Dienstag, 10. Juni 2014

Meine Schwestern sagen



Zur Zeit scheint im ganzen deutschen Gor eine Art Agonie wie vor dem finalen Untergang auszubreiten und wie in einem multimedialen Organversagen sind zunächst alle Kompensationsmechanismen angesprungen, alle verfügbaren Ressourcen wurden verbraucht und nun fallen eine nach der anderen, Sim für Sim und Gruppe für Gruppe aus.Grund genug für einige meiner Schwestern sich Gedanken zu machen wie es soweit gekommen ist, wo doch alle nur das Beste für unsere Spielwelt wollten.

Joey hat in einem längeren Text eine Verschmelzung der Rollenkonzepte  und eine damit einhergehende Verflachung der Spielwelt als Ursache ausgemacht. Sie beschreibt drei Rollenkonzepte die ursprünglich existiert hätten, nämlich dominierende Männer, angepasste Frauen und Rebellinnen. Sie meint das alle Charakterrollen die es im SL-Gor gibt auf eine dieser drei Konzepte zuordenbar sei und das jedes dieser Rollenkonzepte Vorteile und Nachteile gegenüber den beiden anderen Rollenkonzepten hab. Im Laufe der Jahre hätten sich nun diese Rollenkonzepte soweit aneinander angepasst, dass nur noch ein Rollenkonzept, nämlich das Kämpfer/inn-Konzept, übrig geblieben sei.

Es ist leicht vorstellbar, dass dieses nun dazu geführt hat, dass sich einerseits reine Raid/Rescue-Spieler entwickelt haben, denn was soll man mit dieser Monokultur auskämpfern anderes anfangen als kämpfen? Andererseits hat sich insbesondere im deutschen Gor, eine Gegenbewegung etabliert, die sich wie festgemeißelt an die Buchvorlagen hält und die am liebsten Kämpfe nur auf RP-Basis ausgetragen haben will.

Dadurch wurde die einstmals recht große Gor-Community in zwei kleine Communitys zersplittert. Keine der beiden Parteien konnte es sich leisten die die andere zu tolerieren, denn die eine bedrohte jeweils den integralen Bestandteil dessen was für die andere die Essenz des Rollenspiels ist. Zusätzlich haben immer mehr Individualisten auf ihren eigenen Sims ihre eigenen Regeln eingeführt, nicht selten zum exklusiven Vorteil der Bewohner, dies trug zu einer weiteren Zersplitterung der verbleibenden Gorenaer bei, nämlich jeder für seine Sim und jede Sim für sich.

Eine ganz interessante Theorie, besonders wenn man bedenkt, dass sowohl die Kämpferfraktion , als auch die BtB-Fundamentalisten nicht in der Lange waren und sind Neulinge adäquat in ihr System einzubinden. Die BtB-Fundamentalisten weigern sich jemanden überhaupt wahrzunehmen der nicht jedes Buch auswendig kennt und auch um zur Raid-Rescue-Herde zu gehören muss man erstmal einiges an Zeit investieren um überhaupt mit den anderen Mithalten zu können, wobei sich dieser Gruppe anschließend darüber zerstreitet was nun erlaubt ist und was nicht.

Meine Schwester Taimaee hat neulich folgendes referiert, als in unserer Gruppe das Bedürfnis geäußert wurde dass die Pyrana, die seit sechs Jahren die Arroganz in Person verkörpern, doch mal bitte etwas  freundlicher, humorvoller und lustiger spielen sollten:

Gor sei wild, Gor sei böse und Gor sei nun einmal Kampf. Leute die Gor spielen wollen, wollten nun mal auch Kampf und sich nicht in ellenlangen Verhandlungs-RPs und endlosen Teestubensitzungen ergehen. Sie geht sogar soweit zu behaupten, dass SL-Gor gar nicht genug RP-Grundlagen für ein ständiges, facettenreiches RP bietet. Es sei  weder als emotbares Kampf-RP, noch als beliebiges Mittelalter-RP, noch als alternatives Sex-RP gedacht.
Das Problem sein nun, dass die guten Spieler die die Wildheit, die Rauigkeit und Erbarmungslosigkeit von Gor erkannt hätten, aktuell vor den „Labertaschen“ auf der Flucht wären und sich lieber mit Schulenglisch oder Translator ins Ami-Gor zurück ziehen wo sie nicht dauernd vollgequatscht werden oder als „Ballerheinis“ beleidigt werden.

