ohne irgendein RP einfach alle mühsam aufgestellten Feuer des Fremden wegklickte.

Ich versuchte dann noch ein RP mit ihr, doch meine Frage ob jemand zu Schaden gekommen sei wischte sie beiseite, sie schlafe eh in einem Zelt darum wäre ihr das Feuer eigentlich egal. Mein entsätzes Argument dass ja nun gegebenen Falls IHR Kinder zu schaden kommen könnten quittierte sie mit einem lapidaren:

„[01:04]  Piratin: Kinder was will ich mit so was schüttelt den kopf?“

 Die Episode mit dem Fremden war erbaulich, wenn auch nicht ganz BTB gewesen tortzdem hatte es Spaß gemacht. Doch auch die Piraten ließen sich nicht Lupen denn als ich in der Vorbereitung für diesen Artikel noch mal zurück ging fand mich ein weiterer der Piraten.

Er reagierte sehr feinsinnig und vor allem auch so, das man die „hidden extension“ der Pantherrolle, nämlich das romantisch, die einsame und verzweifelt hoffende Frau, gut ausspielen konnte.

Der fremde Brandstifter triumphierend vor seinem Werk
Er fragte mich ob ich das Feuer gelegt habe, was ich verneinte. Damit wurde klar dass unser Feuer innerhalb der Gruppe zumindest ernst genommen wurde. Dann befragte er mich lange dazu ob ich gesehen hätte wer es gelegt habe und weil Cori so angetan von seiner schüchtern zur Schau gestellten Ritterlichkeit war verriet sie ihm auch fast alles was sie über den Fremden wusste. Als es Cori dann zu eng und zu nah wurde, bekam sie Angst und lief davon.

Insgesamt war es durch die beiden Männer hinzugekommenen Männer durchaus ein amüsanter Vormittag. Das RP krankte aber an der wenig einladenden Spielweise der beiden Frauen. Wäre dort zu Anfang ein wenig mehr Feedback gekommen, hätte ich mich wahrscheinlich fangen lassen und so rausbekommen wie denn das Kennel RP bei den Dark Curse ist.

Nun damit werde ich wohl bis zum nächsten mal warten müssen. Erst wenn ich länger mit einer Gruppe gespielt habe kann ich auch eine halbwegs Stimmige Aussage zu ihrem RP machen und sagen ob ich man dort seinen spaßigen Abend verbringen kann oder nicht. Vorläufig würde ich sagen:

Cori läuft ins Dorf zurück und gibt Alarm
Am Ende beleibt eine geschmackvoll gebaute und allen Kampfanforderungen genügende Sim die von einer doch etwas behäbig wirkenden Gruppe bespielt wird, die ihre Mitspiele offenbar häufig sehr darüber im Unklaren lässt woran sie eigentlich sind. Das Spiel innerhalb der Dark Curse kann ich nicht beurteilen weil es während meiner Anwesenheit schlicht nicht stattfand. Das Spiel mit anderen Gruppen wurde durch den Piraten am Ende gut vorgetragen und war durchaus ansprechend gerade weil es nicht dem stereotypen Ballepiraten entsprach. Die muffelig wirkenden Piratin am Anfang verhindert hier aber eine bessere Wertung. Der OOC-Kontakt zu einer Admina war promt und gestaltete sich sehr freundlich und Verständnisvoll. Die Segelschiffe im bauweise von spanischen Galeonen und die vielzahl von bewaffneten Mädels sengt den Gornessfaktor. Wobei ich eingestehen muss dass auch meien Spiel nicht so besonders goreansich rüber kam.


Dorf der Dark Curse am 20.10.2012

Sim und Lageroptik:              8/10 Punkten
Festungspotenzial:                 7/10 Punkten
Spiel Innerhalb der Gruppe:   7/10 Punkten
Spiel mit anderen Gruppen:   5/10 Punkten
OOC Kontakt:                       8/10 Punkten
Fairness:                              7/10 Punkten
Gorness:                              5/10 Punkten

Gesamturteil: 61%


Fazit: Wahrscheinlich eine nette Truppe mit der man spielen kann solange man seien BtB-Ansprüche nicht allzu hoch hängt. Doch der Erfolg gibt dem Koch ja bekanntlich Recht und um 14:00 waren deutlich mehr Leute auf der Sim als auf den meisten anderen Länderein, irgendwas macht man bei den Dark Curse offenbar richtig.

Eure
Cori

Donnerstag, 12. Juli 2012

Kommissar Larl auf Hunjer

Und es war ein schöner Abend. Einige male waren wir schon in Hunjer, auf der Sim Neko Atoll. Das Dorf ist idyllisch gebaut und ich hatte bisher eigentlich keine negativen Erfahrungen hier gemacht. Also wollte ich mir mal die Zeit nehmen eine Spielbewertung über diese Gruppe zu schreiben.
Es ging ganz gut los. Ich schlich mich mit gerufenen Emotes an, wobei ich in einem kleinen Wäldchen in irgendwelche Dornenbüsche stiefelte und mir dabei einige ordentliche Kratzer zuzuog. Dann kletterte ich über den Fluss und drang in das Dorf ein. Dort entdeckte mich als Bald der gestrenge Dorfjarl und rief:


[10:05]  Dorfjarl ruft: komm heraus ...wer immer du bist ....knurrt laut
[10:05]  Cori Panthar flucht leise weil sie entdeckt wurde, macht ihren Bogen bereit und tritt aus ihrem Versteck hervor
[10:06]  Dorfjarl sieht das waldmädchen und lacht leise ....was willst du hier ...und wie kommst du in unser dorf ..." *geht dabei ein paar schritte vorwärts und m,ustert die kleine
[10:07]  Cori Panthar: Halt. Komm nicht näher, wenn Du keinen Pfeil im Bein stecken haben willst!

Ich versuchte nun ihm aufzutischen dass wir sein Dorf umstellt hätten und er uns Brot geben solle damit wir das Dorf verschonenen. An dieser Stelle beeindruckte mich die Sklavin des Dorfes sehr  da sie das sogar aufnahm um sich sorgenvoll umzublicken während der Dorfjarl die Finte durchschaute.

Trotzdem scheinen die Feuerbringer, anders als einige ihrer Vorfahren bedeutend firedliebender zu sein und so gab der führer einem Mädchen Befehl einen Sack Brot zu holen.
Soweit sogut bis ich hinter mir ein knurrendes Geräusch hörte. Als ich mich umblickte stand da ein wahrhaftiger Larl hintermir der sich unbemerkt in meinen Rücken geschlichen hatte. Also suchte ich Schutz bei den Nordländern weil ich so naiv war zu glauben dass ein freilaufender Larl im Dorf vielleicht für mehr Aufregung sorgen könnte als die Anwesenheit meiner Wenigkeit.


