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Freitag, 3. April 2020

Wie viel Angst sollte man haben?

Zur Zeit erlebe ich eine zunehmende Gereiztheit in meinem Umfeld im Bezug auf die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Coronakrise.

Ja auch ich bin zunehmend genervt, weil ich in unserer Klinik rumsitze, wir alles leergeräumt haben, sich aber bisher gerade mal ein Coronapatient zu uns verirrt hat, dem es allerdings somatisch recht gut ging.

Ansonsten, völlige Stille an der Corona-Front. Es wirkt fast so als wolle der große Coronakrieg ausfallen.

Da wir selbst Monate nach dem Pandemiebeginn in Wuhan eigentlich immer noch nichts über SARS-CoV-2 wissen, frage ich mich, wie viel Angst man eigentlich haben sollte?

Anfangs habe ich nur die Zahlen in diesen Live-Tickern und den interaktiven Karten gelesen. Da kann es einem schon Angst und Bange werden. Stand heute haben wir 1122 Tote in Deutschland die dem Coronavirus zugerechnet werden und 85903 Infizierte. In Deutschland sind gestern über 100 Menschen an Corona verstorben. Was sagt uns das jetzt? Sagt das wirklich aus, dass deutlich mehr als 1% aller Coronakranken sterben? Nein sagt es nicht. Und die offiziellen Zahlen die noch Lethalitätsraten von 3,3 bis 7,7 Prozent werten sind definitiv völlig überzogen, sofern man sie auf die Gesamtbevölkerung bezieht.
Auch klingen 1122 Tote in drei Wochen sehr bedrückend, doch wenn man sich klar macht, dass in Deutschland jeden einzelnen Tag rund 2600Menschen an, Unfällen, Schlaganfällen, Herzinfarkten, Influenza oder Nierenversagen, Diabetes oder sonst was sterben, dann relativiert sich das etwas.  


Prof. John Ioannidis, ein ausgemachter Könner auf dem Gebiet der Statistik und Gesundheitswissenschaft, schrieb in einem Artikel vom 17.März, das wir bisher keine verlässlichen Daten im Bezug auf die Epidemiologie des Covid19 haben. Wir wissen nicht wir schnell es sich ausbreitet, wie viele schwere Verläufe es gibt und wie viele Fälle am Ende letal verlaufen. Das liege daran, dass in keinem Land der Welt flächendeckend getestet werden kann, weil überall die Testkapazitäten unzureichend sind. Hinzu kommt, dass der Test nicht besonders sensitiv ist, weswegen auch die Empfehlung ist mehrfach und mit zeitlichem Abstand zu testen. So wie es auch bei der Bundeskanzlerin passiert ist.

Wir können also nicht sagen, ob wir bei unseren 85903 Infizierten schon alle dabei sind oder ob wir vielleicht in Deutschland schon 40 Millionen Infizierte haben, die nur bisher nicht getestet wurden. Könnte aber auch sein dass wir wirklich bisher nur 85000Infizierte haben. Kurz und deutlich: Wir wissen es nicht. Keiner weiß es.

Was man eigentlich tun müsste, wäre eine gezielte Untersuchung zu machen. 20000 Leute, am besten in einer Stadt, keiner geht rein, keiner geht raus und man schaut über 14 Tage bei normalem Lebensalltag wie viele nach 7, nach 14 Tagen und nach 21 Tagen positive Testergebnise zeigen, wie viele krank geworden sind und wie viele verstorben sind.

Ioannidis führt aus, dass die einzige halbwegs sinnvolle Untersuchung von dem Kreuzfahrtschiff Diamnond Princess kommt, von 3700 Passagieren an Bord zuzüglich Besatzungsmitgliedern waren, gab es am Ende 700 Infizierte und davon 7 Tote registriert worden. Das wäre eine Sterblichkeit von ziemlich genau 1 Prozent. Das ist immer noch recht hoch, aber Ioannidis gibt zu bedenken, dass wir nicht wissen was das für Probanden in den Studie waren? Teilnehmer einer Kreuzfahrt sind nicht unbedingt für ihre Jugend bekannt. Sind Teilnehmer an einer Kreuzfahrt eher kern gesund, oder eher gesunde Leute mit hier und da einer chronischen Vorerkrankung. Außerdem sind 3700 Teilnehmer ein sehr, sehr kleiner Datensatz.  


Außerdem wissen wir nicht ob es auf dem Schiff auch Infizierte ohne Krankheitssymptome gab. So wie wir deren Anzahl auch in unserer Bevölkerung nicht abschätzen können.  

Am Ende schätzte Professor Ioanndis die Sterblichkeit des SARS-Covid-2 auf 0,05 bis 1,0%, also doch eher gering. Diese Zahl habe ich gleich erstmal meiner Mutter geschickt, die auch nicht mehr aus dem Haus geht.

Zu einer weiteren interessanten und beruhigenden Überlegung kam ich bei der Lektüre von Wodarg.com, der Internetseite des Dr. Wolfgang Wodarg. Es wird auf alle Medien berichtet, dass Covid-19 vor allem ältere Menschen betrifft, dass aber bei 80-85% eher milde Erkrankungssymptome auftreten. Das ist für mich das Hauptargument, dass wir es hier nur mit einem unbekannten, aber für die Menschheit keineswegs neuen Virus zu tun haben.

Was passiert, wenn ein völlig neues Virus auf eine absolut immunologisch naive Bevölkerung trifft, haben wir gesehen, wenn zum Beispiel bisher unkontaktierte Völker eben doch von Wissenschaftlern und Reportern kontaktiert wurden. Dazu gibt die Seite survivalinternational.de Auskunft. In den frühen 80er Jahren starb rund die Hälfte aller Nahua, einem indigenen Volk in Peru an den Folgen Infekten die durch ein Team von Ölbohrungsexperten eingeschleppt wurden. Das ist kein Einzelfall, denn das gleiche Schicksal traf rund die Hälfte aller Murunahua in den 1990er Jahren, nach einem Kontakt mit illegalen Mahagoniholzfällern. Auch die Zo’e in Brasilien starben reihenweise nach man versucht hatte sie zum Christentum zu missionieren.

So sieht es aus wenn ein „Killervirus“ auf einen immunschutzlose Gesellschaft trifft. Unsere Immunsysteme kennen Coronaviren schon sehr lange. Nun, soll mein Text nicht zur Leichtfertigkeit anregen. Nur Angst sollte man eben nicht davor haben.


Ich sehe dass in etwa so wie die Wette von Blaise Pascal. Wenn wir glauben, es ist ein Killervirus und alle Hygienemaßnahmen (Abstand, Masken, dauernde Desinfektion) anwenden, kann sich hinterher zeigen, dass es entweder ein Killervirus war und wir uns dadurch geschützt haben, oder dass es kein Killervirus war und wir uns für ein paar Monate eher unnützen Hygienemaßnahmen unterworfen haben. Sollten wir es aber auf die leichte Schulter nehmen und nichts tun, dann können wir im besten Fall feststellen, dass wir Recht hatten und es eben kein Killervirus war. Im schlechtesten Fall aber ist es ein Killervirus und wir werden alle dahingerafft. Und darum sage ich: Achtet auf Hygiene, desinfiziert Euch, wascht die Hände, haltet Abstand zueinander, so wie man es in jeder Grippe-Saison auch tun sollte, aber hört auf mit dieser wahrscheinlich völlig überzogenen Panik!


Und solange wir die Auswirkungen eines längeren Lockdowns nicht kennen, sollten wir sehen ob wir es nicht mit den konventionellen Hygieneregeln hinbekommen.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Die blöde Reiserei….

…ein großes Problem wenn man versucht SL und Gor unter einen Hut zu bringen ist die Sache mit dem Reisen. Denn der beste Grund warum die europäischen Ritter nicht die Inkas ausgerottet haben war der, dass sie einfach nicht hingekommen sind.