Auslösend seien nun die Leute die Gor nie wirklich kennen gelernt hätten und die nur oberflächlich Bescheid wissen worum es geht und trotzdem meinen, dass sie eigentlich die einzig wahren Macher seien.
So bringt sie auch ein Beispiel: Und zwar hätte sie zwei Krieger getroffen die ihr, einer Taluna, lieber Wegzoll bezahlt hätten um einem Kampf aus dem Weg zu gehen.

An dieser Stelle treffen sich Joeys und Taimaees Theorien:
Joey sagt, dass der Mann/Krieger seine Vormachtstellung verloren hat und sie nun mit den bewaffneten Frauen teilen muss. Taimaee beobachtet dass viele Männer einem Kampf lieber freiwillig aus dem Wege gehen. Im Ergebnis, ist das Gor das wir heute spielen, kein Gor mehr. Denn die Grundlegende Keimzelle von Gor ist, dass es eine ehrliche von Männern dominierte Welt ist!

Somit ist der Gor-Community das Substrat abhanden gekommen das ihre Existenz eigentlich erst rechtfertigt. SL-Gor ist zu einer Einheitssoße aus Kompromissen und Zugeständnissen an vermeintliche oder tatsächliche Realitäten geworden.

Wir, die alten Spieler haben das zugelassen! Wir, die alten Spieler tragen die Schuld daran weil wir lieber große Gruppen wollten, als unsere jungen Mitspieler an Gor, in allen seinen Facetten, all seiner rauen und kompromisslosen Erbarmungslosigkeit heran zu führen.

Wer eine Sklavin spielt, spielt eine Sklavin und keine verwöhnte Terrorgöre. Wir haben diese Terrorgören aber in unseren Gruppen zugelassen. Wer einen Krieger spielt, hat einen Heimstein für das er einsteht und den er nicht beim leisesten Anzeichen von Gefahr verleugnet nur um keine Schwierigkeiten zu bekommen. Wir haben diese Wendehälse und Angsthasen in unseren Gruppen zugelassen. Wer einen Söldner spielt, löst Streitfragen mit dem Schwert und fängt nicht plötzlich an in schwulstiger Sprache die große Diplomatie zu machen. Aber auch die Diplomaten und Advokaten haben wir zugelassen, eine Charakterart die nur sehr begrenzt zu Gor passt.

Wir haben auch die Spieler zugelassen die in ihrer ID einen ellenlange Litanei an Limits stehen haben! Früher reichte ein Limit: „Bei Stop ist Stop!“. Die Limits der meisten Leute heute auf Gor sagen eigentlich nur eines: „Wasch mich aber mach mich nicht nass.“ Natürlich klingt das dann eher so: „Kein Haare schneiden, kein Verstümmeln, keine Gefangenschaft über drei Tage, kein Sex mit Männern/Frauen und eigentlich sowieso nur mit NAME. Kein RP mit Kuri, Mambas, Panthern, Söldnern, Piraten, Nordleuten. Wenn ich länger als 20 Minuten irgendwo rumsitze und mich keiner unterhält teleportiere ich weg. Kein Kampf ohne vorher eine Stunde RP....usw und so fort.“

Das selbe gilt übrigens für Simregeln! Wo vielfach eigentlich nur sehr umständlich erklärt ist „dass auf dieser Sim die Bewohner bestimmen was die Besucher zu machen haben.“ Ich frage mich bei so was dann: Wie will jemand der so viele Bedingungen an seine eigene Situation und seien Behandlung stellt eigentlich überhaupt existieren?