[2012/06/15 10:12]  Cori Panthar hört das Geräusch ebenfalls und blickt sich rasch um. Genau lange genug um zu erkennen dass dort ein ausgewachsenes Larl hinter ihr steht.
[2012/06/15 10:13]  Dorfjarl hebt leicht die brauen ...." ich dachte ...letho hat den larl in eine kiste gepackt und weggebracht " *grübelt sichtlich ...schmunzelt aber dann als er an das hübsche larl mädchen denkt
[2012/06/15 10:13]  Cori Panthar: Ihre Augen weiten sich bevor sie kreischt: Laaaarl und in wilder Panik auf den Mann zu rennt:  D...da...das....das ist ein Larl!
[2012/06/15 10:13]  Cori Panthar zieht in einer ungelenkigen Bewegung den Speer vom Rücken und hält den Speer schützend vor sich
[2012/06/15 10:14]  Dorfjarl lacht ...stellt sich ihr in den weg und hält sie mit seinen armen fest ....sieht dann zu dem larl .....nickt langsam .....braves tier ....letho kommt bald ..." *sagt dies leise und mit beruhigender stimme...das panthermädchen fest im arm haltend
[2012/06/15 10:14]  Lillith Diabolito: schreit erschrocken auf, sieht den larl und bleibt abrupt stehen....hält den sack mit dem brot vor sich  

Leider war die junge Larldame bei der Nordgruppe äußerst beliebt. Die Frage wie denn ein Larl so weit in den Norden kommt darf mich als Panthermädchen natürlich (gerade wenn ich mich selbst im Norden befinde) nur marginal beschäftigen. Wieso Hinz und Kunz aber offensichtlich in Panik gerät wenn einen Jägerin vor ihnen steht, und die Leckerlis zückt wenn ein Larl vorbeigeschlendert kommt wäre dann doch einen Frage die es noch zu klären gilt


Die Antwort wurde mit promt geliefert denn es folgte der Autftitt des Dorfsonderlings! Dieser spielt einen Rattenmenschen. Diese soll es zwar auf Gor geben und ich wurde gebeten mich vor dem Schreiben dieser Kritik mit diesem Völkchen auseinander zu setzen, leider ist es mir nicht gelungen etwas über diese Ratten in Erfhrung zu bringen. Vielleicht betseht ja auch eien Verbindung zwischen Urt-Menschen und Ratten-Menschen. Ich bin sicher ich werden bald Informationen bekommen. Wie auch immer, wenn es Rattenmenschen auf Gor gibt dann hatte dieser Spieler es drauf sie mit sehr viel Intensität zu verkörpern. Bereits aus frühren Begegnungen wusste ich dass man diesen Charakter am ehesten als das Gor-Äquivalent eines Junkie-Gossenpunks bezeichnen kann, was er auch ziemlich gut rüber brachte.

Und so wie jeder Irokesenschnitt und Arnachojackenträger eben einen Hund bei sich hat, so hatte dieser Anarchogoreaner eben einen Larl dabei, über welches er in einer fast xenoerotischen Weise reflektierte und die sich dafür aus tief empfundener Dankbarkeit aufführte wie ein nach Gor transponiertes Geschwister von Kommissar Rex.


Mir waren intelligente Tiere schon immer völlig suspekt und das wird wohl auch so bleiben. Denn dieser Larl-Teeanger erkannte instinktiv wann man eine Waffe gezogen hatte und ob man diese gegen ihn einsetzen wollte oder nicht. Darüber hinaus war sie fast so gut abgerichtet wir ein Polizeihund und hörte fast wörtlich auf die Anweisungen ihres Herren. Sowas ist zwar nicht unmöglich, auch Katzen können in seltenenen Fällen z.B. lernen Dinge zu apportieren, aber es ist schon sehr sehr selten. Dieses Larl konnte selektiv Angreifer attackieren und war auch intelligent genug mir meinen Kletterhaken weg zu nehmen der von den anderen übersehen worden war.

Als ich gerade meinen Halsreif bekommen sollte, klopften Fremde an das Haupttor des Dorfes und wurden von dem Rattenmenschen ins Dorf gelassen. Leider war ich in dieser Zeit RL immer wieder abgelenkt und so konnte ich auf einige Spilangebote auf Nebenschauplätzen nicht richtig eingehen. Nicht allzulange lange darauf wurde ich von meinen Schwestern frei gehandelt.

Die Sim selbst ist recht liebevoll gestaltet. Schön finde ich dass der Landepunkt mal kein Standartschiff ist sondern eher einen Felsschlucht durch die mann dann die Sim betritt. Jedoch hätte man bei der Anlage des Dorfes etwas mehr darauf achten könnn dass es sich etwas besser die Landschaft eingleidert und etwas mehr Grünzeug wäre wohl auch nicht verkehrt gewesen. Auch ist man bei der Anlage der Häuser, wie so viele Sims dem Gigantismus erlegen. Ich werde nie verstehen wozu man einen Dorfplatzbraucht auf dem Ganze Paraden abgehalten werden können. 25m denke ich sollten locker ausreichen. Taktisch ist die Sim ausgesprochen intelligent gebaut. Die Verteidiger stehen erhöht. Einige schädliche Hindernisse erschweren es den Angreifern irgendwo Deckung zu nehmen und gearde mal der Hohlweg am Simeingang scheint wirklichen Schutz zu bieten. Es gibt auch am Wall kaum Tote winkel an denen man Kletterhaken ansetzen kann und das Dorf ist durch diverse Fluchtwege gesichert so dass der Verteidiger stets im Schutz des Walles zu Kräften kommen kann während der Angreifer relatif stark auf dem Präsentierteller hockt. Ein erworbener Vorteil den man eigentlich garnicht nötig hat denn die wenigen dort beheimateten Krieger verstehen sich durchaus auf den Umgang mit ihren Waffen. Unterm Strich scheint man sich an die altbewährte Faustregel zu halten: "Breiter Graben + Hohe Mauer = Ruiger Wohnsitz".
Etwas peinlich war, dass ich direkt neben einer Hauswand zu liegen kam aus der ein halbes Bett ragte. Sowas ist zwar drollig, aber nicht weiter schlimm und wurde noch während des RPs behoben. 
OOC wurde ich zwischenzeitlich gefragt ob der eine oder andere Emote so in meinem Interesse gewesen sei oder ob ich etwas zu beanstanden hätte, was ich sehr schön fand. Nochbesser hätte ich diese Anfragen via IM gefunden.
Zu Dritt auf eine einzelne los zu gehen mag zwar regeltechnisch in Ordnung sein, so wirklich sportlich ist es aber nicht. Fest steht dass Rattenmenschn, Lessielarl und Dorfjarl an meiner Gefangennahme beteiligt waren. Was das Gorfeeling angeht so merkt man schon die deutliche ambitionierte Grundhaltung der Gruppe insbesondere die betont ängstlich aufspielenden Sklavinnen passen natürlich super ins Bild vom starken Kriegerhelden und seiner zarten und zu beschützenden Kajira. Der Larl verhindert aber durch seine deutlich mehr von Logik als von animalischen trieben gesteuerte Spielweise einen wirklich gute Palzierung im Bereich Gorness.
Dorf der Hunjer am 15.6.12


Sim und Lageroptik:              7/10 Punkten
Festungspotenzial:                 7/10 Punkten
Spiel Innerhalb der Gruppe:   8/10 Punkten
Spiel mit anderen Gruppen:   8/10 Punkten
OOC Kontakt:                       8/10 Punkten
Fairness:                              8/10 Punkten
Gorness:                              7/10 Punkten


Gesamturteil: 70 %


Fazit:


Eine solide Gruppe die derzeit noch etwas an Personalstärke krankt. Die Bestrebungen zum RP sind durchaus gut. Jeder Gast kann hier seinen Abend kurzweilig verbringen. Allein, die Gruppe leidet unter den "extravaganten Ausnahmeerscheinungen". Wenn 40 bis 50% der Gruppe kein Normalbild verkörpern dann läuft die Norm Gefahr unnormal zu werden. Etwas mehr Vertrauen in die eigenen Kampffähigkeiten sollte die Gruppe auch weiter bringen.