Aus diesem Grund metzeln die Torvaldsländer auf Gor auch nicht die Mambas weg und deswegen lassen die Tarnreiter aus Treve auch die Oasen der Tahari in Ruhe. Weil zwischen diesen Orten jeweils tausende Passang (sprich Kilometer) Landmasse liegen, die erst mal überwunden werden wollen. Dazu braucht es Zeit, Proviant und vor allem einen handfesten Grund.

In SL ist das aber alles kein Problem. Ein Teleport bringt einen Mamba nach Torwaldsland und die Nordmänner in die Tahari. Etwas das den BtB-Fundis natürlich sauer aufstößt, denn wer hat schon Lust sich als Voskanwohner täglich mit einer Meute Panthermädchen oder Mambas rum zu ärgern?

Einen Grund kann man immer schnell, konstruieren im Zweifelsfall eben eine Karawane die selte luxuriöse Handelswahren aus fernen Ländern beschaffen soll oder überbordender Größenwahn oder die Gier eines Feldherren der ihn und sein Heer antreibt fremde Gefilde zu entdecken und zu unterwerfen.  

Die spannende Frage ist: Wenn sich also die Hälfte unseres SL-Gor-Lebens auf irgendwelchen Schiffen oder Boskkarren  abspielt, wieso hat dann noch niemand in seine Sky eine Galeere gebaut auf der Simbewohner und Besucher eine solche Reise ausspielen können?

Zusatzfrage: Wenn es sowas gäbe, würde es genutzt?

Ich selbst habe mal versucht sowas anzuleiern und habe eine Voll bespielbare Galeere in die Sky über Anago gebaut. Niemand wollte sie.  

In diesem Sinne

Eure
Cori

Montag, 11. August 2014

Die Geschichte des Panthermädchens

In Monis Blog gibt es einen Link zu einem Video was einafch alles in den Schatten stellt was ich bisher an Machinema aus Second Life gesehen habe! Daher will auch ich dieses Video hier verlinken und hoffe dass es Euch viel Freunde bereitet. Es zeigt sehr schön die immer geliche Story der Panthermädchen!

Wer jetzt noch keien Lust hat eien Panthermädchen zu spielen, dem kann ich auch nicht helfen! Ich frage mich ob man die Macher dieses Streifens dazu bringen kann einen Film über die Pyrana zu machen.

In diesem Sinne

Eure
Cori

Freitag, 14. März 2014

Zum Thema Geld

Immer wieder kommt es im RP vor dass man irgendetwas kaufen muss. Insbesondere bei Sklaven werden teilweise astronomisch hohe Summen gefordert und bezahlt.

Da freute es mich sehr, dass ich kürzlich in einem Profil folgenden Überlegungen um Thema Geld auf Gor gefunden haben, was ich Euch nicht vorenthalten will:
Um 18OO v. Chr. sind im Kodex des Hammurapi die ersten gesetzlichen Regelungen zum Thema Bier zu finden. Es befinden sich auf dem berühmten Stein Regeln zur Herstellung und zum Verkauf von Bier, sowie zu den maximalen zulässigen Preisen. Ausserdem finden sich Bestimmungen über die einzuhaltende "Stammwürze" und insbesondere die Deputatmengen für die einzelnen Bevölkerungsgruppen.
So erhielten zum Beispiel normale Arbeiter zwei Liter Bier, Beamte erhielten drei Liter und Verwalter und Oberpriester sogar 5 Liter Bier täglich.
Nimmt man diese Zahlen zu Grunde dürfte ein Arbeiter auf Gor etwa 3 Kupfer verdient haben. Mann lebt ja nicht nur vom Met alleine und hatte noch andere Kosten zu bestreiten. Beamte etwa 6-8 Kupfer und hohe Verwalter 9-11 Kupfer pro TAG! Als Vergleich, ein Fass Met kostet etwas mehr als 5 Kupfer und ein Becher Met etwa 4 Tarskbit.
So ganz leuchtet mir noch nicht ein, wie man da welche Summe von was ableitet, aber offenbar hat sich da mal jemand wirklich Gedanken gemacht. Vielleicht liefer mir derjenige ja noch ein Bischen was nach.

Sonntag, 9. März 2014

New Dancers of Gor


Eigentlich hätte hier ein Spielbewertung stehen sollen. Mitten im Spiel erinnerte mich dieser tanzfreudige Outlaw aber daran, dass man nicht alles so ernst nehmen sollte.



Vielleicht komme ich ja noch zu meinem RP auf der dazugehörigen Sim. Für das getanze gibts aber nen Fleißbienchen ins Muttiheft! Der Text des Liedes ist allerdings für den Interantionalen Frauentag um einen Tag zu spät dran. Wobei er dem Gedanken der Emanzipation im Sinne der heiligen Alice wohl sowieso nicht zuträglich ist.

In diesem Sinne

Eure
Cori

Freitag, 7. März 2014

Auf's Dach gestiegen



Ich bin garnicht mehr sicher wann wir das zuerst bemerkt haben. Bewusst angesprochen hat es zuerst Sue, also Sulu Nurmi. Es geht darum dass es bei den Pyrana fast eine kleine Tradition ist, alles mögliche auf den Dächern der Hütten im Lager zu veranstalten.

Heutzutage sitzt man auf dem Dach einer Hütte und plaudert. Oder man setzt sich drauf während man Wache hält. Es gab sogar mal eine Kajira, die hat sich auf das Dach einer Hütte einen Schlafplatz gebaut. Ich kann mich erninnern, dass ich als En, mal eine Rede zu einer unserer Jahrestagsfeiern vom Dach meiner Hütte aus gehalten habe und auch Nicy verhandelte gelegentlich schon mal mit einem Krieger von oben herab, auf ihrer Hütte stehend. Aber woher kommt diese Tradition? Denn eines ist sicher, die Pyrana machen das schon immer so.

Man sagt der Krieg sei der Vater aller Dinge und so ist er quasi auch der Vater dieser kleinen Tradition. Schon während meines ersten Gefechtes, dass ich als Pyrana-Pledge auf Ivalo erleben durfte, sprangen Nicy und Yuna auf ihre Hüttendächer um von Oben auf die Angreifer vor dem Tor schießen zu können.

Klassischer Weise haben die Pyrana eigentlich immer Lager gehabt, bei denen die Hütten in einem Kreis angeordnet waren und drum herum eine Pallisade aus Holz war. Einzige Ausnahmen waren die Lager auf der Sim Turia und Avalon Shores bei denen ein Erdwall weite Teile der Begrenzung stellte.

Die Hüttendächer, die meist über den Pallisadenzaun hinausragten waren somit als Schussposition recht gut geeignet. Die Spitzen der Dächer boten sogar ein klein wenig Deckung. Das führte dazu dass doe Pyrana schon bald dazu übergingen ihre Verteidigungspositionen nach den Hüttennamen zu benennen.

Nicy rief im Falle eines Angriffs: „Esem auf deine Hütte, Nura und Su die hinteren Hütten und Katu auf die links!“, schon wusste jede wo sie beim Angriff zu stehen hatte. Irgendwann bemerkte Sue, im Gespräch mit einer Pledge: „Na auf ihren Hütten, die Pyrana stehen schon immer auf ihren Hütten“. Spätestens da war die Tradition geboren.

In diesem Sinne

Eure
Cori

Dienstag, 25. Februar 2014

Paraemoter

Wenn ich mich bei einer Sache nicht entscheiden kann, dann bei der Frage ob ich Paraemoting mag oder nicht.

Was ist damit überhaupt gemeint? Paraemoter oder Pararollenspiel kommt nicht etwa von dem grichischen Wort „Para“ und entspcht somit auch nicht einer Bedeutung wie „neben“,  „bei“ oder „nahe“. Es leitet sich der englischen Bedeutung des ursprünglich grichischen Wortes Paragraph ab und steht somit in der deutschen Bedeutung für „Absatz“.