Bei den Pyrana wird es demnächst auch mal wieder etwas kompromissloser zu Sache gehen, denn Gor ist kompromisslos. Es ist nicht Grausam um der Grausamkeit willen. Es ist einfach praktisch. In einem Kampf wird ein Fehler oder eine Schwäche sofort bestraft. Es gibt keine Diskussionen ob oder ob nicht, und ob die Strafe nicht zu hart ist und es gibt keine Berufung und keine Rechtfertigung. Interessiert auch niemanden.

Der Stärkere gewinnt. Der Stärkere hat Recht. Der Stärkere überlebt. Der Stärkere dominiert. Der Schwächere nicht. Der Schwächere ist der Willkür des Stärkeren ausgeliefert. Einzige Chance für den Schwächeren ist es dem Stärkeren zu gefallen, quasie ein geplantes Stokholm "Syndrom light". Dominanz und Unterwerfung, das ist Gor und genau das brauchen wir wieder wenn wir Gor retten wollen! Wer das nicht will ist auf Gor falsch.

In diesem Sinne

Eure Cori

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

von der toten Simona:

Ist ja alles schön und gut. Aber wirkliche Gefahr, Härte und Konsequenz will fast niemand. Als ich mit einem extra nur dafür konzipierten Charakter in Talunagebiet im Suedland eindrang und es vorzog zu sterben, statt mich von einer herbeigerufenen "Schamanin" wiederbeleben oder verarzten zu lassen, gingen die Pyrana Heldinnen sofort ins OOC.

Wenn ihr für Härte und Kampf eintreten wollt, freut mich das ja, aber an der Stelle muss auch gesagt werden, dass ihr das nur nach eurem Geschmack wollt und eurer Geschmack ist für mich auch nur konsequenzlose Dschungelromantik. Im Gor RP sollte der Tod genauso zum RP dazu gehören wie Sex und Sklaverei, aber das löst bei vielen Schnappatmung aus, auch bei Euch.

Ich nehme es jedenfalls bis heute übel, dass man meinen Charakter nicht in Ruhe sterben ließ, sondern sogar noch versuchte mich als Spieler per IM zu penetrieren, um diese Konsequenz des Pfeilhagels, den man vorher auf meinen Spielcharakter niedergehen ließ, bloß nicht ausspielen zu müssen.

Wer schießt und kämpft nimmt in Kauf dabei jemanden umzubringen. Das Ding mit der Schamanin war lächerlich und lässt für mich deinen Post und eure Meinungen in einem ganz anderen Licht erscheinen nämlich: Ihr wollt weder Gewalt, noch Kampf, noch Konsequenz wirklich.

Wasch' mich, aber mach' mich nicht nass- ganz genau.

Anonym hat gesagt…

Was genau darf ich mir unter "kompromissloser" bei den Pyranas vorstellen?

Heißt das, wenn die Pyranas mal wieder in Belnend zu Gast sind und wir Gefangene haben, dass wir dann des Goreaners Lieblingsbeschäftigung an Panthern mit ihnen machen sollen, sprich wir brechen sie mit aller Gewalt, drohnen ihnen zur Not die übliche Behandlung von Outlaws an, indem wir ihnen die Kniesehnen durchschneiden und machen Sklavinnen aus ihnen oder wenn sie da stur bleiben und selbst bei der Androhung des Durchschneidens der Kniesehne nicht klein beigeben, dann machen wir das trotzdem und dann geben ihre toten Köpfe auf Pfählen einen schönen Schmuck auf unserer Stadtmauer ab?

Suna hat gesagt…

von Suna / Port Victoria

Hallo Cori,

ich habe Deinen Beitrag mit großem Interessse gelesen und will Dir gerne meine Sicht dazu offerieren. Einmal mehr, ähnliche, oder nahezu gleiche Beiträge gab es in den letzten Jahren ja weiß Gott zur Genüge.

Was das "Gorsetting SL" mit all seinen Einzelheiten genau ausmacht ist recht kurz und knapp auf den Punkt gebracht: man pickt sich aus den zugegeben schwammigen Buchvorlagen das heraus was einem persönlich zusagt.

Wir alle wissen, oder sollten wissen das der geistige Vater dieser archaischen Welt in seinen Büchern Andeutungen über Gor an sich macht und sich im nächsten oder übernächsten Machwerk teilweise sogar widerspricht.