Eure
Cori

Samstag, 7. Juli 2012

Zu den Blackbeards nimmt man Leidenschaft mit und viel Zeit


Die letzte Bastion der Blackbeard-Piraten
Was war das gestern nur für ein bemerkenswertes RP? Sieben von uns hatten sich am Abend im Lager getroffen und entscheiden, dass wir gerne losziehen wollten um vielleicht irgendwo beute zu machen. Da Fragte meine Schwester Heike: Wart ihr eigentlich schon mal auf Courtyard bei den Blackbeard Piraten. Wir alle verneinten und weil man sehen konnte dass da gerade sechs Leute da waren, hatten wir unser Reiseziel gefunden. Leider konnten drei Schwestern durch RL-Aktivitäten nicht mit kommen und so zogen wir zu viert los. Wenn man zu viert ist, ist es äußerst dumm einen Angriff auf einen Gruppe in einer befestigten Stellung zu führen die mehr Personal hat. Also sagten wir uns: Wir kennen das Land ja noch nicht und spielen also einen wirkliche Kundschafterreise aus. Wenn sie die Möglichkeit ergibt können wir immer noch versuchen jemanden zu fangen. Also unsere Zielsetzung war: Erstmal gucken. Kampf könnte, aber muss nicht.

Die Sim Courtyard und die Gruppe der Blackbeard-Piraten sollte einiges an teils sehr bemerkenswerten Überraschungen für uns bereithalten.
Zunächst gibt es einen Teleporter der dem Besucher die Wahl lässt zwischen dem Raid-Dock und dem RP Dock. Ich guckte Kurz zum RP-Dock und fand mich auf einem Schiff wieder und direkt daneben rezzte eine Taverne. Also war ich wohl Mitten im Dorf gelandet und da lässt sich die Ankunft von vier Panthermädchen wohl nur schwer erklären, also rüber zum Raid Dock. Panther werden wohl eher irgendwo aus der Wildnis kommen und ungefäh so sah es am Raiddock auch aus. Platt, ein Paar Blumen, Steine, eine Landzunge. Hier waren wir wahrscheinlich richtig.

Also gingen wir los. Keine von uns rannte und nur Kati zog ihren Bogen. Wir folgten einem halbbefestigten Weg um ein Felsplateau herum und gelangten zu dem Markt den wir vorhin vom RP-Dock aus gesehen hatten. Ich wollte Gerade Anweisung geben vorsichtig nach den Bewohnern zu suchen, als ich Pfeile von oben durch mein Blickfeld. Mir blieb gerade noch Zeit Deckung zu rufen.
[2012/07/06 12:13]  Cori Panthar: Gut gehen wir mal gucken
[2012/07/06 12:13]  Cori Panthar: Aber vorsichtig...wir wissen ja nicht wer hier lebt. [2012/07/06 12:15]  Syria Schimer Nimmt geschwind ihren Bogen vom Rücken und legt einen Pfeil ein
[2012/07/06 12:15]  GM 4.2: sunnybunny Honi hit you with VF1-<arrow>-(2.5)-10 (20%) - strike type: arrow~direct
[2012/07/06 12:15]  GM 4.2: sunnybunny Honi hit you with VF1-<arrow>-(2.5)-10 (20%) - strike type: arrow~direct
[2012/07/06 12:15]  Cori Panthar ruft: Deckung!
[2012/07/06 12:15]  Cori Panthar zieht leise und rasch ihren Bogen
Damit war schon mal die Frage geklärt ob wir hier kämpfen würden. Wir erwiderten das Feuer natürlich und kämpften uns bis zum Torbereich der Piratenfestung vor. Festung ist hier das richtige Wort. Habe ich mich gelegentlich über Vorteilsnahme anderer Sims ausgelassen so erreicht diese vielleicht nicht ganz aber doch so ziemlich den Höhepunkt der Festungsbaukunst.

Die Gruppe hat mirgegenüber die Bitte geäußert dass ich das Bild der Simanlage nicht veröffentliche und somit die Taktik verrate und diese Bitte respektiere ich natürlich.

Nur soviel sei verraten am ende kommt nun ein verschachteltes Festungssystem aus mehreren Nacheinander geschalteten Kammern zum Einsatz, aber soweit sind wir dann nicht mehr gekommen.
Ich kletterte über den Graben und wurde von dem mit Schwert und Schild bewaffneten Krieger gelegt. Meinen Schwestern schafften es nicht ihre Stellung am jenseitigen Flussufer zu halten bis ich wieder bei Bewusstsein war. Lediglich Heike konnte sich noch etwas absetzen wurde dann aber am Hafen gestellt und ebenfalls gefangen.
Nachteilig ist auch, dass ein Schild am Simeingang darauf hinweist das Schwimmen hier verboten ist! Was passiert wenn man wie ich, bewusstlos vom Berghang ins wasser rutscht, dazu sagt die Tafel leider nichts.
Die Piraten nehmen die Angreifer gefangen
Wie auch immer, es war ein langer und zäher Kampf und wir hätten sicher die Gelegenheit gehabt uns zurück zu ziehen. Das hatten wir aber nicht gemacht und so mussten wir eben die Gefangenschaft ausspielen. So was kann ja auch spannend sein und ein wenig freute ich mich sogar darauf.