Ein Paraemoter ist also ein Onlinerollenspieler der seinen Handlungen nicht in einem Satz beschreibt sondern in einem ganzen Absatz. Der nicht ganz abwegige Gedanke hinter einem Emote ist es, die technischen Unzulänglichkeiten der Rollenspielplatform (hier SecondLife) durch geschriebene Ausführungen auszugleichen und so, eine fiktive Situation emotional erlebbar zu machen.

Ein Beispiel dazu: Die plumpe Urspringsvariante und Kernaussage unsers Satzes ist folgende:
Cori: Lust auf Sep?
Klar es klingt in einem Chat besser wenn und weniger platt wenn da steht:
Cori sieht lächelnd zu Dir herüber und fragt: „Würdest Du mich in ein Separee begleiten?“
Das Emote verleiht der ganzen Situation ein gewisses Eigenleben und erhebt sie über den simplen Informationsaustausch. Nun zu den Paraemotern. Da klingt das so:
Cori hält einen Moment auf der menschenleeren Uferpromenade inne, dann fasst sie sich sichtbar ein Herz und schaut den Mann ihrer Träume an. Ihr Mund schenkt ihm ein zaghaftes Lächeln während der sanfte Wind der vom Meer herüber weht mit einigen ihrer kurzen dunklen Haare spielt. Doch in ihren Augen stehten, beleuchtet von den orangeroten Strahlen der untergehenden Sonne, auch die Zweifel geschrieben. Die Zweifel vor Ablehnung vielleicht? Was wenn dieser Mann den sie so sehr begehrt sie abweisen wird? Mit einem Seufzer überspielt sie ihre Unsicherheit und fragt nun mit einem strahlenden fast etwas frech-verwegenem Lächeln: „Was meinst Du? Traust Du Dich mit mir in eine Separee zu gehen?“
Schon habe ich die Situation viel eingehender beschrieben, meine Rolle viel zweifelnder, viel selbstkritischer dargestellt und meinem Spielpartner eine Vielzahl von Ansatzpunkten geliefert die er aufgreifen kann. Alles perfekt oder?

Paraemoting hat auch Nachteile und zwar nicht wenige. Zunächsteinmal braucht Paraemoting Zeit! Habe ich den Urspungssatz in wenigen Sekunden getippt, schreibe ich an einem Paraemote mehrere Minuten. Minuten indenen ich zugleich für die kürzerformulieren Handlungen der anderen Mitspieler praktisch blind bin, denn nur wenige Leute können gleichzeitig Lesen und schreiben und das Geschriebene zusätzlich noch auf die jeweils neue Situation anpassen.

Wenn dann auch noch mehrere Spieler an der Beschreibung so einer Situation beteiligt sind wird es schnell sehr, sehr unübersichtlich und wenn man dauernd noch fünf Minuten auf den nächsten Emote der Gegenseite warten muss zieht es sich auch ganz brutal in die Länge. Zumal man ja den fertigen Text dann auch noch lesen muss!

Meine Erfahrung, die ich sogar mal in einem Test mit Slizzer überprüft habe ist: Paraemoting kann sehr viel Spass machen und eine wirklich knisternde Atmosphäre schaffen solange man nur zu zweit ist. Sobald mehr Leute beteiligt sind gibt es Chaos. Daher lautet mein Credo: Je mehr Spieler da sind um so kürzer sollten die Emotes sein. Der Nachteil an kurzen Emotes ist allerdings dass irgendwie die Emotionen bei einem RP auf der Strecke bleiben.

Übrigens hat sich vor langer Zeit Bart mal Bart mal denkwürdig furios über Paraemoting beschwert und natürlich gabs auch schon in SLinfo Beiträge dazu. Spannend wird es, wenn das Talunajagd-RP welches Kasra in Planung hat wirklich zur Umsetzung kommt. In Kasra finden sich viele freunde des langen Emotes. Es wird interessant zu sehen was passiert wenn man diese langen Emotes versucht mit Meterkampf-Elementen zu verbinden. Ich werde Euch natürlich davon berichten.

In diesem Sinne

Eure Cori 

Sonntag, 22. Dezember 2013

Norden und Süden in Sais vereint



Sais am Vosk

Oh da ist mir wohl eine Fehlinformation unter gekommen. Wie es aussieht ist Sais am Vosk doch längerfristig betriebsfähig. Wieso schreibe ich ausgerechnet über diese Sim? Naja weil wir auf unserer Reise dort vorbei gekommen sind und unsere Erfahrung mit den Bewohnern sowohl IC also OOC eine ausgesprochen Gute war.

Sonja Cortes, die übrigens die IC-Nachfahrin der einstmaligen Panther-Ikone Peacy Cortes ist, beschreibt das Konzept der Sim so. Die Sim sollte als zentralgorensicher Ort das Zusammenspiel zwischen Nord- und Südgoreanern fördern, die sich ansonsten doch eher selten zu Gesicht bekommen.

Insgesamt habe die Mischung von Nord und Süd ganz gut geklappt sagt auch Sais-Bewohner Jessy Stormcrow. Die Gretchenfrage aber stellt sich bei der Frage der Buchnähe denn beide Richtungen BtB und GE stehen sich ja zunehmend unversöhnlich gegenüber. Dazu Sonja:  „Wir wollen eine gesunde Mischung hier spielen. Nicht streng BTB, aber doch an den Grundfesten entlang. Vieles ist möglich bei uns, soweit es sich noch erklären lässt.“ 

Der Dorfchef - Jessy
Sais stellt dabei ein Dorf am Vosk, dem zentralen Fluss in Gor dar. Die Sim hat in meinen Augen eien vorbildliche Aufteilung in Dorfgebiet und umgebende Wildnis mit einem kleinen Bach, ausreichend Wald mit vielen erlegbaren Tabuks.

Das Dorf folgt einer recht offenen Bauweise weswegen auch der Zero-Splash aktiviert ist. Es gibt einen zentralen Feuerplatz aber auch ein Gasthaus das eher an eine Lang-Hall der Nordländer erinnert. Außerdem eine sehr stimmungsvolle Stadtmauerruine und einen ebenfalls hinreichend rustikal wirkende Schreiner/Holzfällerei die bei den ganzen Tannen auch ganz gut ins Ambiente passt.

Was die Rollenbesetzung angeht so steht man in Sais noch am Anfang gibt Sonja zu. Es fehlt noch an den klassischen Rollen eines Dorfes besonders wünscht man sich einen Bauern und einen Wirt für das Gasthaus, aber auch Sklavinnen und natürlich Krieger wären gerngesehen Neuzugänge.
In den Tiefen des Waldes versteckt sich auch noch ein einzelnes Panthermädchen wie wir aus Erster Hand erfahren haben, die Simbetreiber könnten sich hier sogar eine versprengte Pantherguppe als zusätzliche Bewohner vorstellen.

Sklavin, Jägerin oder geheimnisvolle Fremde? - Sonja
RP mit Liebe zum Detail wird auf Sais groß geschrieben. Offenbar nimmt man hier eher nicht das Ziel ins Visier sich durch Raids und Rescues einen Namen zu machen. Auch über Mangelnden Besuch kann man sich nicht beschweren denn allein als wir da waren bereisten mindestens sechs Leute die Straße zwischen Hafen und Dorf, die Straße in Südland wird gefühlt weniger benuzt. Wünschen wir dem abitionierten Projekt einen guten Start und aus Sicht der Pyrana gibt es keinen Grund warum das nicht gelingen sollte. Selten wurden wir an einem Ort so unkompliziert empfangen und selten wurde wo so spontan und authentisch auf unser Spiel eingegangen. 

Sais ist mit Sicherheit eine positive Erfahrung in der rasch schrumpfenden Gor-Welt.   