Fakt ist nunmal das für ein "stimmiges Gor" die Spieler sich einen Mittelweg suchen müssen, um grundlegendes als gegeben festzulegen oder eben die Variante die ihnen am sinnvollsten erscheint als Maßstab zu nehmen. Nur das eben jeder da einen anderen verwendet und es schonmal da zu teilweise eklatanten Unterschieden kommt.

Fakt ist auch das es von den betreffenden jeder besser weiß und nicht selten anderen unterstellt wird mal garkeine Ahnung zu haben.

Um es gleich klarzustellen: ich habe Gor nicht studiert. ich verfüge über ein gesundes Halbwissen und halte mich aus den Grundlagendiskussionen der Gorpropheten im SL weitestgehend raus, sobald es um zu spezielle Thematiken handelt.

Aber um langsam zum Punkt zu kommen: Du hast recht, es ist tatsächlich schwer nachvollziehbar weshalb in Profilen von Leuten erstmal seitenlange "Limitlisten" geführt werden, die größtenteils offerieren das der Spieler oder die Spielerin sich im Setting gründlich vertan hat.

Suna hat gesagt…

Was das Thema der "Exoten" angeht waren die Reibungspunkte doch schon immer eklatant. Nehmen wir die Panther oder Talunen zum Beispiel kann doch dort von "BtB" keine Rede mehr sein. Und ja, ich habe Panther selbst schon gespielt und es dann verworfen weil sie eigentlich unspielbar sind.

Wie soll ich eine Gruppe spielen die sich im Wald versteckt und, wenn man nun "BtB" (eine der mit Abstand hohlsten Aussagen schlechthin meiner Meinung nach) agieren will. Das sind Gesetzlose, Rechtlose. Entlaufene Sklaven, Frauen die sich den Gesetzen nicht fügen wollen. Ergo müssen sie sich verstecken und das einzige das für diese Gruppe von essenzieller Bedeutung sein müsste wäre unentdeckt zu bleiben.

Das bedeutet im Klartext: verirrt sich jemand im Wald und trifft auf diese, müsste man ziemlich klar denjenigen mit allen Mitteln zum schweigen bringen, damit er eben nicht den Stamm verraten kann oder Sklavenjäger/Rarii zu informieren um sich der Sache anzunehmen.

Wird das so praktiziert? Nein, wer will schon seinen Avatar um die Ecke gebracht bekommen.

Würden Panther/Talunen eine Stadt aufsuchen? Ganz sicher nicht, das wäre mit das dümmste was sie tun könnten, denn dort droht Tod oder Versklavung. Wird das so gehandhabt? Nein, denn man will ja RP haben (was eindeutig kein Vorwurf sondern eine Feststellung ist) und dackelt zur nächsten Siedlung um dort zu handeln oder sonstwas zu veranstalten.

Anderes extrem sind die Nordleute. Wir haben gefühlte 100 Nordsim und vielleicht 20 andere aus den südlicheren Regionen. Die halten es genauso, Nordleute in der Schendi sind inzwischen genauso gängig wie Talunen auf Erkundungstour im ewigen Eis. Das es rein geographisch schon völliger Stuss ist will ich nicht weiter breittreten, aber auch das ist nunmal etwas, wo man auch nicht mit "BtB" argumentieren kann um irgendwie zu erklären warum Hägar der Schreckliche als Lieblingsbond Sheela die Taluna an der Kette hat, zumindest so lange bis die Stammesschwestern von Sheela auf den Einbäumen den halben Kontinent umrudern um dann die Schwester zu befreien.

Ist das jetzt Kritik von mir? Nein, das ist nur eine Auflistung von Eindrücken und Szenarien die ich inzwischen mehrfach erlebt habe. Und mit Sicherheit irgendwann auch mal praktiziert, ich will mich da nicht ausnehmen, ebenso wie die "BtB´ler" mit glaubhaft machen können das dort nicht gleiches praktiziert wurde.

Ich kann Dir sagen warum viele Frust schieben, weil leider bei dem ganzen Gorsetting zu oft Kadavertreue an ein nicht existendes, teilweise selbst zusammen gedichtetes Regelwerk praktiziert wird, das so nie vom Urheber aufgestellt wurde.