Ich sollte nicht enttäuscht werden. Ich wurde von einer Sklavin, die übrigens nicht mitgekämpft hatte sondern treu ihren Herren versorgt hatte als wir diesen einmal umgeschossen hatten, gebunden und entwaffnet. Das muss man sagen hat sie toll gemacht. Trotzdem wurde bereist hier deutlich, wo in der unmittelbaren Zukunft die Problemfelder liegen würden als meine Schwester Syri plötzlich sprach:
[2012/07/06 13:12]  Syri: (( allso ich bin mal off ich liege hier bewustlos und niemand kümmert sich drum ich wünsche euch noch ein schönes rp ))
Nahezu zeitgleich kam der Emote aufden Syri di ganze Zeit gewartet hatte und zwar von der Frau die (einen kurzen zwischen Emote bei dem sie leider gar nicht auf die inzwischen von Syri angestoßenen Ereignisse reagierte, nicht mitgezählt) seit geschlagenenen 14 Minuten neben ihr stand. Warum diese Piratin eine so geringe Frequenz hatte wird deutlich wenn man sich den Emote ansieht:
 [2012/07/06 13:11]  Piratin wundert sich warum das weib wieder zu boden fällt... *etwas schwach auf den beinen, mhm?* knottert sie dümmlich nach unten *... oder ist einfach nur unsere treppe so bequem das du sie weiterhin beliegen musst *... grinst sie leicht ...doch verwunderlich das keine reaktion kam und sie ohne spannung zur boden wieder fiel...sie geht abermals in die hocke und greift unter ihren Kopf um diesen fix an zuheben *... Heee... du ? du musst nicht gleich schlafen... so langweilig bin ich doch auch nicht *... merkt aber dann doch das sie selbst bei einem leichten rütteln keinen reaktion kommt... eher sie beginnt aus zurufen * ... Wer da mit heilunde?*
Sollte ich micht nicht verzählt haben so sind das 104 Worte in einem Emote aus einer Situation wo etwa 10 Leute auf einem Haufen stehen und an acht Ecken gleichzeitig irgendwas passiert. Später geriet auch ich an einen Gegenspieler der sogar noch längere Passagen zusammen stellte. Der folgende Emote dann entsprang dem Einzel-RP als es darum ging uns zu versklaven.
 [2012/07/06 13:30]  Ausbilder: "nun das solltest du denn sonst kostet es deinen kopf......du wirst eine bond und du wirst miot feuer dienen..,...ich verrate dir auch den grund......der auchg für dich ganz einfach verständlich sein wird......also der grund ist der du hast keine andere wahl weil ich dir in dieser hinsich keine lasse du wirst einen kragen bekommen und du wirst gezeichnet als bond.......du kannst noch nicht mal was dagegen sagen du bist eine kleine waldslut und ein glaube mir fließt du oder es kommt jemand um dich zu holen.......was auf das selbe hinaus läuft kostet dich dies verhalten dann den kopf.......du machst was ich sage wenn ich es sage oder einer der freien von hier.......und genauso wirst du auf die first bond hören wenn sie dich anweist.....mir ist egal wie du das findest du bist nun hier und deine optionen kennst du nun" er geht nach den worten schnurtaks auf sie zu und schneidet ihr die sachen von unten nach oben auf und reiß ihr die übrig gebliebenen fetzen vom körper und wirst sie hiaus aus dem kennel
Das macht 183 Worte wofür unser Gegenspieler 10 Minuten brauchte. Zehn Minuten in denen die Gefangenen irgendwie den Spannungsbogen halten musste und der Schreibe nur bedingt auf andere Ereignisse hätte reagieren können. Ich kenne nur sehr wenige Menschen die gleichzeitig etwas schreiben und etwas anderes lesen können. So wie nur wenige Menschen bei lauter Musik ein anderes Lied singen können. 

Man verstehe mich bitte nicht falsch. Ich mag es auch nicht wenn dauernd nur in drei Worten emotet wird. Trotzdem denke ich, sollte man auch sehen dass der Spielfluss erhalten bleibt und ein Wenig darauf vertrauen dass unser aller Phanatasie sich schon die Dinge die nicht im Text stehen dazu erfinden, die nötig sind um sich eine Szene vorzustellen. Die Kunst ist es ist es hier mit wenigen Worten viel zu sagen. Durch etwas kürzere Emotes gibt man auch dem Gegenüber viel mehr Gelegenheiten selbst etwas zum RP beizutragen. Uns Panthern blieb vielfach nur die Möglichkeit unsere Körperfunktionen zu beschreiben.

In einer 1:1 Situation wo es um Argumentationen geht da sind solche langen Emotes natürlich einen feine Sache wenn beide Parteien wirklich handeln können. Wenn man Gefesselt und festgebunden ist ist es glaube ich eher einen Menschenrechtsverletzung seinen Gegenüber jedes Mal acht Minuten warten zu lassen bevor man ihn nötigt mit einem „Ja Herr.“ Zu antworten.

Da der Gegenspieler der Kati und mich bespielte auch nach einer IM-Bitte von mir, sich doch vielleicht etwas kürzer zu Fassen, sich gerade mal zu dem Angebot hinreißen ließ uns zu segeln, so es uns keinen Spaß macht, mussten wir es wohl oder übel über uns ergehen lassen.

Die Schwierigkeit liegt hier wohl in der Natur der Sache. Dass man schneller reden, denken und schreiben kann. Unser Bewacher gab sich auch tatsächlich sehr viel Mühe. Allein sich die Zeit zu nehmen und so detailiert zu beschreiben ist ja auch etwas, dass erstens nicht jeder kann und zweitens selbst wenn noch lange nich jeder macht.

Gefangene Pyranas mit dem Sklavenausbilder
Die Handlung die folgte war zwar durchaus gut und Stimmungsvoll, nur eben so unglaublich zäh. Zunächst legte man Kati einen Kragen um und zog sie nackt aus, dananch wurde ihr befohlen mir den Stahlreif anzulegen und mir hernach die Kleider vom Leib zu reißen um eine Gleichwertigkeit zwischen uns herzustellen. Dieser Vorgang dauerte, wohl gleich wir das widerstandslos geschehen ließen, rund 94 Minuten.

Anschließend brachte man uns in eine Taverne in der wir Aufräumen sollten um so zu beweisen, dass wir überhaupt zu etwas gut wären und somit am Leben bleiben könnten. Ab hier konnten wir auch endlich mal wirkliche Handlungen ausführen und der Spielspaß stieg zumindest bei mir merklich. Als wir damit fertig waren brachte man uns in die zweite Taverne, einem baufälligen verwilderten Bau an der Küste, wo wir abermals für Ordnung sorgen sollten, was wir auch taten, allerdings dabei längst nicht mehr so enthusiastisch zu Werke gingen.

Hernach war unser neuer Herr wohl zufrieden mit uns, und belohnte uns mit unserer Freiheit.
Ob er auch OOC zufrieden war und sich über das RP gefreut hat oder ob er uns nur einfach los werden wollte vermag ich nicht zu sagen.

Kati und ich waren uns einig: Das RP war sehr langatmig, aber auch sehr gut gewesen. Gut gefallen hat mir vor allem dass endlich mal ein richtiges Sklaven-RP veranstaltet wurde. Für seien Bemühungen ist unserem Gegenspieler auf jedenfall ausdrücklich zu danken. Wahrscheinlich kann er sogar noch mehr Begeisterung hervor rufen wenn er statt einem 200 Worte Emot, 4 Emots a 50 Worte schreibt.