Montag, 8. Oktober 2012

Hüttenbau

Manchmal packt es mich ja und ich schreibe etwas über Themen die ich interessant finde um die Rollen der im Urwald lebenden Überlebenskünstlerinnen, der Panthermädchen besser darstellen zu können. Dabei kam mir der Einfall etwas über Hüttenbau zu verfassen.

Zunächst muss man sich entscheiden was für eine Hütte man Bauen möchte. Da gibt es zum beispiel Hütten wie man sie in zentral Afrika baut, die sogenannten Kral. Es ist sogar so, dass die Hütten die wir in SL vielfach benutzen am ehesten dem einer Variante des Kral entsprechen. Ein Kral (oder auch Kraal) ist eigentlich ein Pferch nur eben mit einem Dach drauf und ungefähr genau so baut man das auch.

Was benötigt man: Man braucht erstmal einen geeigneten Boden. Er Darf nicht zu Steinig und nicht zu weich sein. Dann benötigt man als Baumaterial, etwas dickere Stöcke in der Länge wie die Seitenwände hoch werden sollen. Sie sollten etwa so Dick sein wie ein Arm, können natürlich gerne auch etwas dicker sein. Außerdem braucht man lange und etwas dünnere Äste die ebenfalls recht grade sein sollten. Je länger die Äste um so spitzer wird das Dach, denn dafür sollen sie verwendet werden. Und man braucht jede Menge dünne biegsame Zweige.

Nun steckt man erstmal mit einem Seil und einem Stock ein meist kreisrundes Areal ab. Dann gräbt man die dicken Wandstöcke in lockerem Abstand zu einander auf dieser Linie senkrecht ein. Natürlich muss man Platz für die Eingangstür lassen. Anschließend kann man die Zweige zwischen die Wandstöcke flechten indem man sie parallel zum Boden immer abwechselnd innen und außen um die Wandstöcke herum legt. Wer möchte kann dieses Wandgeflecht jetzt noch mit Lehm, Boskdung oder sonst was verputzen.

Jetzt geht es ans Dach. Das Dach wird getrennt vom Haus gebaut und wenn es fertig ist einfach oben drauf gesetzt. Zunächst bindet man zwei der langen Stöcke, die als Dachstreben fungieren werden, an einem Ende locker zusammen und stellt dieses „Dreibein“ dann auf. Durch anlegen und festbinden immer weiterer Dachstreben erhält man eine art strahlenförmigen Kegel. An dem werden horizontal verlaufend wieder diese dünneren Zweige angebracht.

Um diese ganzen Verknüpfungen zu binden wird angeblich Leder verwendet das in dünnen Riemchen geschnitten ist. Diese werden vor der Benutzung sorgfältig eingeweicht, da Leder dann wohl aufquillt und sich beim Trocknen wieder zusammen zieht, dadurch wird die Verknotung sehr straff und fest.

Als Letztes bindete man Schildfalme oder Blätter zu Garben zusammen und befestigt dise Garben an den Querstreben des Daches, so dass sie immer am oberen Ende angebunden und am unteren Ende der nächst tieferen Querverstebung aufliegen.Das macht man solange bis das ganze kegelartige Dachgerüst bedeckt ist.

Den Abschlus bildet dann das Anheben des Daches und das Augsetzen auf die vorgefretigte Hüttenwand. Fertig ist die Hütte.

Was ich bisher noch nicht ganz verstanden habe ist wie man das Dach nun wirklich Wasserdicht bekommt, denn Dachpappe kannten die auf Gor ja wohl noch nicht. Mein Bauplan stammt aber aus einer Seite für afikanische Strohhütten und da gehts wohl eher darum irgendwo einen Schattenplatz zu schaffen.

Wer mag kann das ja gerne mal am Wochenende ausprobieren...

Eure
Cori

Montag, 23. Juli 2012

Über die Jagd

Heute habe ich mir mal ein paar Gedanken über den Kern der Jägerinnen-Rolle gemacht und möchte mal was über die Jagd schreiben.
Zunächst gibt es verschiedene Jagdarten die je nach Gegebenheiten und zu erlegender Beute mehr oder weniger hilfreich sind.
Hier unterscheidet man zwischen der Einzeljagd und der Gruppenjagd. Einzeljagd beudetet ein einzelner Jäger zieht los und bei der Gruppenjagd sind es eben mehr als einer.

Man kann diese Jagdform auch noch mal in eine Suchjagd, ein Ansitzen und die sogenannte Pirsch unterteilen. Bei der Suchjagd läuft man mit seinem Jagdtier (z.B. Hund) herum bis man ein kleines Tier aufgescheucht hat, das eigene Jagdtier wetzt der Beute dann hinterher und erlegt sie. Kleine Tiere und auch Vögel kann man so gut jagen.

Beim Ansitzen, setzt man sich an den Rand einer Lichtung oder eines Wasserlochs wartet bis die Beute sich nähert und erlegt sie dann ais dem Hinterhalt. Das ist zwar nicht so wahnsinnig sportlich, funktioniert aber wenn man weis wo die Beute lang kommen wird.

Das vermutlich ehrlichste Jagdvergnügen ist die Pirsch. Dabei schleicht die Jägerin so unauffällig es geht durch den Wald bis sie einen Beute sieht und erlegt sie dann. Besonders wichtig dabei ist es dass die Jägerin, die Wildwege kennt und die Spuren der Tiere richtig lesen kann. Die Pirsch wird wahrscheinlich besonders bei größeren Tieren angewendet, zum Beispiel bei Tarsken oder Tabuks.

Die zweite große Gruppe sind die Gesellschafts oder Gruppenjagden. Dabei kann man zwischen der Ausdauerjagd, der Treibjagd und der Drückjagd unterschieden werden.

Die Ausdauerjagd ist dabei wohl die brutalste Form. Mehrere Jäger treiben das Wild hierbei solange vor sich her bis es vor Erschöpfung einfach tot umfällt. Manchmal wird dabei auch noch versucht dem Tier mit Lassos Steine oder andere Gewichte anzuhängen damit es schneller erschöpft ist oder es an einem Baum anzuleinen. Dann kann man es solange im Kreis jagen bis es tot ist.

Bei der Treibjagd scheuchen mehrere Treiber meinst mit Jagdtieren ausgerüstet, das Wild auf um es auf die anderen Jäger zuzutreiben. Man versucht hierbei möglichst einen Kessel zu bilden und um das Wild zu schließen. Dadurch dass Jäger und Treiber immer abwechselnd positioniert sind versucht das Wild natürlich von den lauten Treibern in die Lücken Vorzustoßen wo die leisen Jäger lauern. Ab einem gewissen Abstand müssen die Jäger natürlich dann auch darauf achten dass sie sich nicht aus Versehn gegenseitig be- oder erschießen.

Zuletzt gibt es noch die Drückjagd. Sie funktioniert ähnlich wie Treibjagd, nur wird das Wild dabei nicht im gestreckten panischen Galopp aus seinem Versteck aufgescheucht, sondern eher so dass es immer wieder ruhig seine Position ändert, solange biss es dem wartenden Jäger vor die Flinte oder im Falle von Gor vor den Bogen läuft.

Insbesondere die Drückjagd ist etwas dass ich mir für Panthermädchen sehr gut vorstellen kann, denn es funktioniert in weit kleineren Gruppen als Treibjagd und ist weit weniger Kraftraubend als die Ausdauerjagd.

Als Jagdwaffen wurden früher, in Abhängigkeit von Region und Kultur Speere, Bögen, Armbrüste, Schleudern, Boleadora, Blasrohre und Bumerangs verwendet. Zu den Schusswaffen wurde außerdem je nach Kulturkreis meist eine oder mehrere Handwaffen mitgeführt, sieht man einmal von dem Jagdsäbel und dem Jagddegen ab handelt es sich hierbei jedoch immer um verschieden Spielarten eines Jagdmessers (Nicker, Waidblatt, Tüllmesser u.ä.). Heutzutage wird fast überall auf der Welt fast Ausschließlich mit Feuerwaffen gejagt wobei die archaischen Waffenformen durch aus noch gelegentlich im Gebrauch sind.