Suna hat gesagt…

Und schlicht und ergreifend das allgemeine RP Problem herrscht das jeder etwas besonderes sein will. Was auch nachvollziehbar ist. Nur das eben diese Besonderheit oftmals mit bedeutet das man sich ein gutes Stück weit ausgrenzt. Und das dann im Lauf der Zeit eben zum Problem wird.

Zu Deiner Feststellung das jeder Simbetreiber seine eigenen Regeln aufstellt ist es auch denkbar einfach: im Themenpark sind Hausregeln und wer sich nicht an diese anpasst muss sich eben einen anderen aussuchen. Ich spiele auf einer Sim auf der etliche "Gorismen" aufgeweicht wurden und abgewandelt wurden. Warum ich dort spiele? Ganz einfach, weil es mir ums RP geht. Stimmungsvolles RP, angenehmen zeitvertreib. Ich spiele eine Schneiderin die über hohe Kasten wettert, rebellisch ist und sich hitzige Wortgefechte mit Rüpeln aus dem Norden liefert.

Ist das nun "BtB"? Ganz bestimmt nicht, aber es ist unterhaltsames RP, da ich nicht Wert darauf lege ob ich irgendwelchen Vorstellungen anderer entspreche. Es soll Spaß machen.

Und das, Cori, ist eben das warum es mit "Gor" nun einmal bergab geht, es zum tausendsten mal zu sterben droht.

"Gor" kann nicht sterben, weil es eigentlich nie "BtB" zu 100% existiert hat. Es gab nur Sims und Gruppen die ihr eigenes Gor zurechtgewurstelt haben wie alle andere. Warum "Gor" stirbt ist denkbar einfach: die einen sitzen bei 40 Grad lieber im Freibad, oder finden das, was die Gruppe von Jim Knopf und Lukas im Takatukaland als Gorsim anbieten doof. Jim Knopf und Lukas finden es aber als Maß aller Dinge und spielen mit denen die das auch so sehen.

Also haben die für die Zeit in der dort gespielt wird eben keinen Grund zur Klage.

Sheela ist auf einer Nordsim rumgestromert, vielleicht sogar bei Jim Knopf, weil eben im "BtB" Regenwald Version 8b mit Zusatz nichts los war.

Siehst Du was ich meine? Gor ist eine Idee, die einen legen sie so aus, die anderen so. Man muss eben nur schauen wie man sich sinnig dort einbringen kann wo das RP ist und sich eben anpassen. Denn sonst ist es eine sich selbst erfüllende Prophezeiung und "Gor Variante B" stirbt aus, weil dort der Anklang eben nicht mehr da ist, während "Gor Variante C" gerade aufblüht weil dort viele spielen die zuvor anderweitig unterwegs waren und es dort langweilig fanden.

So einfach ist das, das hat aber nichts mit Limits, Regeln odern sonstwas zu tun. Rollenspieler die Rollenspiel haben wollen müssen sich einfach anpassen und Rollenspiel betreiben, anstatt total gefrustet als die letzten "Ultra BtB Wissenden" in den einzig wahren Manifesten der Erleuchtung zu versauern :)

Versuch es einfach mal mit "BtR", also "By the Roleplay", wozu, ich warne auch da noch vorab, eigentlich immer über einen Schatten gesprungen werden muss :)

(ich musste auf dreimal, irgendwie passte das nicht alles zusammen)

Rannug McDuck hat gesagt…

Ich hab das Talunabuch noch nicht gelsen. ich gehe mal von dne Pantern aus. Nein sie haben kein festes lager und machen sich auch keine sorgen ob man weiß wo sie leben, denn sie leben in einem riesigen wald in dem sich der normale Goreaner - ein Stadtmensch nicht wirklich wohl fühlt udn auskennt. Daher ist es unwahrscheinlich, das man los zieht um sich auf deren gebiet mit ihnen anzulegen, es sei denn man tätigt das als Arbeit. Dabei geht man das Risiko ein selber gefangen zu werden. Gefangene sind eine wertvolle Beute für Panter, denn sie tauschen sie gegen das ein, was der wald ihnen nicht liefert, an neutralen handelspunkten. Eine Panter wird also nach möglichkeit alles tun ihre Beute am Leben zu halten, denn diese stellt für sie einen beträchtlichen Wert dar. Dabei geht es nicht darum das leben zu schützen oder sonstwas. ein gefangener ist wertvolle Ware.