Einige Dinge haben mich an der Gruppe allerdings ausgesprochen beeindruckt. So Schickte eine Admina, während des Kampfes eine Meldung herum, dass die neu erwchten Piraten sich bitte aus dem Kampf raushalten sollten, sie wären nicht da. Als ich von dem Felsen abrutschte wurde ich angesprochen ob sie mich schnell wieder auf den Felsvorsprung teleportieren solle, was ich sehr nett fand.

En Vogue: Motoradlederjacken auch Piratennerz genannt
Ein anderes Gruppenmitglied sprach mich während der Gefangenschaft an und erkundigte sich ob und wie wir den vorhätten wieder zu entkommen und überlegte mit mir gemeinsam wie man einen glaubhaften Abschluss für das RP finden könnte denn unsere Möglichkeiten waren durchaus sehr begrenzt. Wir hatten lediglich eine noch freie Jägerin. Wir waren direkt nach unserer Ankunft beschossen worden und auch unsere Unterhändlerin wurde nach auf dem Schiff stehend attackiert und gefangen. Somit waren Verhandlungen offenbar ausgeschlossen und für einen Rescue war unsere einzelne Jägerin einfach zu schwach. Vielleicht war unsere spätere Freilassung ja das Ergebnis dieses Gespräches.

In puncto Fairness muss man den Blackbeard Piraten allerdings ein großes Kompliment machen. Ich habe bisher selten eine Gruppe gefunden die mit solcher slebstverständlichkeit die eigenen Regeln eingehalten und es den Besuchern leicht geamcht hat sich an dieselben regeln zu halten.

Schön war auch dass auf der Piraten Sim diverse gestrandete oder noch fahrtaugliche Schiffe das Seemannsflair unterstützen. Man kann deutlich erkennen dass man nicht im Feldlager einer Räuberbande oder einer Söldnertruppe gelandet ist sondern eben bei Seefahrern. Lediglich die Sehr hohen Steilküsten und die Verkleidung des Haupttores stören das Bild ein Wenig.
Hier sagte man mir aber dass die strategische Anlage der Sim diversen Überfällen aus dem angloamerikanischen Gor geschuldet sei, was durchaus eine Begründung darstellt.

Blackbeard-Piraten am 6.7.2012

Sim und Lageroptik:              7/10 Punkten
Festungspotenzial:                 9/10 Punkten
Spiel Innerhalb der Gruppe:   9/10 Punkten
Spiel mit anderen Gruppen:   8/10 Punkten
OOC Kontakt:                       9/10 Punkten
Fairness:                              10/10 Punkten
Gorness:                              7/10 Punkten

Gesamturteil: 72%

Fazit:

Eine themenbezogene Simgestaltung unter strategischen Aspekten im Verbund mit klaren kurzen Regen und fairer Spielweise sind die Grundlage für die gute Kampfleistung der Blackbeards und stimmungsvolles Rollenspiel ohne Waffen.
Mit Galeeren statt Galonen (Sie dazu: Hier) und etwas strafferer Handlungsfortführung im RP könnten die Blackbeard Piraten durchaus Maßstäbe auf dem Gebiet des Piraten-RPs setzen. Wer kämpfen will kann hier gut auf seien Kosten kommen, wer ausgiebig emoten will wird hier auch nicht enttäuscht. Die das Schiff der Blackbierds ist sicher im richtigen Fahrwasser, aber ihren letzten Hafen haben sie noch lange nicht erreicht.

Eure 
Cori

P.S.: Bevor man wieder Morddrohungen an mich schreibt oder an mir vollstreckt: Ich hoffe es wird deutlich, dass oben dargestellter Text, wie alle meien Spielbewertungen, als wohlmeinende und kontruktive Kritik zu begreifen ist, man darf sie annehmen, man muss aber nicht. 

Freitag, 6. Juli 2012

Ein Spiel mit Söldnern das nur Verlierer kennt

Eine unserer Schwestern war in Lydius gefangen und wurde an eine Gruppe verkauft die sich Terandir-Mercs nennt. Diese Gruppe logiert derzeit auf einer Sim mit dem schönen Namen Hearts Pleasure und rekrutiert sich wahrscheinlich aus dem Personal ehemaliger Asgard-Piraten und bei diesen Spielern ist erfahrungsgemäß im RP alles drin. Das Spektrum reichte in früheren Tagen von RPs die nahezu Erleuchtungscharakter hatten bis hin zum sprichwörtliche aller hintersten Grottengeschreibsel.
Nur eines zieht sich eigentlich durch alle Asgard-Revival Gruppen und zwar eine nach Außen projezierte Einstellung. Diese lässt sich am Besten in Worte fassen unter folgendem Motto:
„Hier darf jeder machen was wir wollen und jeder frei meine Meinung sagen.“
Warum schicke ich diese Einleitung vor diesem Spielbericht vorweg? Weil ich denke, dass daran deutlich wird warum das RP was wir vor zwei Tagen im Lande Hammersgard hatten eigentlich von Vornherein nur Verlierer und Frust hervorbringen konnte.


Es fing mit einer Kundschaftermission an

Das RP fing auch erst sehr gut an. Doch bevor ich das erzähle muss man wissen dass die Sim in alter Manier der Piraten äußerst Besucherunfreundlich gehalten. Der Besucher kommt auf einem Schiff an und steht nach verlassen das Hafenbereiches und der Safe-Zone direkt in einem angedeuteten Wagenpark, welcher direkt an die vorgelagerten Häuser des Dorfes angrenzt. Somit kann man also entweder im Dorf stehen oder am Hafen. Eine „Wildnis“ oder Landschaft, dazwischen gibt es nicht. Weitere Details zur Simarchitektur folgen.
Ich schlich mich also an und tatsächlich wurden meine gerufenen Emotes auch von einer Söldnerin beantwortet die gerade die Obstauslese erledigte.
[2012/07/03 9:04]  Cori Panthar duckt sich hinter einen Baum und beobachtet die Ebene vor sich.
[2012/07/03 9:05]  Cori Panthar entdeckt in einiger Entfernung einen schlanke Gestalt in dunklen Kleidern die vor einem Haus steht
[2012/07/03 9:06]  Söldnerin geht zu dem Baum und pflückt von dem Baum die Lamafrüchte ab.
[2012/07/03 9:07]  Söldnerin legt das Gepflückte in den Korb den sie vor sich hingestellt hat, weiß sie nicht, dass man sie vielleicht beobachtet, erscheint es wie ein jeder Tag zu sein, friedlich.
Doch dann sprang auch der Sklavenmeister des Dorfes auf mein Erscheinen an und eilte vor das Dorf auf meine Position zu. Dort setzte er sich ins Gras und ich nahm die Einladung dankbar an. Ich schlich mich von hinten an ihn an und bedrohte seine Sklavin mit meinem Speer. Diese spielte vorbildlich die verängstigte Geisel und auch der Sklavenmeister versuchte nicht den Helden zu spielen und so konnte ich kurz die Informationen erpressen die ich so dringend brauchte, nämlich, dass hier wirklich die Terandir-Mercs lebten die nach meinen Informationen unsere Schwester Lara gefangen hielten.