Eine Sonderform der Jagd stellt die Fallenjagd dar. Hierbei wird dem zu erlegenden Wild eine Falle gestellt in welche die Beute entweder zufällig hineintappt, oder in die das Wild ähnlich wie bei der Treib oder Drückjagd hinein geführt wird.
Der bekannteste Jadgtrick ist es hier wohl das Wild in eine Fallgrube zu locken. Aber auch aufgestellte Spieße hinter einem Busch können wirksam sein.
Natürlich kann man das Wild auch mit Hilfe eines Köders an die gewünschte Position locken,  

Was zur Jagdausrüstung gehört ist unterschiedlich und von der Jagdart und dem zu bejagenden Wild abhängig. Für die Treibjagd zum Beispiel sind Signalhörner unerlässlich da man sonst nicht orten kann wo die anderen Teile der Jagdgesellschaft sich gerade befinden. Bei einer längeren Pirsch zum Beispiel sollte man auch Trinkwasserflasche, Feuerzeug und Zelt mit nehmen. Auch sollte Rüstzeug zur Instandsetzung der Ausrüstung nicht fehlen. Ein absolutes Muss sind bei jeder Jagd die Bandagen und Heilmittel, falls der Jäger selbst verletzt wird.

Waidmanns Heil

Eure
Cori

Samstag, 28. April 2012

Kleines Überlebenshandbuch


Eine Schwester sagte vor einiger Zeit zu mir, als ich fragte worüber ich denn in meinem Blog schreiben solle, „schreib doch was über’s Feuer!“. Anfangs dachte ich sie will mich sicher veräppeln aber dann nahm die Idee doch Gestalt an und so habe ich mich mal durch die einschlägigen Seiten geklickt, was man denn so benötigt um in der Wildnis zu überleben. Vielleicht findet ja die eine oder andere noch etwas was sie in ihr RP einbauen kann. Das allerwichtigste sind Wasser und Feuer.
Bevor man Feuermacht muss man aber sehen, dass man die Feuerstelle gut absichert. Wer nicht darauf achtet riskiert einen veritablen Flächenbrand, oder auch einen Teil seiner Ausrüstung zu verlieren. Gerade für die Taluna im trockenen Süden sollte das ein wichtiger Punkt sein. Man sollte die Feuerstelle entweder in einer Mulde anlegen, oder sie mit trockenen Steinen umgeben. Die Steine müsse darum trocken sein, weil nasse Steine angeblich explodieren können. Grund dafür sind winzige Luft oder Wassereinschlüsse in zum Beispiel Schlackesteinen. Durch die Erhitzung dehnt sich das Wasser aus und kann einen Stein sprengen. Wichtig sei es auch genügend Erstbrennmaterial, z.B. trockenes Gras, Zunder oder ähnliches bereit zu haben. Um einen Kern aus Erstbrennmterial wird dann das Brennmaterial so aufgebaut, dass unten die feinen Zweige und Späne liegen und weiter oben dann die größeren Stücke. Man muss hier besonders darauf achten, dass überall ausreichend Luft an die Flammen kommen kann. Man kann dafür das Feuer auch auf einem Speziellen Metallrost errichten so dass die Luftzufuhr von unten gewährleistet ist. Das Anzünden des Feuers erfolgt auf der, dem Wind zugewandten Seite. Damit der Wind die Flammen auf den Brennstoff zutreibt. Natürlich muss man bereit sein dem ersten zarten Funken, oder Flämmchen mit den Händen, Steinen oder sonst etwas passendem, Windschutz zu geben. Um dieses erste Flämmchen zu erzeugen, stehen einer Jägerin auf Gor im Regelfall zwei Wege zur Verfügung. Die bekannteste ist das Feuerschlagen. Dabei werden zwei Steine so aneinander geschlagen dass Funken entstehen die dann etwas Brennbares entzünden sollen. Das Problem ist dass man dazu einen harten Feuerstein benötigt und unbedingte einen sogenannten Schwefelkies. Hierbei handelt es sich um Pyrit oder Markasit. Das alleinige aneinander schlagen von Feuersteinen erzeugt lediglich kurzlebigste Funken die nichts entzünden können.
Etwas effektiver und vor allem häufiger anwendbar ist die Möglichkeit des Feuerbohrens oder Feuerreibens. Dabei dreht man einen Ast senkrecht stehend, so schnell es geht zwischen den Handflächen auf einer meist hölzernen Unterlage und erzeugt durch die Reibung Hitze. Alternativ kann man den Ast auch so schnell es geht in einer Art vorgefertigten Rinne hin und her reiben. Drumherum legt man dann den das Erstbrennmaterial. Wenn man zwischen Ast und Unterfläche etwas Sand streut, kann dass die Reibung verstärken und so die Erfolgsaussichten deutlich erhöhen. Trotzdem ist es ausgesprochen Schwer auf diese Art ein Feuer anzuzünden. Es ist sehr anstrengend und es kann durchaus Tage geben an denen man einfach keinen Erfolg hat. Wer auf diese Art aber mal ein Feuer hinbekommen hat, der weiß was er geleistet hat. Etwas neumodischer ist in dem Zusammenhang die Möglichkeit mit einem Brennglas das Feuer zu entzünden. Da es auf Gor durchaus Fernrohre gibt (Werden als Glas der Hausbauer oder so beschreiben) muss es also auch bikonvexe Linsen geben. Damit kann man Sonnenlicht so bündeln, das es in einem Brennpunkt auf das trockene Gras trifft welches man entzünden möchte. Nach einem kurzen Rauchen sollte es dann Anfangen zu brennen diese Variante setzt aber ein Brennglas und strahlenden Sonnenschein voraus.
Wenn das Feuer erstmal brennt, sollte man es nie unbeaufsichtigt lassen. Löschmaterial wie Wasser oder Sand sollte immer ausreichend bereit stehen. Denn zuletzt könnten, gerade auf Gor, auch ungebetene Gäste den Feuerschein sehen und so auf die Gruppe von „Privatbrandstiftern“ aufmerksam werden da ist es gut wenn man das Feuer auch schnell wieder löschen kann. Wenn man das Feuer nicht mehr braucht muss man es gut löschen und unbedingt prüfen, ob es auch wirklich aus ist.
Wenn man es irgendwann schon mal zu einem Feuer gebracht hat, möchte man es vielleicht zur Sicherheit für die kommende Nacht oder Rast mitnehmen. Man kann auf diese Art auch „Feuerleihen“ indem man Glut aus einem fremden Feuer mitnimmt.
Möglich ist dies mit heutzutage in einer durchlöcherten Blechdose. Die Dose muss man gut durchlöchern damit Sauerstoff hineinströmen kann, dann Glut hineinfüllen, verschließen und mit einem langem Tragegriff, am besten aus Draht transportieren. UrzeitMenschen verwendeten dafür häufig auch Schalen von großen Nüssen (Kokosnuss) oder Knochenschalen. Auch mit einem Korb ist es möglich Feuern zu transportieren. Entweder man hat zufällig einen bei sich oder flicht sich selbst einen aus frischen Ästen. Dieser wird dick mit frischen Blättern ausgelegt und die Glut darauf platziert. Die wie ich finde eleganteste Methode des Feuertransportes ein Seil: Am besten ein dickes Naturseil an einem Ende anbrennen lassen und ausblasen. Nun brennt es langsam der Schnur entlang ab.
Feuer ist wichtig um Nahrung zu erhitzen und der Rauch kann manche Insekten vertreiben. Nahezu alle Tiere haben Angst vor Feuer und Rauch. Doch auch Asche ist ein wunderbares Mittel zum Schutz vor Insekten. Vor dem schlafen gehen, die Asche um einen herum streuen oder mit Wasser gemischt den Körper damit einreiben.