Zum 2. Punkt. Gehen Panter in Städte? Im Buch gehen die panter in die städte am Laurius. das ist kein Ar oder Turmus. Kleienre unbefstigte Orte wo mehr Holz vorherrscht als Stein, aber dort spionieren sie, nehmen aufträge an oder rauben. Sie schleichen sich ein, tarnen sich oder fallen als rudel über gruppen her die unvorsichtig sind. Immer dabei drauf achtend schnell wieder im schatten zu verschwinden. Im gegensatz Zur Mamba ist dieser Kontakt gewollt, ja sogar wichtig für das Leben der Panter.

Jetzt auf das eigentliche zurück zu kommen.
Buch spielen ein buch kann man nicht spielen man kann nur dinge heraus nehmen und sich daran orientieren. Alles andere wäre kein freies spiel sondern Theater mit vorgegebenen Rollen.

Warum sich das ganze so entwickelt hat ... weil es so gewollt ist. Jeder will sein Ding durchziehen. Sim für sim jeder sein. Bis dahin gebe ich Cori recht.
Was vergessen wurde ist das auch technische probleme Arbeitszeiten etc. da mit rein spielen. Man geht ins netz um hier seien freizet zu gestalten udn was schönes für sich heraus zu ziehen udn nicht um zur bespaßung anderer da zu sein vor allem wenn die vorraussetzungen nicht fair sidn - wie PC oder leitungsunterscheide die sich massiv auf dem kampf auswirken. dazu muss man geübt sein damit. ich verliere fast ejden kampf weil ichmehrere dieser Probleme habe und dann wil ich einfach mal ruhe haben um das zu tun warum ich eigentlich hier bin. Und nicht das wofür andere heir sind.

Und dazu gehört eben auch der Diplomat der Händler etc. Das Diplomaten wichtig sind wird schon im ersten Buch beschrieben wo man sich gegen ar Verbündet. Ausserdem gibt es mehrere Allianzen udn verbünde vor allem am Vosk udn Olni. all das gehört genauso dazu wie das kämpfen und hat genauso seien daseinsberechtigung.

De facto ist jeder erwachsen udn kann sich aussuchen wo er spielen will. wenn er dann da hin geht hat er sich den gegebenheiten dort anzupassen oder geht eben udn kommt nicht wieder.

und da kommt das zwischenmenschliche ins Spiel - denn es gibt zu wenig miteinaander wo beide seiten ihren schnitt machen udn viele meiden eben viel des noch übrigen Gors udn damit zerfällt es nach udn nach.


Juels Dreki hat gesagt…

Hallo Cori,

dein Post passt dazu das ich Euch verlassen habe, was mir sehr schwer gefallen ist. Nur um das zuerst vorauszuschicken.

Ja Panther sind eine Randgruppe in GOR, die aber auch ihre Reize hat. Und was oder wie wir die Rolle gespielt haben, ist mit Sicherheit kein BtB. Das war natürlich der Kompromiss zwischen Buchtreue und Spielspass.

Mit der Beobachtung des Zerfallens von GOR in Raider und BtB RPler stimme ich Dir zu. Nun ich kämpfe sicher auch mal gern, aber ich war auch immer auf der Suche nach einem RP. Somit sass ich zwischen zwei Stühlen und das kann auf Dauer nicht gut gehen.

Meine Kritik geht an Kasra und die Oase, die beide Kämpfe ohne wenn und aber nicht zulassen. Wenn das nicht so wäre, gleichzeitig aber interessante RPs zustande kommen würden, würde das sicher nicht damit enden, dass Taluna ständg beide Städte überfallen und so das RP stören würden. Immerhin ist/war Suedland unser gemeinsames zu Hause. Die Mischung aus BtB und kompromisbereiten Spiel in einem Sim-Verbund kann nicht funktionieren.