Ich sah keinen Grund den unbewaffneten Sklavenmeister gefangen zu nehmen. Hätte ich ihn gefangen wäre ein Rescue die Folge gewesen und das RP wäre vorbei. So hätte der Sklavenmeister (dt f.: Slaver) die Gelegenheit gehabt über diesen Überfall im light Format zu berichten, vielleicht hätte man eine Suchexpedition gestartet, vielleicht hätte man der nächsten Späherin eine Falle gestellt, vielleicht hätte man es auch auf sich beruhen lassen. Jedenfalls war man auf Seiten der Terandir nun frei in der Entscheidung wie man mit dieser Situation umgehen wollte.

Passenderweise kamen gerade als ich gehen wollte und das Schiff schon erreicht hatte zwei Söldner und eine Söldnerin an und standen mir plötzlich gegenüber. Anstatt einfach weg zu teleportieren, lies ich mich zu einem erstaunten „Ups“ hinreißen und schon entwickelte sich ein Gespräch. Informellen Anführer dieser Gruppe, der dort die Position des Schiffbauers bekleidet war mein beschleunigter Schritt aufgefallen. Und da Söldner ehrenhafte Menschen sind und niemals mit gesetzlosen wie mir Geschäfte machen war ich natürlich hoch verdächtig. Aus diesem Grund muss eine gesetzloses Panthermädchen, dass es eilig hat (weil sie zu einem RP-Wettbewerb will) natürlich kontrolliert werden. Also wurde ich aufgefordert wieder mit ins Dorf zu kommen um den Grund meiner Anwesenheit zu klären. Bis hier her war es ein durchaus erfreuliches RP dass sich problemlos in den Handlungsfaden mit Lydius einbinden ließ und noch alle Optionen für spätere RPs offen ließ.

Doch Hass und Narzismus finden immer einen Weg

Natürlich bekam ich gleich zu Anfang auch den Klassiker-Spruch zu hören:
[2012/07/03 9:41]  Schiffbauer mustert den Anblick von Cori bei der Pose die sie einnimmt. Du könntest sicher gut in der Taverne arbeiten...
Alle Erklärungsversuche meinerseits wurden ansonsten negiert und ich, dachte mir: „Nun gut, sollen sie eben eine Weile ihren Spaß haben“ und folgte ihnen in das Dorf. Was hatte ich getan? Ich hatte zum Selbstschutz mit vorgehaltener Waffe gefragt wer hier wohnt. Schließlich muss man als Panthermädchen und besonders als Cori Panthar ja schon froh sein wenn von den stereotypen Schwarzkutten überhaupt mal wer mit mir redet bevor er auf mich schießt. Also ging ich mit und wurde zunächst verhört. Ich gab wie ich fand eine sehr glaubhafte Erklärung ab, dass meine En mich beauftragt habe die Terandir Mercs ausfindig zu machen und dass, es wahrscheinlich darum gehen würde, dass die Pyrana Geschäfte mit den Söldnern planten. Ob meine Informationen genutzt würden um einen Angriff vorzubereiten wüsste ich nicht, könnte es mir aber nicht vorstellen. Das Dorf selbst stand noch, es brannte nichts, es fehlte nichts und es war nichts beschmiert.

Eigentlich war die Forderung des Schiffbauers nun erfüllt. Wenn im Dorf alles ruhig wäre dürfte ich gehen hatte man mir gesagt. Doch aus irgendeinem OOC-Motiv herraus muss wohl die Entscheidung gefallen sein Cori da nicht mehr weg zu lassen.

Ich bot dem Mann ein Duell an nachdem dieser meine En als dumm bezeichnet hatte, da sie mich und nicht Kati geschickt habe. Denn in einem war ich mir sicher. Sie würden hundertprozentig versuchen mich zu fangen. Ich liebe die Situationen gar nicht wo man jemandem rollenspielerisch entgegen kommt um dann sang und klanglos im passenden Moment umgesemmelt wird. Und dieser Moment näherte sich mit Riesenschritten, denn ein Kampf gegen beide Krieger war äußerst schwer zu gewinnen.

Auf das Duell hätte er sich wohl auch eingelassen nur forderte er für den Fall einer Niederlage einen exorbitant hohen Preis. Dann hätte ich mich drei Tage als Sklavin verdingen müssen. Welches Panthermädchen begibt sich freiwillig in den Kragen? Wie soll das gehen: "Tal, Du musst bestraft werden!" - "Oh, ernsthaft?" - "Ja, drei Tage Strafcollar!" - "Hm, na gut wenn ihr das sagt. Wo ist der Kragen?" ...in etwa so? Übrigens diese Unart des zeitlich begrenzten Strafcollars finde ich in den Büchern nicht. Und ganz ehrlich: Ich wollte nur nach Hause gehen, hatte niemandem ernsthaft was getan, warum hätte ich meine Freiheit derart aus Spiel setzen sollen um etwas zu gewinnen, dass mir eigentlich so wie so zustand, nämlich den Ruf meiner En zu wahren und nach Hause zu gehen?

In diesem Augenblick kam einen Jägerin von einem anderen Stamm auf die Sim und einer der Admins ließ sich zu folgender Äußerung hinreißen:
[2012/07/03 10:47]  Admin: die rufbreitschaft ist da von den panther lol
Das empfand ich als ausgesprochen beleidigend. Denn jeder der die Pyrana etwas kennt weiss, dass wir in den letzten drei Jahren nur ein einziges Mal die Hilfe der anderen Stämme bei Kämpfen in Anspruch genommen haben. Im Gegenteil, das eine mal wo wir es taten löste das sogar große Empörung bei unseren Gegnern aus.
Um die Situation nicht zu eskalieren schrieb ich das fremde Panthermädchen an und bat sie via IM weg zu gehen.