Das zweite große Thema zum Überleben, ist Wasser. In den meisten Waldgebieten gibt es auch Gewässer. Wie man Wasseradern sucht oder Wünschelrute geht habe ich nicht nachgelesen. Als Faustregel gilt: Wasser aus schnell fließenden Gewässern ist im allgemeinen sauberer als solches aus langsam fließenden oder stehenden. Klares Wasser ist trüben Wasser vorzuziehen. Zu kaltes Wasser sollte vor dem Genuss erwärmt werden, ist dies nicht möglich, dann nur sehr langsam trinken. Verunreinigtes Wasser bekommt man sauberer, indem man es durch ein mit Sand gefüllte Tuch filtert. Gegen Krankheitserreger hilft das allerdings nicht. Vermutet man solche im Wasser, sollte man es abkochen. Diese Regel hilft übrigens nahezu immer wenn es um Krankheitserreger geht. Kochen, Schälen, Braten oder nicht in den Mund stecken.
Meerwasser zu entsalzen ist sehr schwierig, wenn die Temperaturen nicht so sind, dass es gefriert. Wassereis ist selbst dann noch salzarm, wenn es aus Salzwasser entstand. Die äußere Schicht des Eises sollte man wegkratzen, den Rest auftauen. Insgesamt ist diese Methode für Taluna und Panthermädchen nicht durchführbar.

Was die Nahrung im Wald angeht so sind viele Dinge essbar. Die meisten Pflanzen sind aber eher der irdischen Flora zuzurechnen. Daher ist es nicht so richtig schlau hier alles aufzuzählen. Aber auch auf Gor kann man Baumrinde abziehen und die seidige, weiße Schicht kochen und Essen. Auch Schilfwurzeln kann man essen, sie sollen sehr stärkehaltig sein.

In diesem Sinne

Eure
Cori

Mittwoch, 11. April 2012

Ehre

Es ist schwer in einer Gesellschaft wie dem deutschen Kulturbereich wirklich gute Worte zu finden die den Begriff der Ehre allumfassend beschreiben.
Wie immer bedient man sich eines Blickes in die Vergangenheit um herauszufinden womit man es bei diesem sonderbaren Ding, das niemand sehen, niemand anfassen kann, zu tun hat, denn seine Anwesenheit fühlen wir alle irgendwie.
Bereits in der Ilias wird die Ehre als ein Gefühl erwähnt, dessen Verletzung zu erbitterten Feindschaften führt. Bereits in Homers Erzählungen wird deutlich das Ehre ein Begriff aus dem Bereich des Kampfes ist. Die Ehre steht dabei dem Sieger zu, eine verletzte Ehre konnte schon damals nur durch den Kampf wieder hergestellt werden. Interessant ist auch, und darin decken sich auch andere antike Schriften Ehre etwas war das an Besitz und Freiheit geknüpft war. Nur wer frei war, konnte Besitz haben und nur wer Besitz hatte konnte auch Ehre haben. In diesem Zusammenhang hilft auch Platos Anhandlung „Der Staat“ weiter.
Unzählige Bücher, Theaterstücke und Filme widmen sich dem Thema der verletzten Ehre und noch heute fechten in manchen Studentenvereinen die jungen Akademiker Fechtkämpfe auf dieses sonderbare Etwas das sich Ehre nennt aus. Noch bis 1950 gab es in Deutschland den Brauch des Duells auf dem Boden einer Moralvorstellung die sich eigens der Handhabung von Ehrenfragen widmete. Bezeichnungen wie: „Ehrenamt“, „Ehrendoktor“, „Ehrensold“, „Ehrenmord“ und „ehrlich“ zeigen an, dass Ehre auch heute noch eine hohe Relevanz im Denken, Fühlen und Handeln der Menschen einnimmt.
Zahlreiche Definitionen versuchen eine allgemeingültige Definition zu finden. So beschreibt der „Große Brockhaus“ Ehre als „..auf der Selbstachtung beruhende, daher un­verzichtbar erlebte Achtung, die der Mensch von seinen Mitmenschen beansprucht...“
Doch wie unterschiedlich Ehre letztlich verstanden wird, kann man daran erkennen wenn man sich betrachtet wie abweichend die Begriffserklärungen im Islam und in der christlichen Welt aussehen. So findet man heraus, wenn man ich näher mit dem Thema beschäftigt, dass im nahen Osten und auf dem Balkan der Begriff der Ehre sehr viel stärker mit der Anwendung von Gewalt vergesellschaftet war und ist als es zum Beispiel in Frankreich oder Spanien der Fall ist. So gilt es zum Beispiel in Deutschland weitgehend als Ehrlos einen Frau zu schlagen und eher als Zeichen von Schwäche oder Inkompetenz, wenn man einen Frau vergewaltigen „muss um Sex zu haben“. Viele muslimische Männer sehen in der Gewalt gegen Frauen nur bedingt eine Ehrlosigkeit. Prof. Dr. Elcin Kürsat (Leibniz Universität Hannover) beschreibt in einem Aufsatz als Beispiel ein Fall indem mehrere junge Männer eine junge Frau nach einem Discobesuch vergewaltigt hatten nachdem die Frau mit in die Wohnung von einem der Männer gegangen war. Für die Täter lag keinerlei Fehlverhalten vor, denn die Frau hatte ihrer Ansicht nach bereits durch ihre Einwilligung mit einem an sich fremden Mann mit zu gehen, ihre Ehrlosigkeit und gleichzeitig ihre Bereitschaft zum Geschlechtsverkehrt ausgedrückt.
Daran wird deutlich wie sehr sich die Auffassungen von Ehre in den verschiedenen Kulturkreisen unterscheiden.

In einem Punkt aber herrscht weitestgehend Einigkeit unter nahezu allen Kulturen und Religionen: Die Ehre ist unterteilbar in eine Innere und eine äußere Ehre. Die Begrifflichkeit der Ehre ist dabei sehr stark an Moralvorstellungen und die Einhaltung ethischer Werte geknüpft. Verhält sich ein Mensch entsprechend dieser Moralvorstellungen so wird dieses gemeinhin als ehrenhaft empfunden. Allerdings besteht häufig ein deutlicher Unterschied zwischen den Moralvorstellungen und Werten einer Gesellschaft und den individuellen Wertvorstellungen einer Privatperson. Am Besten kann man das vielleicht am Beispiel eines sogenannten „Ehrenmordes“ verdeutlichen. Eine junge in Europa lebende Türkin beschließt sich von ihrem Mann zu trennen und die Scheidung bei Gericht einzureichen. Der Familienrat in der Heimat tritt daraufhin zusammen um zu beraten was nun zu tun ist. Die junge Frau hat durch die Scheidung ihren Mann zum Gespött aller seiner Freunde gemacht und gleichzeitig ihrer Herkunftsfamilie große Schande bereitet. Denn es heist: „Von allen Dingen, die erlaubt sind, ist die Scheidung das Verwerflichste in den Augen Allahs.“ Außerdem muss die Frau belegen können dass ihr Mann seinen Pflichten als Ehemann nicht oder ungenügend nachgekommen ist, was ihn erneut vor der Gemeinschaft bloß stellen würde. Die Frau verletzt mit anderen Worten die Ehre ihres Ehemannes und bringt dadurch gleichzeitig Schande über ihre eigene Familie. Um die Familienehre wieder her zu stellen kann der Familienrat den Tod der jungen Frau beschließen. Sollte dieser Beschluss gefasst werden, so werden häufig junge unverheiratete, männliche Familienmitglieder als Vollstrecker ausgewählt die dann unter Wissen und Mithilfe anderer ein regelrechtes Mordkomplott schmieden und ausführen.
Allen beteiligten eines solchen Mordes ist absolut bewusst, dass es sich um eine juristisch strafbare Maßnahme handelt, doch man nimmt selbst lebenslange Haftstrafen in Kauf um die Ehre der Familie zu retten. Und hier wird die Diskrepanz zwischen innerer und äußerer Ehre deutlich. Nahezu alle Menschen würden sagen, dass es unehrenhaft ist hinterrücks zu mehreren auf ein schwächeres Opfer los zu gehen. Nichts anderes passiert aber wenn der Onkel die Waffe besorgt, die Brüder Schmiere stehen und der jüngste Bruder seine unbewaffnete und arglose Schwester auf offener Straße mit 5 Schüssen in die Brust tötet.
Nach den Normvorstellungen der Gesellschaft handelt der junge man mehr als unehrenwert. Seine Tat verhilft ihm aber innerhalb der Familie zu größter Ehre, denn sie genügt den Moralvorstellungen an die seine Familie und auch Er gebunden sind. Dieses ist die äußere Ehre. Zur Zugewinn innerer Ehre gereicht es dem Schwesternmörder, wenn er die Tat nach seinen persönlichen und privaten Moralvorstellungen als richtig und gerechtfertigt ansieht.
So kann man die innere Ehre auch als so etwa wie das Gewissen ansehen.