Gute Ansätze mit einzelnen Spielern dafür gab es. Aber leider hat die Masse da nicht mitgezogen. Am Ende haben die Stämme fast nur noch untereinander gespielt. Was natürlich BtB korrekt sein mag, aber nicht sonderlich Spass macht. Das ist zunindest meine Sicht auf Alles.

Ich weiss jetzt aber auch, was mir noch gefehlt hat. Eine Gemeinschaft die die Sim führt und gemeinsam die Sim gestaltet. Mir macht es Spass etwas zu bauen, und es macht mir Freude, wenn etwas so gut geworden ist, das es auf der Sim eingesetzt wird. Wozu jetzt aber nicht die grundlegende Gestaltung einer Sim also das Land selbst oder komplette Lager bei mir dazu zählen. Dafür bin ich noch nicht weit genug.

Hin und wieder brauch man Hilfe. Sicher findet man diese in SL auch in Suedland. Nur was es nicht gibt ist eine Gemeinschaft der Bastler in Suedland. Anderen Orts ist sowas üblich. Ich hätte mir gewünscht in dieser Richtung mehr einbezogen zu werden. Denn gibt es etwas besseres jemanden etwas beizubringen der auf der selben Sim zu Hause ist? Früher oder später würde das der Sim zu Gute kommen.

Cori, ich wünsche aus meinem ganzen Herzen, das ihr es schafft, die Taluna am Leben zu erhalten, und wieder mehr interessante Rps zu finden. Aber so wie GOR im Moment aussieht, habe ich da meine Zweifel.

Alles Gute für die Pyrana, die meine erste Gruppe war, in der ich eine echte RP Gemeinschaft kennengelernt habe.

Bleibt wachsam Schwestern.
Juels

Juels Dreki hat gesagt…

Noch etwas.

Ich schreibe jetzt nicht, auf welcher Sim ich jetzt bin. Meine Schwestern dürften das ohnehin wissen.

Jedenfalls ist es dort so, dass wir filme nehmen und sie nachspielen. Dabei wird den Filmen nur ein grober roter Pfaden entnommen. Dabei sind dann nur wenige Eckpunkte wichtig, die das Spiel bei deren nicht Einhaltung negativ beeinflussen würden. Auf diese Weise bleibt genug Raum für ein ansonsten freies RP.

Versucht doch das mal mit Episoden aus den Büchern.

Der grosse Vorteil bei solchen geplanten RPs ist, jeder kennt den Termin für das RP. Daher sind bei den geplanten RPs immer sehr viele Avas anwesend.

Ciao!
Juels

Te-ah-tim-eh hat gesagt…

Das wirklich spaßhafte an diesen Diskussionen ist immer, dass so gut wie jeder davon ausgeht, dass man zum RP nicht mehr braucht als Spieler und ein statisches Setting und alles weitere einfach mal eben so vom virtuellen Himmel fallen wird.

Spielrahmen, Verbindlichkeit, Gruppenvertrag, Konsens, Plotanstöße - und das Alles im Bezug auf das reine RP, nicht Kampfmechaniken - werden zu guten teilen nicht einmal bedacht und wenn, dann eher verteufelt als erwogen.

Vermutlich ist DSA schuld. *lacht*

Suna hat gesagt…

Ich finde es tatsächlich davon aus das es zum RP nur ein paar Spieler und einen groben Rahmen braucht.

Was soll es denn sonst brauchen?
Wie beim essen, man kann sich überlegen was man kocht, zusammen kochen, mal ein paar Gewürze in den Topf werfen und rühren.

Die Verbindlichkeit ist definitiv kein Grund, Verbindlichkeit und Kontinuität im Spiel kommt doch erst wenn es den Beteiligten gefällt, oder nicht?

Zusammen kochen, nicht hinhocken, füttern lassen, mosern wenn es nicht schmeckt und aus dem Himmel fallen wenn man danach nicht den Bart abgeputzt bekommt. Das ist kein Rollenspiel, sondern Geschichtenkonsum :)