Zurück im RP forderte der Söldner von mir, dass ich mich entschuldigen solle und mit gesenktem Haupt um Verzeihung bitten sollte. So wie ich einem Krieger die Möglichkeit gebe seinen Stolz zu wahren wenn er in unserer Gefangenschaft ist, so erwarte ich auch dass man einer Jägerin solange sie nicht versklavt ist ebenfalls ihren Stolz lässt. Daher fand ich diese Forderung schon mal äußerst Übertrieben. Die Hälfte dieser Truppe legt ihren Bogen nicht mal zum schlafen aus der Hand aber beschwert sich wenn ich einen Speer ziehe um sicher zu stellen, dass man nicht auf mich los geht. Was soll’s, alle Menschen sind gleich und manche etwas gleicher. Um die Situation zu deeskalieren und damit ich endlich nach Hause gehen kann, denn mein RP-Wettkampf wartete ging ich sogar auf diese Forderung ein:
[2012/07/03 10:49]  Cori Panthar: Gut. Ich entschuldige mich
[2012/07/03 10:49]  Cori Panthar: Es tut mir ausgesprochen Leid dass ich eure zarte und überaus reizenden Kajira in Angst und Schrecken versetzt habe
[2012/07/03 10:50]  Cori Panthar: Die von mir getroffenen Maßnahmen dienten meinem Schutz
[2012/07/03 10:50]  Sklavin: Kichert leise als sie Kajira hört und schaut weiter mit funkelnden Augen zu ihrem Jarl
[2012/07/03 10:50]  Cori Panthar: Jetzt wo ich euch besser kenne werde ich euch nicht mehr drohen
Aber das Zugeständnis, ins Dorf mit kommen, mich erklären, mich entschuldigen, all das reichte nicht aus. Man musste noch einen drauf legen.
[2012/07/03 10:51]  Schiffbauer rollt mit den Augen .. nun das ganze noch einmal mit gesenkten Haupt und hmm wie soll ich sagen...etwas mehr Gefühl und Betroffenheit, schuldbewusst und das ganze du weisst schon das volle Programm...
Und das meinte er wirklich ernst:
[2012/07/03 10:53]  Schiffbauer fragt sich wo Cori hinschaut und gibt ihr ein Klapps mit flacher Hand auf die Wange. na na.. hier spielt die Musik.. ich sagte nocheinmal und diesmal bemüht mit gefühl
Und da war klar, dass ich also entweder meinen Stolz würde hergeben müssen, oder meine Freiheit. Denn wie sollte ich erklären, dass einen stolze Pyranajägerin sich ohne Not für eine völlig normale Handlung entschuldigt. Meine Güte, ich hatte eine Sklavin bedroht und immerhin gelten Panthermädchen als freie Goreanerinnen. Gesetzlos zwar, aber frei. Und Freie bedrohen andauernd irgendwelche Sklaven.

Da ich durch den Versuch Zugeständnisse zu machen eigentlich erst in diese Misere geraten war und nun auch hatte lernen müssen, dass nach einer erfüllten Forderung stets sofort die nächste erhoben wurde spürte ich, dass der Zeitpunkt wo diese Leute mich überrumpeln würden immer näher rückte. Schlimmer, ich würde sogar kampflos einkassiert. Keinen Widerstand zu leisten hätte allerdings den Verlust meines Stolzes bewirkt und wäre durch meine Feinde sicher in keiner Form gewürdigt worden. Es war ja auch sonst nichts von meinen Ansätzen aufgegriffen worden, warum sollte sich das gearde jetzt ändern. Wenn ich diejenige war die zuerst zuschlug hatte ich vielleicht noch eine, wenn auch geringe Chance wenigstens den Hafen zu erreichen und auf das Schiff zu entkommen. Also schlug ich mit dem Speer zu und verlor den Kampf gegen Schifbauer, Adminsöldner und Sklavin.

Regelhaft kämpfende Sklaven versetzen mich persönlich jedes mal wieder in Wut: Entweder man ist Wolf oder Schaf, aber Wolfsschafe gibt’s nicht.

Ich verabschiedete mich da ich endlich zu meinem RP-Wettstreit wollte und sagte man könne davon ausgehen, dass man mich gefangen hätte. Natürlich musste eine schnippische Gegenbemerkung kommen. Eigentlich hätte ich nun merken müssen das kein RP mit mir gewünscht ist. Nach dem Wettkampf kam ich wieder und ließ mir den Kennel zeigen und freute mich auf das RP am nächsten Tag. Natürlich war ich unzufrieden wie es bisher gelaufen war. Aber oft fängt das Gute RP erst an wenn geklärt ist wer oben und wer unten liegt und das war ja jetzt der Fall.

Am nächsten Tag wachte ich auf und von dem Schiffbauer und seiner Kampfbond besucht. Ich dachte „Au, fein jetzt geht das RP los!“ Doch es wurde wortlos die Tür geöffnet und ich hinaus geleitet. Dann hieß es: „Deine Schuld wurde beglichen du kannst gehen.“ Und ich erhielt eine Ermahnung was alles passieren würde wenn ich es nicht täte. Meine Schwester Kati hatte offenbar während des Wettbewerbes einen Deal ausgehandelt.

Und so schickte mich dieser Mustergoreaner nackt und unbewaffnet auf die mehrere tausend Passang lange Reise in meine heimischen Wälder.

Ich war doch etwas verärgert. Da hatte ich mir also gestern ein RP aufdrücken lassen, dass ich nie wollte und nun wollte man mir dieses RP offensichtlich nicht mal geben? Wenn ich realistisch spielen wollte musste ich mir wohl oder übel zumindest noch Klamotten besorgen. Der Chefschiffbauer wollte mir keine geben und so emotete ich mich zuerst in seine Nähe als wir den Feuerplatz erreichten. Doch er rannte einfach weiter und so konnte ich den Satz dass ich mir den Bogen von seinem Rücken schnappe nicht anbringen.

Die nächste Gelegenheit bot sich am Hafen. Ich wartete bis sein Avatar mir den Rücken zu kehrte und vom Schiff ging, schickte dann meinen Emote raus machte den Bogen bereit und eröffnete das Feuer. Die Killerbond zückte die Steinschleuder und erwiderte das Feuer. Spätestens jetzt hätte der Kampf eigentlich als angenommen und valide gelten müssen. Der Schiffbauer aber resetete den Meter und verwies (wie ich mitbekam zu Recht auf einen Regelpassus) der jedem Bewohner den Hafen für 10 Minuten zur sicheren Zone erklärt und danach aber nur RP-Kampf zu lässt.  Nach kurzem Disput willigte ich ein. Den Bogen hatte ich mir ja nun schon erkämpft und so schoss ich meinem Lieblingssöldner einen emoteten Pfeil durchs Bein und erwartete einen Emote wie er ausweicht oder so. Dieser brach das RP jedoch ab weil er so ein Force-RP nicht mit machen würde. Ein Angebot alles zu besprechen, wurde von ihm nicht mal mit einer Absage oder so bedacht.

Ich lief nach Hause, schnappte mir einen Bogen und reiste zurück. Auf Hammersgard fand ich den Schiffbauer am Feuer mit seiner Sklavin sitzend vor. Als ich mich näherte regierte er nicht. Da ich es für ausgesprochen unfair halte wenn man jemanden einfach so beschießt wollte ich irgendwas vorher sagen und mir viel nichts ein als: „Tal da bin ich wieder“ im ersten Emote und „..und nun stirb!“ im Zweiten. Der Kampf ging los, eine Söldnerin hatte ich übersehen und auch diesen 3 vs. 1 Kampf verlor ich.

Im folgenden wurde meine IM Bitte, nicht von dieser Kampfsklavin bespielt zu werden hartnäckig ignoriert. Man zog mich aus und fesselte mich. Mein Lieblingssöldner zeigte sein ganzens Können indem er mir ankündigte, dass ich nun sterben würde. Eine Möglichkeit dem Tod zu entgehen bot er mir nicht an. Statt dessen walzte er eine halbe Stunde aus wie er mir die Haare abschnitt und sich über meine Dummheit verwunderte.