Die Moralvorstellungen einer Gesellschaft, und letztlich auch des Einzelnen lassen sich häufig an den Religiösen Gebotsvorgaben ablesen und darin sind sich fast alle Religionen einig. So ist grundloses Töten anderer Menschen in jeder Weltreligion eine Sünde. Unterschiede existieren aber in der Beurteilung darüber was „grundlos“ ist. Auch Lügen wird von den Christen und Juden als Sünde betrachtete und das wird durch das 8. bzw. 9. Gebot vorgeschrieben. Auch im Islam ist an vielen Stellen erwähnt dass es falsch ist und strafwürdig zu Lügen: Sure 51, Vers 10: „Getötet sein sollen alle die immer nur Mutmaßungen anstellen“ oder einfacher übersetzt aus dem gleichen Vers: „Tod den Lügnern.“ Freilich bezieht sich der Koran und die Sharia dabei eher auf den Fall, dass jemand die Unwahrheit im Bezug auf Allah sagt. Somit zieht der Lügner die Größe und Erhabenheit Allahs in Zweifel was ohne Frage die schlimmste Form der Sünde ist. So kann man es für nahezu alle Vergehen durchdeklinieren. Auch Ehebruch, Diebstahlsverbot oder Neid werden in den meisten Religionen schlecht und sündhaft eingestuft.

In den meisten Fällen ist die innere Haltung und innere Moralvorstellung eng an die vorherrschende religiöse Moral gekoppelt. Wichtig ist hierbei aber noch, dass der begriff der Ehrenhaftigkeit nahezu überlall auch na einen gewissen Machtbesitz gekoppelt ist. So ist vielfach das Duell als letzte Möglichkeit zur Ehrenrettung vorgesehen. Dabei wird aber vielfach drauf geachtet, dass beide Kontrahenten gleiche Kampfbedingungen haben. So kann man nur schlecht seine Ehre wieder herstellen wenn man mit einer Schrotflinte auf offenem Feld gegen einen Degenfechter zum Duell antritt. Insbesondere in Europa gelangte das Duellwesen zu einer besonderen wenngleich traurigen Blüte.
Lag eine Beleidigung vor, so konnte und musste der Beleidigte Genugtuung von dem Beleidiger fordern. Lehnte dieser die Aufforderung zum Duell ab, so verlor er ebenfalls seine Ehre. Hintergedanke war, dass so jeder für seien Worte und Taten wenn nötig mit seiner Gesundheit und seinem Leben einstehen musste. Je ausgeklügelter das Reglement solcher Duelle wurde um so präziser wurden auch die Ehrverläufe überdacht. Kam es wirklich zum Duell, so musste dieses nicht zwangsläufig bis zum Tode eines Kontrahenten geführt werden. Welche Gesellschaft hätte sich schon tausende von toten pro Jahr durch Duelle erlauben können? Häufig genügte schon eine Verletzung eines Teilnehmers um die Streitfrage zu entscheiden. Interessanter Weise ist es dabei vielfach sogar zweitrangig wer wen getroffen hatte. So hatte der Beleidigte seine Ehre allein durch die Duellforderung und den Antritt des Duells vielfach wieder hergestellt und auch der Beleidiger hatte seinen ehre gewahrt indem er für seien Worte seine Gesundheit oder in besonderen Fällen sein Leben aufs Spiel gesetzt hatte. In späteren Zeiten des Pistolenduells wurde manchmal sogar eine gewisse Anzahl von Schüssen vereinbart die auf die Gegenseite abgegeben werden durfte. Wenn durch mangelnde Qualität der Waffe oder fehlende Übung der Schützen das Ziel auf beiden Seiten verfehlt wurde gab man sich die Hand und die Sache war aus der Welt.

Auch für unser Rollenspiel Gor, spielt Ehre eine wichtige Rolle. Leider bin ich in nahezu allen Fällen mit meiner Forderung nach einem Duell bisher auf taube Ohren gestoßen. In den Büchern des großen John N. wimmelt es allerdings vor Zweikämpfen. Wer weiß, vielleicht wächst ja auch in SL-Gor bald eine richtige Duellkultur heran, auf dem Boden der Ehre!

Für mich ist Ehre, gewissenhaftes und verantwortliches Handeln. Einen schwächeren Gegner zu schonen, vor einem Mächtigen nicht zu kriechen und sich nicht unnötig aufzuspielen. Und ein Leben zu führen in einer gewissen Bescheidenheit und mit dem festen Willen, so gerecht, konsequent und wahrheitsliebend zu handeln wie es eben geht und vor allem sich selbst, der eigenen Überzeigung, der inneren Ehre treu zu bleiben. Gelingen kann dieses nicht immer, aber ehrenhaft ist es, jeden Tag zu versuchen diesem Ideal gerecht zu werden. Und wie würdet Ihr Ehre definieren?   

Eure
Cori



Sonntag, 25. März 2012

Freundschaft


In den letzten Wochen habe ich mir viele Gedanken über Freundschaft gemacht. Was bedeutet das wenn man zu jemandem sagt: „Wir sind Freunde.“?
Wer Wikipedia befragt, und Wikipedia weiß ja bekanntlich alles, der erhält folgende Erklärung:

Freundschaft bezeichnet eine positive Beziehung und Empfindung zwischen Menschen, die sich als Sympathie und Vertrauen zwischen ihnen zeigt. Die in einer freundschaftlichen Beziehung zueinander stehenden Menschen bezeichnet man als Freundin bzw. Freund. In einer Freundschaft schätzen und mögen die befreundeten Menschen einander. Freundschaft beruht auf Zuneigung, Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung. Eine Freundschaft wird „geschlossen“, geht sie einem Ende zu, so „erkaltet“ sie.

Das hilft einem nicht unbedingt weiter, denn ich denke die meisten Menschen werden bei dieser Begriffsdefinition locker mit gehen. Leider ist sie so weit gefasst, dass ich nicht verstehen würde wie nach dieser Definition die Freundschaft sich von der Liebe unterscheidet. Und da steht auch leider nichts warum gerade unsere Freunde diejenigen sind die es schaffen uns am schwersten zu verletzen.