Alle meine Argumentationen, dass ich, nach der Schmach vom Vortage keine andere Wahl gehabt habe als abermals, selbst in aussichtsloser Position gegen ihn ins Feld zu ziehen wurden schlichtweg übergangen. Er wurde nicht müde mir zu erzählen, dass ich nun sterben würde.

Dann musste er plötzlich zu einer OOC-Sitzung. Während dieser Zeit ließ man mich einfach auf der Sim liegen ohne irgendwelche Anweisungen wie ich mich zu verhalten hätte. Selbstentfessungen sind auf der Sim verboten, also lag ich nun mal da. Meine Schwestern erschien auf der Sim und durften mich nicht mitnehmen. Wir sollten warten bis die OOC Sitzung vorüber sei. Also warteten wir.

Ich wurde unter Bewachung einer Schwangeren, noch immer nackt und an Händen und Füßen gefesselt, an einer Schlinge um den Hals Quer über die Sim in eine Haus in der Festung gebracht. Vielleicht hoffte man ja darauf ich würde selber den Kill-Button drücken.

Die Forderungen des Söldners waren grotesk: Da man rausgefunden hatte, dass ich ein Amt in dem Stamm inne hatte, sollten meine Schwestern ihr Wort geben, dass ich dieses Amtes enthoben würde und Zeit meines Lebens nur noch die niedersten Stellen würde besetzen dürfen. Anderen Falls würde man uns angreifen und wahrscheinlich schlimme Dinge mit uns machen.

Liebevoll gestaltetes Rand-RP

Derweil versuchte ich mich zu befreien. Die Schwangere ließ sich anfangs auf gar nichts ein. Später gab sie mir den Tipp, dass ihr Avatar große Angst vor Flüchen und vermeintlichen Zaubern hätte und ich könne ja versuche sie zu verfluchen.

Nachdem OOC die Nachricht durchsickerte, dass einige Spieler der Söldner auf einem Kill an mir bestanden, bekam ich es nun doch mit der Angst zu tun. Auch sickerte durch das die Administration von Hammersgard die "Spielweise von Cori“ kenne. Mit anderen Worten, ich hatte wohl mal irgendwann, irgendeinem dieser Leute sein Ego geknickt und nun nahm man meinen Ausruf als Vorwand um mich zu killen und ein Exempel zu statuieren.Es war dem Schiffbauer also absolut ernst damit. Er wollte meinen Avatar auslöschen. Der IC-Grund war lächerlich, also blieb nur eine OOC-Intention zu vermuten.

Während die Schwestern um mich verhandelten, veruschte ich also wirklich die Frau zu verfluchen und versetze sie in einem kleinen Neben-RP auch wirklich in große Sorge. Allerdings veranlasste sie das nicht dazu mir die Fesseln zu lösen oder sonstwie zur Flucht zu verhelfen.

Während dessen legte unser Söldner wie schon am Tag vorher immer noch eine kleine Forderung drauf sobald die aktuelle efüllt wurde. Die Zustimmung der Unterhändlerin reichte plötzlich nicht mehr. Jetzt musste die En vortreten und es sagen und ich erfuhr erst später, dass auch dass nicht reichte. Sie hätte sogar allein und unbewaffnet in die Festung kommen müssen um das Versprechen meiner Amtsenthebung drt zu bestätigen .

Letztlich ging alles nach der Taktik: Wir reizen die Pyrana und Cori solange bis sie die Nerven verlieren, wir zwingen sie solange ihrer Rolle fremd zu werden bis sie es nicht mehr mit machen und einen Fehler machen den wir als Vorwand nutzen können um sie alle einzukassieren.
Denn eines war man sich gewiss: Mit sechs Söldnern in einer Festung hatte man gegen fünf  Pyrana außerhalb der Festung, auf der eigenen Sim eine ausgezeichnete Chance.

Warum sage ich Festung: Das Strategie Konzept der Sim ist einfach: Ein flaches Vorland ohne Terrain-Deckungsmöglichkeiten für die Angreifer. Eine erhöhte Festungsanlage die durch einen Fluss und einen Wall vom Vorland getrennt ist und die man nur über eine Brücke erreicht. Dort befindet sich ein umschriebener Torplatz der auf allen Seiten von Fluss oder Spießen umgeben und von allen Seiten einzusehen und zu Beschießen ist. Er lässt für Kämpfer keinen Raum zur Bewegung. Sollte es doch ein Feind ins Innere der Burg Schaffen, so ist der Kennel durch drei RP-Türen gesichert.

Wie man als Gruppe ein dermaßen ängstliches Sicherheitskonzept verfolgen kann ist mir Schleierhaft, aber es passt in das Gesamtbild einer von Kontrollverlustängsten geprägten Grundhaltung. Denn vom rein kämpferischen Niveau hätte es die Gruppe absolut nicht nötig sich zu verstecken.

Als ich am Ende dann doch in die Obhut meiner Schwestern übergeben wurde empfand man es für unnötig sich bei mir für das RP zu bedanken. Ich hatte ja nur den halben Abend Blut und Wasser geschwitzt, meien Schwestern beruhigt und mich während der OOC-Sitzung nicht retten lassen, kein Grund also mal ein versöhnliches Wort an mich zu richten. Man wollte sich ja auch nicht versöhnen.
Terandir-Mercs am 3. und 4.7.2012

Sim und Lageroptik:              7/10 Punkten
Festungspotenzial:                 8/10 Punkten
Spiel Innerhalb der Gruppe:   8/10 Punkten
Spiel mit anderen Gruppen:   8/10 Punkten
OOC Kontakt:                       6/10 Punkten
Fairness:                              6/10 Punkten
Gorness:                              7/10 Punkten

Gesamturteil: 63%
Fazit

Für mich persönlich bleibt unterm Strich das Gefühl einem tief verwurzelten Hass und einer abgrundtiefen Verachtung ausgesetzt gewesen zu sein. Ich hatte nicht das Gefühl als Mitspielerin und Mensch anerkannt, akzeptiert oder gar geachtet zu sein.
Die normalen Gruppenmitglieder, wie die Söldnerin, die Schwangere oder der Sklavenmeister, haben gutes RP gemacht und auch der OOC Kontakt später war durchaus freundschaftlich udn verbindlich. Jeweiter man in der Gruppenhierarchie anch obenschaut um größer wurde offenbar der Hass gegen meien Gruppe und mich und um so mehr waren die Handlungen von Narzismus, Kontrollzwängen, Willkür und spieltechnsichen Schwächen geprägt.
Für die Terandir würde ich mir wünschen, dass sie mehr Selbstbweusstsein im Kampf aufbringen, und ihre Administratoren sich mehr von der Spielfreude ihrer Gegenüber und vor allem ihrer eigenen Gruppenmitglieder anstecken lassen. Dem Schiffbauer wäre etwas mehr Sensibilität zu wünschen. In unserer Gruppe waren alle, ohne Ausnahme hochgradig enttäuscht von dem Verlauf des Spiels udn ich kann mir nicht vorstellen dass man auf Seiten der Söldner zufrieden war.