Aristoteles, so der Artikel weiter, habe die Freundschaft als etwas gesellschaftlich Wichtiges angesehen und sogar die Freundschaft in verschiedene Formen unterteilt. So beschrieb er eine Freundschaft unter Gleichen, welche sich unter ebenbürtigen und gleichberechtigten Menschen entwickeln kann und unterteilte diese Kategorie noch einmal unterteilt in sogenannte Nutzenfreundschaft oder Zweckfreudschaft die dem Erreichen eines gemeinsamen Ziels dient, die Lustfreundschaft, die rein auf zufälligen Gemütslagen basiert ist diese Laune verflogen so ist auch die Freundschaft dahin. Die dritte Gruppe der Freundschaften unter Gleichen ist die Charakterfreundschaft die auch die Tugendfreundschaft genannt wird. Diese Freundschaft ist nicht so zerbrechlich und flüchtig. Sie beruht auf der Liebe zum Freund selbst. Es ist die Freundschaft um ihrer selbst willen. Man ist in ihr Freund für den Freund.
Nach Aristoteles ist dabei die Tugendhaftigkeit beider Freunde entscheidend. Je ähnlicher sich beide sind desto enger und stärker ist ihre Freundschaft.
Diese starke Bindung beruht vor allem auf der Vertrautheit die einem aufgrund bestimmter Gleichartigkeiten erwächst. Viele großartige Freundschaftsgeschichten drehen sich um ein blindes Vertrauen zwischen den beiden Freunden. Natürlich denn man findet sich ja in seiner Freundin oder deinem Freund wieder. Vieles in einer echten Freundschaft bedarf keiner Aussprache da beide Freunde genau wissen wie der andere fühlt, denkt und erlebt.
In dieser Freundschaft unternimmt man aber auch nichts was den Freund ernsthaft verletzt. Alles was man man tut ist letztlich dem Wohle des Freundes untergeordnet.
Als zweite große Kategorie definiert der Philosoph die Freundschaft zwischen Ungleichen bei der er sagt, dass die Asymetrie im Bezug auf den hirarchischen Stand durch den tiefer stehenden mit einem Mehraufwand an Zuneigung bzw Liebe ausgeglichen werden muss. Wahrscheinlich ist, dass wir diese Art der Freundschaft eher als Achtung oder Ehrerbietung bezeichnen würden.

Auch in den Gorbüchern nimmt Freundschaft einen großen Rahmen ein. Fast in jedem Band freundet sich der Held Tarl mit irgendeinem Kämpfer und geht für diesen Menschen mindestens einmal pro Band ein großes Wagnis ein.
Natürlich ist der Begriff der Freundschaft in den Gor-Büchern von Kultur zu Kultur etwas verschieden, ganz so wie im realen Leben. So betrachten zum Beispiel Deutsche nur eine sehr kleine Zahl von Menschen als Freunde. Etwas ferner stehende Menschen sind für sie Bekannte. In anderen Kulturkreisen sind nahezu alle Bekannte gleichzeitig Freunde. Und wie ist das bei uns in SL? Meine FL umfasst 176 Personen, doch als Freunde echte Freunde kann ich höchstens 4 benennen, oder vielleicht 5.
Ich denke bei den meisten Menschen in SL ist es so ähnlich. Doch warum ist das so dass wir Menschen in der FL haben ohne sie eigentlich zu kennen? Was erwarten wir von diesen Menschen? Erwarten wir überhaupt etwas von ihnen oder ist es nur ein praktisches Werkzeug um zu sehen wer überhaupt online ist?
In einer Sendung des BBC sah ich vor kurzem einen Beitrag über ungewöhnliche Tierfreundschaften wo Neurologen, Psychologen und Biochemiker versuchten zu erklären woher Freundschaft kommt und Modell war folgendes. Zwar Sind Katze und Maus nicht von derselben Art und die Maus ist normalerweise Beute der Katze, aber beide Tiere haben einige natürliche Feinde und müssen stets auf der Hut sein. Dieses „auf der Hut sein“ ist biochemisch dadurch repräsentiert, dass der Organismus ständig unter Spannung gehalten wird. Das Vigilanzniveau muss ständig hoch gehalten werden. Das erreicht man durch Ausschüttung von verschiedenen Botenstoffen wie Katecholaminen und Endorphinen. Diese steigern aber auch den Blutdruck und die Herzfrequenz und auch die Muskulatur selbst wird ständig in einer Art Vorspannung gehalten. Durch dies Vorspannung wird GDP verbraucht, die ultimative Energie-Währung der Biochemie. Man verbraucht deswegen soviel weil man allein eben dauernd irgendwo hingucken muss und am besten am Hinterkopf auch Augen bekommt. Durch einen Freund aber, mit dem man sich verabredet, dass man von nun an aufeinander aufpassen wird, muss man immer nur in eine Richtung gucken denn in meinem Rücken ist ja mein Freund. Und tatsächlich fanden Wissenschaftler heraus dass bei zum Beispiel bei solchen Katzen-Maus-Freundschaften bei beiden Tieren der sogenannte Grundumsatz, also dass was man verbraucht wenn man einfach nur so rumsitzt um 10-15 Prozent niedriger war.

Unabhängig davon ob man das nun als Zweckfreundschaft oder als Tugendfreundschaft interpretiert Tatsache ist: Freundschaft lohnt sich offensichtlich. Doch das wirft sofort die Frage auf, was ist wenn die Freundschaft sich nicht mehr lohnt?
Neulich geriet ich mit einer Freundin in eine erbitterte Diskussion und sie endete damit, dass sie sagte „Ok, ich sehe, Du willst mir weh tun. Dann mach!“ Ich war schockiert, denn das aller aller letzte was ich wollte war es ihr weh zu tun. Mein Reflex war es sofort zu sagen: „Nein, ich will Dir nicht weh tun, ganz bestimmt nicht. Bitte entschuldige!“
Mir fiel dabei auf, dass es mir überhaupt nicht schwer fiel sie um Verzeihung zu bitten. Im Gegenteil. Ihre Absolution war mir fast zu einem Bedürfnis geworden und als sie sie mir erteilte, fühlte ich mich nicht so als wäre ich gerade einem Gerichtsurteil entgangen sondern ich war einfach glücklich, dass sie weiter meine Freundin sein würde.

Ich jedenfalls bin zu dem Schuss gelangt, dass man die Freunde die man hat dadurch von den falschen Freunden unterscheidet, dass sie einem niemals ernsthaft weh tun. Ein Klaps von einem Freund ist manchmal nötig, doch wahrer ein Freund wir mir niemals mit der Faust ins Gesicht schlagen, oder die Dinge zerstören die mir am Herzen liegen. Selbst wenn er mich trietzen muss um mir etwas beizubringen oder es mir etwas zu zeigen wird ein wahrer Freund dies ohne die Eitelkeit der Selbstdarstellung tun. Er wird immer überlegen, was braucht meine Freundin um zu verstehen was ich ihr sagen möchte, was ist nötig damit sie es begreift. Und mein Vertrauen darauf und das Vertrauen meines Freundes in mich das er die Freundschaft nie für seien Zwecke missbrauchen wird ist die Grundlage der Freundschaft an sich.

Meine Erkenntnis ist dass es nicht viele Freunde gibt und man die die man hat gut pflegen muss aber auch den Mut haben sollte sich von den freunden die nur ihre Eitelkeit an einem befriedigen zu trennen. Mal sehen wie viele noch übrigbleiben von den 176. Wichtig ist gerade in SL aber ein Zitat auf dass ich im Zusammenhang mit Freudschaft gestoßen bin. Der spanische Schrifsteller Gracián y Morales schrieb dazu:

"Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen. Sie kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen."

Wie ich finde ein Bildnis, dass gearde für SL sehr passend ist. Ich für meinen Teil drohe gelegentlich mal mit einem Mute. Wirklich angewendet habe ich erst einmal einen, für zwei Stunden. Denn mit eine Mute beraubt man eine Situation jeder Möglichkeit sich weiter zu entwickeln, sei es nun positiv oder negativ.

In diesem Sinne und in aller Freundschaft

Eure
Cori